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Beiträge verschlagwortet als “Duogynon”

[Karl Murphy] Hauptversammlung 2011

CBG Redaktion

Sehr geehrte Aktionäre und Bayer-Angestellte!

Mein Name ist Karl Murphy, ich komme aus Liverpool in England. Einige von Ihnen werden mich von den Hauptversammlungen 2009 und 2010 kennen, wo ich über das Präparat Primodos bzw. Duogynon gesprochen habe.

Bayer hat immer geleugnet, dass dieses Medikament uns irgendeinen Schaden zugefügt hat. Sie sagen, dass sie in den Forschungsergebnissen keine Beweise dafür gefunden hätten. Bayer hat auch im Internet verlauten lassen, dieses Produkt sei nicht die Ursache unserer Missbildungen. Ich frage Bayer, warum wurde diese Aussage von Ihrer website gelöscht? Warum ist Bayer nicht bereit, den deutsche Geschädigten seine Akten offen zu legen?

Ich bitte die Aktionäre und den Vorstand, sich anzuschauen, was ich hier mitgebracht habe: Dies ist Scherings 300seitiger, vertraulicher Bericht über Primodos bzw. Duogynon. Darin sind Briefe unter Firmenbriefkopf, unterzeichnet von dem medizinischen Leiter, Professor Michael Briggs, von Dr. Lachnit, Dr. Laudahn, Dr. Laengner, Dr. Dietrich, Dr. Matern, Dr. Pitchford und Dr. Bye.

Alle diese Leute haben für Schering gearbeitet, alle haben diese Briefe mit unterzeichnet. Alle diese promovierten Fachleute waren sich der Schäden bewusst, die Primodos verursacht. Prof. Michael Briggs schreibt in einem vertraulichen Brief vom November 1967: „Wir haben es hier mit einem pharmazeutischen Produkt zu tun, das von Frauen eingenommen wird und das in der Lage sein könnte, die chemische Umgebung des Fötus zu verändern. Ich denke, wir werden besonders vorsichtig in dieser Angelegenheit sein müssen”. Dieser Brief zeigt, dass Ihrem medizinischen Direktor bekannt war, dass Primodos/Duogynon den Fötus schädigen kann.

Warum hat Bayer Schering die Auslieferung dieses Produktes nicht bis zur Durchführung weiterer Tests ausgesetzt? Warum wurde das Produkt von 1967 bis 1975 immer noch Frauen als Schwangerschaftstest verabreicht, obwohl seine schädlichen Auswirkungen bekannt waren?

Ein weiteres Schreiben vom Januar 1974, unterschrieben von Dr. Laengner und Dr. Dietrich, besagt: „Primodos enthält Norethisteron-Acetat, das eine geringe androgene Wirkung hat. Dieses Hormon sollte nicht eingesetzt werden, wenn eine Schwangerschaft besteht und die Verwendung in einer kritischen Phase der Organ-Entwicklung erfolgen könnte“. Ich habe nur aus zwei Briefen dieser umfangreichen Akte zitiert. Es gibt eine ganze Menge weiterer solcher Schreiben. Die Firma Schering wusste, welche Schäden sie all diesen Opfern zufügte.

Auch bei heutigen Produkten von Bayer steht in den Beipackzetteln, dass Norethisteron einen Fötus schädigen kann und daher Schwangeren nicht verabreicht werden darf. Die hohen Hormondosen in Primodos entsprechen 156 Verhütungspillen, die eine Frau innerhalb von 12 h einnehmen würde, um zu testen, ob sie schwanger ist.

In einem Brief vom 23. September 2009 an mich sagt Bayer: “Schering änderte die Beschriftung von Primodos im Jahr 1970. Danach war Primodos ausschließlich für sekundäre Amenorrhoe indiziert“. In einem weiterer Brief auf Firmenpapier hier in den Akten, datiert vom Januar 1974, unterzeichnet von Dr. Mater, heißt es: „Anbei der Text des neuen Beipackzettels für Primodos Oral. Dieser Text wird ab sofort allen Packungen dieses Präparates beigefügt.“ Darin wird die Indikation geändert. Ich frage Bayer: warum sagen sie in dem Brief, den sie mir geschickt haben, die Änderung der Beschriftung sei 1970 erfolgt, aber ihre eigenen Papiere bestätigen, dass dies erst 1974 geschah? In diesen vier Jahren hätten viele Missbildungen verhindert werden können.

Den Herren Steve Painter und Oliver Renner von Bayer liegt diese Akte zur Einsichtnahme vor. In den letzten acht Wochen ist trotz mehrmaliger Nachfrage keine Antwort von Ihnen eingegangen.

2009 sagte Herr Werner Wenning, der ehemalige Vorstandsvorsitzende, er unterstütze behinderte Menschen. Das trifft aber nicht für uns Menschen zu, für deren Behinderung Bayer Schering verantwortlich ist. Im vergangenen Jahr haben mehrere Primodos-Opfer an dem 10km-Lauf teilgenommen, den Bayer in Newbury in England ausgerichtet hat. Wir sind diese Distanz mit gelaufen und erreichten das Ziel wegen unserer Einschränkungen nach zwei Stunden. Bayer sorgte dafür, dass die Organisatoren mit den Aufräumarbeiten begannen, ohne auf den Zieleinlauf der behinderten Teilnehmer zu warten. Wenn Sie wollen, können Sie das auf unserer Facebook-Seite über Primodos/Duogynon nachlesen. In diesem Jahr werden wir wieder an dem Lauf teilnehmen und Informationsmaterial an das Publikum und die Medien verteilen.

