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Beitrag veröffentlicht im “Tag: 1. Januar 2000

[Unterschriften] CO2 in Kunststoffproduktion

CBG Redaktion

Hiermit unterstütze ich die Forderungen:

=> drastische Reduzierung des Kunststoffverbrauchs
=> öffentliche Förderung für wirklich nachhaltige Verfahren

[contact-form-7 id="13930" title="generisch kontakt"]

[Dream Production] Präsentation der Agentur Ketchum Pleon

CBG Redaktion

„Initiative Dream Production“

Econ Awards 2012 - PR-Aktivitäten

Bayer, Leverkusen

Steckbrief:
PR-Bereich Projektkommunikation
Anlass / Thema Initiative „Dream Production“
Zielgruppe Interessierte Öffentlichkeit; interessierte Mitarbeiter von Bayer; die Politik, speziell das BMBF und Regierungsvertreter auf Landesebene (NRW); Geschäftspartner sowie Aktionäre; Hochschulen und die wissenschaftliche Gemeinschaft
Ziele der Aktion Es sollte ein umfassender Stakeholder-Dialog initiiert werden; insbesondere sollte „Dream Production“ gegenüber der Politik, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Öffentlichkeit als Musterbeispiel für ein nachhaltiges Projekt kommuniziert werden, das ökonomische und ökologische Anforderungen in Einklang bringt
Ergebnis (Erreichte Ziele) Die Ergebnisse der Kampagne waren durchweg positiv; über das Projekt „Dream Production“ wurde in nahezu allen großen deutschen Zeitungen, Magazinen, Fernseh- und Radiosendungen auffallend berichtet; deutscher Nachhaltigkeitspreis 2011 (dritter Platz) und insgesamt 4,5 Mio. Euro Förderung vom BMBF
Evaluation / Controlling Die Wirkung der Kommunikationsmaßnahmen wurde durch ein umfangreiches Media Monitoring von Juni 2010 bis Juli 2011, welches eine ganzheitliche 360°-Beobachtung und Analyse aller klassischen wie modernen Medien beinhaltete und eine anschließende Medienresonanzanalyse überprüft
Veranstaltungsumfang / Maßnahmen Presseleitmeldungen, Filme, Ausrichtung von Pressekonferenzen und Keynote-Reden, Erstellung von Infomercials: www.hyperraum.tv/2011/06/23/dream-production-abgas-wird-zum-rohstoff , Medienevents, Beiträge in Publikums- und Fachzeitschriften
Begleitmaterial Online Widget: www.magazin.app.bayer.de/magazin/current/de/regular-story-3.html




Zeitrahmen März 2010 bis Oktober 2011
Dauer der Aktion Mai 2010 bis August 2011
Beobachtungszeitraum Juni 2010 bis Juli 2011
Kommunikationskanäle Print, Radio, Online, Pressekonferenzen, Keynote Reden und Medienevents wie z.B. die Eröffnung der Pilotfabrik im Chempark Leverkusen
Zielmedien Online, Print, TV und Hörfunk
Anzahl der Print-Artikel 28
Gesamtauflage Print 4 Mio.
Anzahl der TV-Beiträge 4
Zuschaueranzahl TV 2 Mio.
Anzahl der Hörfunkbeiträge 8
Höreranzahl 3 Mio.
Anzahl der Artikel Online 180
Seitenaufrufe Online (Page Impressions) 23 Mio.
Medienschwerpunkt Erschienen in diversen Publikums- und Fachmedien
Konzeption Ketchum Pleon GmbH, Düsseldorf
Unternehmensprofil:
Branche Chemisch-pharmazeutische Industrie
Unternehmensform AG
Vorstandsvorsitz Dr. Marijn Dekkers
Geschäftsführung Dr. Marijn Dekkers
Eigenkapital EUR 19.271,0 Mio.
Umsatz EUR 36.528,0 Mio.
Bilanzsumme EUR 52.765,0 Mio.
Dividende/Aktie EUR 1,65
Ergebnis/Aktie EUR 2,99
Anzahl Standorte (national) Mehr als 10
Mitarbeiter (national) Mehr als 30.000
Gründungsjahr 1863
Stand Finanzkennzahlen 28. Februar 2012

