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Beitrag veröffentlicht im “Tag: 12. Dezember 2013

[Kontraste] Alemtuzumab

CBG Redaktion

12. Dezember 2013

neues MS-Präparat Lemtrada

Unethische Pharma-Preise

Das TV-Magazin Kontraste greift unsere Kritik am exorbitant teuren Medikament Lemtrada („29.000 x teurer als Gold“) auf. Der Wirkstoff war zuvor bereits ein Jahrzehnt lang unter dem Handelsnamen MabCampath zur Behandlung von Leukämie eingesetzt worden. Um den Umsatz zu erhöhen, wurde die Indikation jedoch im vergangenen Jahr aufgegeben. Das Medikament erhielt nun eine Zulassung zur MS-Therapie und soll zu einem weit höheren Preis verkauft werden.

Den Beitrag hier ansehen: http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-vom-12-12-2013/auf-kosten-der-beitragszahler--rekordpreise-fuer-arzneimittel-.html

[Puerto Rico] Pestizide

CBG Redaktion

12. Dezember 2013
Coordination gegen BAYER-Gefahren

Pestizide: BAYER bricht Arbeitschutz-Auflagen

Der Leverkusener Multi betont ohne Unterlass, dass seine Pestizide bei sachgemäßer Ausbringung sicher seien und auch für Farm-ArbeiterInnen keine Gesundheitsgefahr darstellen würden. Dabei kann der Konzern nicht einmal seine eigenen Beschäftigten angemessen vor den Agro-Chemikalien schützen. Das war das Ergebnis der Inspektion einer Ackergift-Forschungsanlage in Puerto Rico, welche die US-amerikanische Umweltbehörde EPA gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium der Insel durchführte. Die KontrolleurInnen stellten auf dem in Sabana Granda gelegenen Areal zahlreiche Verletzungen der Arbeitsschutz-Auflagen fest. So verstieß der Konzern beim Umgang mit seinen eigenen Produkten gegen die Anwendungsbestimmungen, hielt für die Beschäftigten keine Duschen bereit, geschweige denn, dass er eine Dekontaminationsstation eingerichtet hätte. 53.000 Dollar Strafe kostete das den Global Player.

hier die vollständige Meldung

[SEPA] Wichtig für alle

CBG Redaktion

S€PA kommt. Unausweichlich.

Die Konzerne haben sich wieder etwas ausgedacht. Für ihre Profite.
Und wir alle müssen es ausbaden.
Das neue Projekt heißt SEPA. Was steckt hinter diesem geheimnisvollen Begriff?

SEPA lässt die Konzernkassen klingeln und vernichtet Jobs
SEPA ist eine Abkürzung. Single Euro Payment Area (Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum).
Der Begriff gibt erste Hinweise: Es geht ums Bezahlen im Gebiet der Euro-Zone. Doch um was genau geht es? Und wieso trifft es uns alle?
Fangen wir bei den Lastschriften an. Das Lastschriftverfahren war eine Erfindung der Banken und Konzerne und ermöglicht kostengünstig und bequem, Forderungen einzutreiben. Davon profitieren insbesondere die großen Konzerne aus dem Bank-, Versicherungs-, Immoblien-, Energie- und Handelswesen mit ihren Millionen und Abermillionen Rechnungen.
In der EU allerdings gibt es nur eine Handvoll Staaten, in denen es das Lastschriftverfahren gibt. Seit der Einführung des Euro wird das von der Wirtschaft reklamiert. Immerhin müssen die Konzerne ihre vielen und umfangreichen Forderungen europaweit trotz einheitlicher Währung in den meisten Fällen noch immer mühsam ohne Lastschriften eintreiben. So müssen die Immoblienkonzerne beispielsweise Mieten und andere Zahlungen vielfach noch mit entsprechendem Personal an der Wohnungstüre kassieren. Das kostet Zeit und Geld. Und Zahlungsrückstände sind vorprogrammiert.
SEPA soll das ändern. Dafür wurde das SEPA-System von den Konzernen erfunden, mit entsprechender Lobby-Arbeit durchgesetzt und in der EU per Gesetz beschlossen. Dank SEPA soll möglich werden, wovon die Konzerne träumen: per Knopfdruck offene Rechnungen europaweit zentral einzuziehen - heute auf den Knopf gedrückt, morgen Milliarden auf dem Konto. Wobei dem Geltungsbereich von SEPA sich - im Interesse ihrer Wirtschaft! - gleich noch fünf weitere europäische Staaten angeschlossen haben: Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz.
Derart allerdings bringt SEPA die Vernichtung tausender Jobs mit sich. Dezentrale Zahlstellen und Buchhaltungen werden aufgelöst und die dort Beschäftigten entlassen. Zumal SEPA nicht nur von den Konzernen, sondern auch vom Mittelstand bis hinunter zu den Kleinunternehmen praktiziert werden wird. Wie gesagt: An SEPA kommt keiner vorbei.

