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Keine Autobahn auf BAYER-Deponie!
Konzern muss für erhöhte Ausgaben aufkommen / hunderttausende Tonnen Chemie-Müll auf Leverkusener Deponie
Die neue Trasse der A1 soll über die Deponie Dhünnaue führen. In der Altlast des BAYER-Konzerns befinden sich hunderttausende Tonnen Giftmüll, darunter gefährliche Schwermetalle und Chlorverbindungen. Der Bau wäre mit hohen Risiken verbunden: Zehntausende Tonnen giftiger Abfall müssten entsorgt werden, gesundheitsschädliche Gase könnten austreten, Stützpfeiler durch Chemikalien angegriffen werden.
Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert eine vollständige Sicherung des Geländes auf Kosten von BAYER.
Zwanzig Millionen Tonnen Kunststoff landen jedes Jahr in den Weltmeeren. Allein auf dem Pazifik treibt ein Müllteppich, der mit 3,4 Millionen Quadratkilometern größer ist als Indien. Teilweise findet sich im Wasser mehr Plastik als Plankton - die Folgen für Mensch, Tier und Umwelt sind verheerend.
Als einer der weltgrößten Kunststoff-Produzenten ist BAYER für dieses Umweltverbrechen mitverantwortlich. Mikroplastik aus der BAYCUSAN-Produktreihe kann von Kläranlagen nicht entfernt werden und landet im Grundwasser und in der Nahrung.
Glyphosat ist das meistgespritzte Pestizid weltweit. Meist wird es zusammen mit Gen-Pflanzen wie Mais oder Soja eingesetzt. Jahr für Jahr mehr als 700.000 Tonnen.
Nach Erkenntnissen der WHO ist Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend“ und steht zudem in Verdacht, Fehlbildungen zu verursachen. In der BAYER-Hauptversammlung haben wir daher gefordert, den Verkauf einzustellen – jedoch ohne Erfolg. Sogar die Verkaufsmenge hält BAYER geheim.
In den nächsten Monaten läuft die EU-Zulassung für Glufosinat aus. Sollte der Stoff verboten werden, so könnte auch der Verkauf von Gen-Saatgut gestoppt werden.
Glyphosat muss aus dem Verkehr gezogen werden. Bitte unterstützen Sie unsere Kampagne mit einer Spende und mit Ihrer Unterschrift.
Die Ausgliederung der Kunststoff-Sparte BAYER MaterialScience (BMS) droht zu Lasten der Belegschaft zu gehen, vor allem im Ausland. Zudem entzieht sich BAYER der Verantwortung für die Sicherheit der extrem gefährlichen Anlagen.
Welche Entwicklung langfristig droht, zeigt die ehemalige Chemie-Sparte von BAYER, die vor zehn Jahren unter dem Namen Lanxess ausgegliedert wurde. Mehrere Tausend Arbeitsplätze wurden seitdem vernichtet, ein großer Teil der Belegschaft erlitt Lohneinbußen. Wir fordern eine Sicherung der Arbeitsplätze bei BMS sowie eine Gleichbehandlung der Belegschaften im In- und Ausland.