Meine letzte Frage an Bayer: warum verwenden Sie den Namen Schering nicht mehr? Ist Ihnen der Name peinlich geworden wegen dieses Medikaments und seiner Auswirkungen auf uns Betroffene?

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Flugblätter

CBG Redaktion

Flugblätter der Coordination gegen BAYER-Gefahren zum Downloaden

Anklage: Mord! Duogynon Opfer sind nicht vergessen! (2016)

BAYER-MONSANTO Fusion: Fusion stoppen! (2016)

BAYER-MONSANTO Fusion: Hochzeit des Todes stoppen! (2016)

Gefährliche Pestizide: Glyphosat stoppen! (2015)

angezeigter Text

Plastikmüll im Ozean: Mikroplastik verbieten! (2015)

„...legendär“: Die CBG im Spiegel der Medien (2015)

Keine Pestizide und Genfood durch die Hintertür: TTIP stoppen! (2014)

Blutige Kohle (2013)

Import von GenReis verhindern (2013)

Antibiotika in der Massentierhaltung (2012)

Ausbeutung von Bodenschätzen (2012)

Tödliche Pharma-Studien (2012)

Kampagne Bienensterben (update 2012)

Plünderung natürl. Ressourcen

Umweltverseuchung Thailand (2011)

Risiken von Nanotubes (2011)

Gewerkschaften bei BAYER unter Beschuss (2011)

Keine Zulassung für GenFood! (2010)

Risiken von Kontrazeptiva (2010)

Generika retten Menschenleben

Kohlekraftwerke, Müllverbrennung, Giftgasproduktion: aktuellen Probleme zu BAYER

Dormagen: Keine Erweiterung der Phosgen-Produktion!

Brunsbüttel: Umweltrisiko durch neue Anlagen

Bienensterben durch BAYER-Pestizide

Zur UN-Biodiversitätskonferenz

Gefährliches Pharmamarketing

CO-Pipeline stoppen!

Import von australischem Giftmüll stoppen!

Klima-Emissionen von Bayer

Kampagne gegen Kinderarbeit in Indien

Grundwasser Vergiftung in Südafrika

Proteste Menschenversuche mit Pestiziden (2005)

Proteste gegen die Landesgartenschau in Leverkusen (2005)

Aktiv mit Erfolg - Aktionen der Coordination gegen BAYER-Gefahren (2005)

GenReis von Bayer - Gefahr für asiatische Landwirte (2004)

GenFood - Hände weg von unserer Nahrung (2004)

Bayer auf der Liste der „10 worst corporations“ (2004)

Gentech: Geheimkampagne von Metro, Bayer und Monsanto (2003)

Die Uno im Würgegriff der Konzerne

Vogelsterben durch Bayer-Pestizid (2003)

Aktiv gegen KonzernMacht (2002)

keine Steuergeschenke an Großkonzerne (2002)

Bayer am Pranger - der Lipobay-Skandal (2001)

[Redebeiträge] Hauptversammlung 2016

CBG Redaktion

Kritische Redebeiträge in der Hauptversammlung der BAYER AG am 29. April 2016:

=> Jan Pehrke (CBG): Entlassungen bei BAYER

=> Redebeitrag von Axel Köhler-Schnura

=> Philipp Mimkes (CBG): Steuerflucht und BAYER Propaganda in KITA´s

=> Dr. Jan Salzmann (MEZIS):Risiken von Testosteron-Präparaten

=> Christoph Then (testbiotech): GenSoja von BAYER

=> Christian Schliemann, ECCHR: gefährliche BAYER-Pestizide in Indien

=> Mani Prakash (Anwältin Bombay/Indien), ECCHR: gefährliche BAYER-Pestizide in Indien

=> Helmut Hesse (Gutachter) zur Deponie Dhünnaue (Leverkusen)

=> Corinna Hölzel, BUND: Bienensterben durch Pestizide

=> Andre Sommer: Fehlbildungen durch Duogynon

=> Christin Berndt (Risiko Pille): gefährliche Antibaby-Pillen

=> Stephan Schickentanz: gefährliche Antibaby-Pillen

=> Dieter Donner (BUND): Kritik an CO-Pipeline

=> Dr Gottfried Arnold (Kinderarzt): Kritik an CO-Pipeline

=> Gemma Lopez: Sterilisationspräparat Essure

=> Angelica del Valle: Sterilisationspräparat Essure

=> Michael Slaby (Mellifera): Bienensterben durch Pestizide

=> Annette Seehaus-Arnold (Imkerin): Bienensterben durch Pestizide

=> Christoph Koch, Erwerbsimkerbund: Bienensterben durch Pestizide

=> Sibylle Arians: Risiken von BAYER-Präparaten