[BAYER HV 2016] Hauptversammlung 2016

CBG Redaktion

Jetzt Mitmachen: Protestaktion zur BAYER-Hauptversammlung

=> Samstag 23. April, 14.00 Uhr, Alte Feuerwache Köln (Raum 4, Steigeturm)

Seit 35 Jahren steht die Hauptversammlung der BAYER AG im Zeichen heftiger Proteste. Zusammen mit Umweltorganisationen und Geschädigten prangert die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) die Schattenseiten der Konzern-Profite an. Schwerpunkte in diesem Jahr sind die Steuerflucht multinationaler Unternehmen, der Verkauf von gentechnisch verändertem Saatgut, das Marketing von BAYER in Schulen und Kindergärten sowie gefährliche BAYER-Pestizide.

Bei der Protestaktion benötigen wir Unterstützung! Jede/r kann mitmachen. Wir brauchen Hilfe beim Verteilen von Flugblättern, Fotografieren, Öffentlichkeitsarbeit, der Verlesung der Reden, Übersetzungen etc.

Alle InteressentInnen laden wir zu zwei Vorbereitungstreffen in Köln ein. Es nehmen Axel Köhler-Schnura und Philipp Mimkes vom Vorstand der CBG sowie weitere AktivistInnen teil.

Samstag, 2. + 23. April, 14.00 Uhr
Alte Feuerwache, Melchiorstr. 3, Köln
Eintritt frei

Die Aktionen zur Hauptversammlung finden am Freitag, 29. April ab 8.00 Uhr vor und in den Kölner Messehallen statt (Eingang Messehalle Nord).

Wer nicht zum Vorbereitungstreffen kommen kann, aber an den Aktionen teilnehmen möchte, bitte melden (mit vollständiger Postanschrift).

Für Umweltschutz und sichere Arbeitsplätze bei BAYER – weltweit! Für umwelt- und menschenverträgliche Produkte und Arbeitsplätze.

Neben ehrenamtlicher Hilfe brauchen wir für die Aktionen Geld. Spenden bitte an:
EthikBank 31 99 991
BLZ 830 944 95
IBAN (International Bank Account Number): DE94 830 944 95 000 31 99 991
BIC (Bank International Code): GENODEF1ETK
Online-Spenden aus dem In- und Ausland sind über PayPal auf unserer Internetseite möglich (www.cbgnetwork.org).

[BAYER HV 2016] Hauptversammlung 2016

CBG Redaktion

14. März 2016

BAYER-Hauptversammlung am 29. April 2016

Gegenantrag: Der Aufsichtsrat wird nicht entlastet

Die BAYER AG verschiebt ihre Gewinne systematisch in Niedrigsteuer-Länder. Trotz Rekordgewinnen zahlte der Konzern daher in Deutschland jahrelang keine Gewerbe- und Körperschaftssteuern. Das Steuerdumping multinationaler Firmen führt dazu, dass die Finanzierung der öffentlichen Haushalte immer mehr der lohnabhängigen Bevölkerung aufgebürdet wird.

Der BAYER-Konzern hat sein Eigenkapital zu großen Teilen nach Benelux verschoben. So entfallen auf die holländische Bayer Global Investments 12,2 Milliarden Euro, auf Bayer World Investments (ebenfalls Holland) 14 Milliarden und auf Bayer Antwerpen 11,4 Milliarden. Verantwortlich hierfür sind die unsozialen Steuergeschenke für internationale Konzerne: so gewährt Belgien Zinszahlungen auf das Eigenkapital, wodurch fiktive Zinsen steuerlich geltend gemacht werden können und nur minimale Steuern auf den Gewinn anfallen.

