CBG-Stellungnahme zur CO2-Pipeline
Die Fantasie von Wirtschaft und Politik kennt keine Grenzen, wenn es darum geht, um wirkungsvolle Maßnahmen zur Senkung von Treibhausgas-Emissionen herumzukommen. Kompensation statt Reduktion ist da ein Mittel der Wahl. So verrechnet der BAYER-Konzern einen Teil seines Ausstoßes mit der Finanzierung von Wiederaufforstungsprojekten und anderem „grünen Ablasshandel“ (Der Spiegel). Eine weitere Option ist die Treibhausgas-Abscheidung – „Carbon Capture and Storage“ – also das Verbuddeln von CO2 & Co. auf dem Meeresgrund. Die immensen Kosten für diese Endlager und die benötigte Pipeline-Infrastruktur tragen die SteuerzahlerInnen mit, denn Bundesregierung und EU subventionieren die Vorhaben mit Millionen-Summen.
In Nordrhein-Westfalen nehmen die Pläne für eine Transport-Leitung, an der unter anderem alle Chem„parks“ hängen, mittlerweile eine konkretere Gestalt an. Das Bundesland hat eine Raumverträglichkeitsprüfung für den „Delta Rhine Corridor – DRC“ angesetzt, der bis zur niederländischen Grenze führt, von wo aus das Kohlendioxid dann weiter bis zu den Speicherstätten in der Nordsee gelangt.
Das Verfahren sieht auch eine BürgerInnen-Beteiligung vor. Das nutzte die COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN, um deutliche Kritik an dem Projekt zu üben. „Sie hält die „Carbon Capture and Storage“-Technologie generell für eine ungeeignete Methode, um den Klimawandel aufzuhalten. Viel sinnvoller, als solche „End of Pipe“-Maßnahmen zu realisieren, wäre es ihrer Meinung nach, da anzusetzen, wo die Treibhausgas-Emissionen entstehen, also etwa bei einem Unternehmen wie BAYER, das jährlich rund drei Millionen Tonnen an Treibhausgasen ausstößt. Aber hier versagt die Politik“, hieß es in der CBG-Stellungnahme unter anderem.