Zahlenmonster für alle – IBAN und BIC ersetzen Kontonummer und Bankleitzahl
Damit die Konzerne das SEPA-Füllhorn nutzen und in allen 28 EU-Staaten gleichzeitig Lastschriften einziehen können, wurden für die etwa 500 Millionen EU-BürgerInnen die Konto-Nummern und die Bankleitzahlen (BLZ) abgeschafft. Stattdessen hat jeder von uns die sperrigen Zahlen-Buchstaben-Kolonnen IBAN (International Bank Account Number/Internationale Bankkonto-Nummer) und BIC (Bank Identifier Code/Bank Identifikationsnummer) bekommen.
Und die Übergangsfrist läuft ab: Für alle juristischen Personen – Firmen, Institutionen, Organisationen und Körperschaften - gelten diese neuen Nummern, also die BIC und die IBAN, definitiv und unabänderlich ab 1. Februar 2014. Kontonummern und Bankleitzahlen dürfen ab dann von juristischen Personen nicht mehr verwendet werden. Gleichzeitig müssen alle juristischen Personen eine zentral verwaltete Gläubiger-Identifikationsnummer (Gläubiger-ID) beantragen. Und sie müssen für jeden Lastschriftauftrag eine Mandatsreferenznummer vergeben und diese zusammen mit Vorankündigung (Prenotification), Terminen etc. verwalten.
Privatpersonen haben noch eine Schonfrist. Sie dürfen ihre Kontonummer und ihre Bankleitzahl noch bis 2016 verwenden. Aber dann ist es auch für sie endgültig vorbei und sie müssen IBAN und BIC einsetzen.

Auch die CBG muss umstellen – zum 1. Februar 2014
Die Coordination gegen BAYER-Gefahren ist eine Organisation. Entsprechend dürfen auch wir ab 1. Februar 2014 nur noch BIC und IBAN verwenden. Und wir haben auch eine Gläubiger-ID (DE21CBG00000021028). Und wir müssen für alle Lastschriften Vorankündigungen (Prenotification) verschicken und diese verwalten. Und vor allem: Wir haben für all das erhebliche Kosten! Wir müssen unsere Finanzprogramme umstellen, wir müssen alle unsere SpenderInnen, Mitglieder und AbonnentInnen informieren usw. usf.
Wenn wir allen, die bei uns Spenden, Beiträge und andere Zuwendungen per Lastschrift begleichen, in den nächsten Wochen und Monaten SEPA-Post schicken, dann bitten wir heute schon um Verständnis.
Willkommen im SEPA-Zeitalter!

PS: Die Umstellung auf SEPA verursacht Kosten für Programme, Umstellung tausender Lastschriften, Porti für die Mitteilung der Mandatsreferenznummern etc.pp. Geld, das uns bei der konzernkritischen Arbeit fehlt. Wie dargestellt haben wir keine Alternative und müssen all die Voraussetzungen für SEPA schaffen. Bitte helfen Sie uns, die finanziellen Belastungen für SEPA zu stemmen, ohne dass die politische Arbeit leidet. Mit einer Sonderspende unter dem Stichwort „SEPA - Nein danke.“ Oder vielleicht sogar mit einer Fördermitgliedschaft oder eine Erhöhung des Förderbeitrags.