Um in den Genuss der Sonder-Konditionen zu kommen, konzentrierte BAYER auch das firmeninterne Bank-Wesen in Belgien. So gewährte allein BAYER Antwerpen im Jahr 2014 anderen Konzern-Töchtern Kredite in Höhe von 13,4 Milliarden Euro. Die hierauf berechneten Zinsen mindern in Ländern wie Deutschland oder den USA die Steuern, werden in Belgien jedoch kaum versteuert – der Steuersatz liegt teilweise bei weniger als 5 %. Ein Sprecher des Konzerns erklärte hierzu lapidar: „BAYER nutzt wie einige andere Unternehmen das günstige makrowirtschaftliche Klima in Belgien, das durch den Abzug für Risikokapital geschaffen wurde“.

Die Briefkasten-Firmen Bayer World Investments und Bayer Global Investments halten Anteile an rund einem Fünftel aller 350 Tochtergesellschaften. Hierdurch werden die Voraussetzungen für BAYER-interne Verrechnungen und Lizenzierungen geschaffen, die ebenfalls die Steuern mindern. Das fortgesetzte Steuerdumping wurde jüngst sogar der EU-Kommission zu bunt: Anfang Januar erklärte sie die belgischen Steuer-Schlupflöcher für illegal und forderte Nachzahlungen von 35 transnationale Firmen in Höhe von insgesamt 700 Millionen Euro.

Die Stadt Leverkusen, immerhin Sitz eines der wertvollsten Dax-Unternehmen, verliert hierdurch ihre Existenzgrundlage. Die Stadt befindet sich in der Haushaltssicherung und muss strenge Spar-Vorgaben des Landes NRW erfüllen. Zudem gehört die Kommune dem „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ an; der Steuerzahler muss sie also mit den dringend benötigten finanziellen Mitteln versorgen.
Der Leverkusener Stadtkämmerer Frank Stein äußerte sich zu der Notlage im Stadtrat: „Die für die Stadt Leverkusen verhängnisvollen Defizite des Steuersystems sind Ergebnis einer seit gut 25 Jahren fortgesetzten verfehlten Steuergesetzgebung“. Trotz des Rekordgewinns bei BAYER verbuchte Stein mit weniger als 30 Millionen Euro ein „Allzeittief“ bei den Gewerbesteuern. Diese Entwicklung treffe zwar alle Städte, hätte aber „spezifische Leverkusener Aspekte“, so Stein. „Den industriellen Kern (...) gibt es nach wie vor, und er ist nach wie vor ein Ort großer Wertschöpfung. Aber aus betriebswirtschaftlichen und steuersystematischen Gründen, die im Einzelnen detailliert zu erörtern einen Verstoß gegen das Steuergeheimnis bedeuten würde, korrespondiert diese Wertschöpfung nicht mehr mit einer entsprechenden Steuerstärke der Stadt“. Wegen der Finanznot muss Leverkusen im Sozial- und Kulturbereich drastisch sparen. Aktuell steht das Museum Morsbroich vor der Schließung. Auch der Zuschuss für die städtischen Musikschulen soll stark reduziert werden.

Der sozialdemokratische Bürgermeister Uwe Richrath ging BAYER im Wahlkampf frontal an: die Weltfirma beteilige sich in Leverkusen „sehr wenig“ am lokalen Gewerbesteuer-Aufkommen. NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans kritisierte, dass „eine Stadt wie Leverkusen mit der Weltmarke BAYER aus dem Stärkungspakt gestützt werden muss – das glaubt erst mal keiner“. Walter-Borjans fordert: „Erst recht in Zeiten schwieriger Haushaltslagen können wir es uns nicht leisten, dass sich Unternehmen systematisch davor drücken, ihren Anteil an der Finanzierung des Gemeinwesens zu leisten“.

Derweil ist sich BAYER nicht mal zu schade, steuerrelevante Abteilungen in die „rheinische Steuer-Oase“ Monheim zu verlagern. Die nördlich an Leverkusen grenzende Stadt hatte im Jahr 2012 den Gewerbesteuer-Hebesatz drastisch gesenkt. Wenige Monate später verlagerte BAYER seine Patentabteilung nach Monheim. Kurz zuvor waren die Patentrechte eigens in die neu gegründete Bayer Intellectual Property GmbH ausgegliedert worden. Allein durch dieses Manöver verringerte BAYER die jährlichen Steuerzahlungen um rund 10 Millionen Euro.

