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Veröffentliche Beiträge in “News”

[Einigung] Presse-Information CBG vom 27.01.21

CBG Redaktion

CBG fordert BAYER zu einer Einigung mit den 125.000 Geschädigten auf

Eine Glyphosat-Lösung ist überfällig!

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) fordert BAYER auf, die juristischen Auseinandersetzungen um Glyphosat in den USA endlich zu beenden und den 125.000 Geschädigten einen akzeptablen Entschädigungsvorschlag zu unterbreiten. „Seit 2019 sind die Gerichtsprozesse in den USA gestoppt, weil BAYER die Betroffenen außergerichtlich entschädigen wollte. Das ist bis heute nicht geschehen. Immer mehr Kläger sterben an Krebs, ohne Gerechtigkeit, ohne Entschädigung für das erlittene LeidJP1 ! BAYER setzt offensichtlich auf die ‚biologische Lösung’ und hofft darauf, dass möglichst viele Gyphosat-Geschädigte sterben, bevor es zu gerichtlichen Verfahren und Urteilen kommt. Das ist menschenverachtend. Die Prozesse müssen schnellstens wieder anlaufen, der Konzern muss verurteilt und bestraft werden“, so CBG-Geschäftsführer Marius Stelzmann.

Die Schlichtungsgespräche von BAYER mit den AnwältInnen der Betroffenen laufen bereits seit Sommer 2019. Einen Vergleich sollte der Leverkusener Multi eigentlich schon im Juni 2020 präsentieren. Der zuständige Richter Vince Chhabria fand den BAYER-Vorschlag ungenügend und forderte Nachbesserungen bis November 2020. Auch diesen Termin hielt der Konzern nicht ein. Er versucht sich nämlich an dem juristischen Kunststück, das Breitband-Herbizid unter allen Umständen am Markt zu halten, sich aber vor künftigen Prozessen um Gesundheitsschäden zu wappnen. Über die Rechtmäßigkeit der Ansprüche von Neuerkrankten möchte er kein Gericht mehr befinden lassen, sondern ein „unabhängiges Wissenschaftsgremium“. „Dadurch wird diese Entscheidung anstelle von Jury-Verfahren wieder in die Hände sachkundiger Wissenschaftler gegeben“, bekundet der Global Player.

Der für die Glyphosat-Prozesse zuständige Richter Chhabria lehnt es allerdings ab, künftigen Glyphosat-Geschädigten den Rechtsweg zu verbauen. Entsprechend erhöhte er den Druck auf den Konzern, als dieser im November 2020 keine andere Lösung vorlegen konnte. Der Jurist hatte dem Global Player über zwei Jahre lang den Rücken freigehalten und seit Sommer 2019 kein Glyphosat-Verfahren mehr anberaumt, um eine außergerichtliche Einigung zu ermöglichen. Jetzt aber drohte er, das Moratorium aufzuheben. „Ich bin nicht daran interessiert, den Zeitplan für die Entscheidung dieser Fälle so lang zu strecken“, erklärte der Richter.

Chabria hielt Wort und schlug zunächst die Akte „Jaime Alvarez Calderon“ wieder auf. Da der Leverkusener Multi einen Prozess und das damit verbundene mediale Aufsehen vermeiden wollte, bot er einen Vergleich an, den der Anwalt David Diamond auch akzeptierte. Calderon selber erlebte all das allerdings nicht mehr. Er, der über 30 Jahre lang auf Weingütern gearbeitet und dabei Unmengen Glyphosat verspritzt hatte, war seinem Krebsleiden bereits im Dezember 2019 erlegen. Seine Hinterbliebenen hatten für ihn die juristische Auseinandersetzung weitergeführt.

„Der Fall ‚Calderon’ zeigt noch einmal in aller Dringlichkeit, dass und wie BAYER für seine Profite über Leichen geht“, hält Stelzmann abschließend fest.

Pressekontakt:

Jan Pehrke 0211/30 58 49

[Offener Brief] Offener Brief an BAYER und CURRENTA

CBG Redaktion

Katastrophe in Leverkusen

Am 27. Juli ereignete sich im Chem„park“ der CURRENTA in Leverkusen eine gewaltige Explosion. In die Luft gegangen waren mehrere Tanks mit chemischem Sondermüll, unter anderem verschiedene chlorierte wie auch nicht chlorierte Lösungsmittel, die gefährlich dicht beeinander standen.

Bei der Explosion starben sieben Menschen. 31 trugen zum Teil schwere Verletzungen davon. Leverkusen ist „Hochrisiko-Stadt“ (Karl Lauterbach).

Zwar war CURRENTA die Betreiberin des Chem„parks“. Es war aber der BAYER-Konzern, der die Anlagen in ihrer heutigen Form aufbaute – mitsamt der Sicherheitsarchitektur, die sich jetzt als gemeingefährlich erwiesen hat.

Offener Brief

Deswegen verlangt die CBG von CURRENTA und BAYER Antworten auf alle Fragen zur Sicherheit für ArbeiterInnen und AnwohnerInnen, die sich aus der Katastrophe ergeben.

Wir haben zu dem Thema einen offenen Brief an Vorstand, Aufsichtsrat und zuständige Stellen verfasst. Ihr könnt Ihn hier herunterladen.

Presse

Wir haben zum offenen Brief eine Presse-Erklärung verfasst. Ihr findet sie hier.

Unsere andere Presse-Erklärung zum Thema findet Ihr hier.

Spenden

Spätestens nach ein paar Wochen ist das Thema aus der Öffentlichkeit verschwunden. Aber die CBG recherchiert dauerhaft zu Störfällen. Sie dokumentiert und organisiert Widerstand.

Damit wir diese Leistung dauerhaft vollbringen können, brauchen wir Eure Unterstützung. Wenn Euch permanente Überwachung der Chemie-Risiken BAYERs wichtig ist, könnt Ihr hier spenden.

Unterschreibt unsere Forderungen

Die Forderungen unseres offenen Briefes könnt Ihr hier mit Eurer Unterschrift unterstützen:

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[Klimastreik] Klimastreik 2021

CBG Redaktion

Die CBG in Leverkusen

Auch am 19.3.2021 war die Coordination wieder Teil des bundesweiten Klimastreiks der Fridays for Future-Bewegung.

In Leverkusen hieß das Motto „Leere Versprechungen der Politik“. Um diese zu repräsentieren, hatten die Fridays und ihre Mit-AktivistInnen zahlreiche leere Kartons vor dem Rathaus aufgebaut, um die bisher nicht realisierten Versprechen der Politik darzustellen.

Auch die Coordination war mit einem Karton vertreten: Dem „Glyphosat-Ausstieg“. Denn hierbei handelt es sich um eine besondere Mogelpackung: Bereits Mitte April 2018 hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ihre Strategie zur Minimierung der Verwendung glyphosat-haltiger Pestizide vorgestellt. Liefern wollte sie bis 2020, doch geschehen ist bisher noch nichts. Sogar im Koalitionsvertrag ist die Reduzierung verankert.

Dennoch ist der Klima-Killer immer noch auf dem Markt. Seine Produktion frisst Unmengen von Strom. Um das Glyphosat-Vorprodukt Phosphor aus dem Sediment-Gestein Phosphorit zu gewinnen, muss der Ofen am US-amerikanischen BAYER-Standort Soda Springs auf eine Betriebstemperatur von 1500° Grad kommen.

Presse-Erklärung

Unsere Presseerklärung mit Details zu BAYERs Klimabilanz findet Ihr hier.

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