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TIERE & VERSUCHE
Mehr Tierversuche durch Gentechnik Durch die Gentechnik steigt die Zahl
der Tierversuche an. Klon- Experimente, das
so genannte Gene-Pharming mit Tieren als Produzenten von Arznei-Stoffen und das Studieren von Krankheitsverläufen z. B. an “Krebs-Mäusen” lassen den “Tier- Verbrauch” steigen. Aber auch die im Zuge der Gentechnik einsetzende Kommerzialisierung der Wissenschaft trägt dazu bei. Die EU- Patentrichtlinie (siehe auch AKTION & KRITIK) macht menschliche Gene zu Wirtschaftsgütern, weshalb das, was früher wissenschaftlicher Austausch hieß, heute dem Ausplaudern von Betriebsgeheimnissen gleichkommt. Als Folge davon profitieren ForscherInnen nicht mehr von Erfahrungen ihrer KollegInnen, weshalb in den Labors mehr und mehr Versuche doppelt und dreifach stattfinden - und natürlich auch zu doppelten und dreifachen Todes-Raten unter Mäusen, Ratten und Affen führen.
Forschung mit Gen-Mäusen Der Leverkusener Chemie-Multi hat mit ARTEMIS,
der Biotech-Firma des früheren BAYER-Managers Peter Stadler, einen Kooperationsvertrag geschlossen. Nach dieser geschäftlichen Vereinbarung wird ARTEMIS für BAYER transgene Mäuse züchten. Die WissenschaftlerInnen
ersetzen bei den Tieren körper-eigene Gene durch menschliche und machen sie so zu Experimentierfeldern für die Arznei- Forschung. “Humanisierung” nennen die Dr. Frankensteins das Verfahren perverserweise. Die
ARTEMIS-Maus ist sogar ein eingetragenes Warenzeichen: Sie hört auf den Namen “ArteMice (TM)”. BAYER kann auch auf eigene Erfahrungen beim Klonen von Versuchstieren zurückblicken. Der Pharma-Riese setzte Ratten ein
Bluthochdruck-Gen ein und Mäusen eines zur Erzeugung eines hohen Blutfett-Spiegels. Zudem entwickelte er die so genannte Alzheimer- Maus. Aber die Versuche waren nicht nur grausam, sondern erwiesen sich auch als
ungeeignet zur Entwicklung neuer Arznei-Stoffe. Wieder einmal hatte sich erwiesen, dass sich Tiere nicht als Studien-Objekte für Krankheiten des Menschen eignen.
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