Die Steuertricks internationaler Konzerne kosten die Allgemeinheit jährlich viele Milliarden Euro. Der Aufsichtsrat toleriert das gemeinschädliche Steuerdumping von BAYER. Ihm ist daher die Entlastung zu verweigern.

Um Mitteilung dieser Gegenanträge sowie der Begründungen bitten wir gemäß §§ 125, 126 AktG. Die Aktionärinnen und Aktionäre werden gebeten, ihre Stimmrechte der Coordination gegen BAYER-Gefahren zu übertragen.
Vorstand der Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V.

[BAYER HV 2016] Hauptversammlung 2016

CBG Redaktion

14. März 2016

BAYER-Hauptversammlung am 29. April 2016

Gegenantrag: Der Vorstand wird nicht entlastet

Seit langem hat BAYER staatliche Bildungseinrichtungen im Visier. Der Konzern erstellt Unterrichtsmaterialien, schickt rollende Chemie-Labore durchs Land und sponsert Schulen. Die BAYER-Tochter CURRENTA geht nun einen Schritt weiter: an den Werks-Standorten wird ein eigens erstelltes „Wimmelbuch“ an Kindergärten verschenkt. Ein eklatanter Angriff auf die Köpfe der Kleinsten.

Große Firmen nehmen vermehrt Kinder und Jugendliche ins Visier. So betreibt BAYER ein rollendes Chemie-Labor, um bei Jugendlichen „die Attraktivität des Fachgebietes zu erhöhen“. Zudem bietet BAYER kostenlose Lehrerfortbildungen und Un-terrichtsmaterialien an, insbesondere zu umstrittenen Themen wie Bienensterben oder Gentechnik. An die Schulen in der Nähe seiner Werke verteilt der Konzern jährlich etwa eine halbe Million Euro.

Die BAYER-Tochterfirma CURRENTA geht nun einen Schritt weiter und weitet ihr Marketing auf Kleinkinder aus. Die Firma beauftragte hierfür einen Illustrator mit der Erstellung eines „Wimmelbuchs“. Dieses zeigt das „fröhliche Treiben“ in einer Che-mie-Fabrik: Kranfahrer, Taucher, Besucher aus aller Welt, Clowns und bunte Luftbal-lons. CURRENTA verteilt das Wimmelbuch derzeit im Umfeld der Werke Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen, unter anderem wurde das Buch zu Weihnachten in Kindergärten verschenkt. Schon in den vergangenen Jahren hatte CURRENTA in der Nachbarschaft der BAYER-Fabriken Projekte für Grundschüler durchgeführt.

Die Beispiele zeigen, dass Kinder nirgendwo mehr vor der Einflussnahme von Unter-nehmen sicher sind. Insbesondere Kleinkinder können die Risiken chemischer Anlagen jedoch nicht einordnen und sind gegenüber der Konzern-Propaganda wehrlos.

Zu kritisieren ist neben BAYER auch die Stadt Leverkusen. Eine Vertreterin des Kon-zerns hatte das Wimmelbuch in einer städtischen Kita präsentieren dürfen – assistiert von Marc Adomat, dem Leverkusener Bildungsdezernent. Die Stadt übernimmt über das Kommunale Bildungsbüro sogar den Vertrieb des Buchs.

Norbert Hocke, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, kritisiert das Marketing von BAYER: „Das Buch hat in der Kita nichts zu suchen. Es ist dringend geboten, dass wir Regelungen für den Umgang mit Werbung bekommen“. Gerade in Hinblick auf aktuelle Ergebnisse der Hirnforschung sieht er die Propaganda von BAYER kritisch: „Im Alter von null bis sechs Jahren müssen wir besonders aufpassen. Die häufige Wiederholung der Firmenlogos bleibt ein Leben lang in den Köp-fen. Später wundert man sich und jammert, wenn die Kinder so auf Marken fixiert sind“, so Hocke gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Auch der Landschaftsverband Rheinland (LVR), zuständig für die Betriebserlaubnis von Kindertageseinrichtungen, „steht dem Versuch einer direkten oder indirekten Einflussnahme von Unternehmen in Kindertagesstätten kritisch gegenüber“.

Bundesweit ist zu beobachten, dass Bildungseinrichtungen immer mehr für die Mei-nungsmache einzelner Interessengruppen instrumentalisiert werden. Dienstleister wie die Deutsche Schulmarketing Agentur, die nach eigener Aussage „die wirtschaftlichen Interessen werbetreibender Unternehmen mit dem pädagogischen Bildungsauftrag in Einklang bringen“ wollen, propagieren unverblümt die Kommerzialisierung der Lehrin-halte. Werte wie eine eigenständige Meinungsbildung oder Kritikfähigkeit werden da-durch untergraben.

BAYER strebt hierdurch die Beeinflussung möglichst großer Teile der Gesellschaft bei sensiblen Fragen wie dem Einsatz von Pestiziden oder der Gentechnik an. Thimo Schmitt-Lord von der BAYER Science & Education Foundation räumt denn auch offen ein, dass BAYER keine altruistischen Motive umtreiben: „Ich muss gestehen, wir för-dern die Schulen nicht ganz uneigennützig. Wir sehen das als langfristige Investition“.

Es ist ein Skandal, dass CURRENTA und BAYER den Schutzraum Kindergarten derart verletzen. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert ein wirksames Verbot jeglicher Werbung in Bildungseinrichtungen. Dem BAYER-Vorstand, der die Propaganda in Schulen und Kindergärten zu verantworten hat, ist die Entlastung zu verweigern.

BASF Leuna

CBG Redaktion

3. März 2016

100 Jahre BASF-Werk Leuna:

Merkel erinnert an Verantwortung für Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit

Zum 100. Geburtstag des Werks Leuna erinnerte Kanzlerin Merkel heute an die Verantwortung der Chemie-Industrie für Rüstungsproduktion und Zwangsarbeiter. Der Chemiestandort war im Ersten Weltkrieg von der BASF gegründet worden. Merkel erinnerte bei dem Festakt daran, dass damals die Schlacht um Verdun tobte und Sprengstoffe benötigt wurden. Auch dürften die Zwangsarbeiter in der Zeit des Nationalsozialismus nicht vergessen werden: Tausende hätten im Zweiten Weltkrieg unter fürchterlichen Bedingungen die Produktion aufrechterhalten müssen, andere seien ermordet worden. „Es bleibt unsere Pflicht, daran zu erinnern“, sagte Merkel.

Bei ihren Besuchen zu den 150. Geburtstagen von BAYER (2013) und BASF (2015) war Merkel auf die Schattenseiten der Konzern-Historien nicht eingegangen. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) hatte genau dies in einem Brief an die Kanzlerin gefordert.

Die CBG kritisiert jedoch die Aussage der Kanzlerin, wonach die Chemie-Industrie „bei der Bekämpfung des globalen Hungers eine zentrale Rolle“ spiele. Hierzu Philipp Mimkes vom Vorstand der CBG: „Das von BASF, BAYER und Co. propagierte Modell der industrialisierten Landwirtschaft ist gescheitert. Es führt zu einem erhöhten Ausstoß von Klimagasen, dem Verlust fruchtbarer Böden sowie einer verringerten Biodiversität. Hunger ist in den meisten Fällen eine Folge von Armut und sozialer Ungerechtigkeit. Die Kanzlerin sollte an dieser Stelle nicht die gebrochenen Versprechungen der Konzerne nachbeten.“

Xarelto

CBG Redaktion

[Unterschriften] Steuerflucht stoppen!

CBG Redaktion

Hiermit fordere ich eine Beendigung der Steuerflucht multinationaler Konzerne. Hierfür benötigen wir die EU-weite Einführung einer länderspezifischen Berichterstattung („country by country reporting“), ein EU-weit einheitliches System zur Körperschaftssteuer-Bemessung und ein öffentlich einsehbares Steuer-Register.

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[Unterschriften] Glyphosat stoppen!

CBG Redaktion

Der Einsatz von Glyphosat kann zu schweren Umwelt- und Gesundheitsschäden führen. Ich fordere daher ein weltweites Verbot.

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[FSA] Fake-Werbung

CBG Redaktion

11 September 2015

Betreff: Beanstandung Bayer AG/Postings

Sehr geehrter Herr Roemhild,

Sie hatten mir per Post im Frühjahr des Jahres die offizielle Einstellung des Verfahrens meiner Beanstandung der Bayer AG aus formalen Gründen mitgeteilt, weil Beanstandungen, die Vorgänge betreffen, die länger als ein Jahr zurückliegen, nicht behandelt werden. Inzwischen hat, wie der PM der CBG vom 10.9. zu entnehmen ist, der Österreichische Ethik-Rat für Public Relations eine Rüge gegen den Pharmakonzern BAYER und sechs weitere Unternehmen „wegen planmäßiger Täuschung von Userinnen und Usern in großem Stil durch gefälschte Postings“ ausgesprochen (s.u.). Da die Sachverhalte erst im November 2014 vom österreichischen Monatsmagazin „Datum“ aufgedeckt wurden, konnte meine Beschwerde an die Schiedsstelle der FSA, die ich im Dezember 2014 eingereicht habe, gar nicht eher erfolgen.

Die Regelungen der freiwilligen Selbstkontrolle erweisen sich m. E. als zahnloser Tiger, wie auch dieses Beispiel zeigt - und das ist vermutlich auch so gewollt. Das Problem liegt im System: Transparency International spricht von der strukturellen im System angelegten Korruption im deutschen Gesundheitswesen und die Strafzahlungen in den USA gegen fast alle großen Pharmaunternehmen in zweistelliger $ Milliarden Höhe sind ein weiterer Beleg dafür. Das ließe sich wohl nur durch eine Gesetzgebung lösen, die ein solches Verhalten wirkungsvoll sanktioniert. Ich sage das nicht mit Genugtuung, sondern mit großem Bedauern und einer gewissen Resignation.

Dennoch würde mich interessieren, wie Sie bzw. die Schiedsstelle den Vorgang unabhängig von der formalen Verjährung inhaltlich in Bezug auf ihre Statuten bewertet unabhängig vom Aspekt der formalen Verjährung?
Diese mail geht in cc an Philipp Mimkes von der CGB.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dieter Lehmkuhl
13467 Berlin

Von: Juergen Roemhild
An: Dieter Lehmkuhl
Datum: 29. März 2015 14:51:59 MESZ
Betreff: AW: Beanstandung Bayer AG/Postings

Sehr geehrter Herr Dr. Lehmkuhl,

der Sachverhalt ist so weit geklärt, dass die Sache demnächst entschieden werden wird. Dabei wird der Vortrag von Bayer, die Zusammenarbeit mit der Agentur sei seitens Bayer Austria schon 2007 beendet worden, relevant sein. Die Schiedsstelle wird die Beanstandung aus diesem Grund voraussichtlich nicht weiter verfolgen können, denn die Verfahrensordnung des FSA sieht in § 4 Abs. 2 vor:

Beanstandungen, die Vorgänge betreffen, die länger als ein Jahr zurückliegen, werden nicht behandelt.
http://www.fsa-pharma.de/schiedsstelle/verfahrensordnung/

  • c196

Im vorliegenden Fall trägt Bayer vor, die Zusammenarbeit mit der Agentur sei seitens Bayer Austria schon 2007 beendet worden (vgl. meine mail vom 5.12.2014). Auch aus der Pressemitteilung vom 12. November 2014, auf die Sie sich bezogen haben, ergibt sich nichts Gegenteiliges.

Falls Ihnen zu diesem Punkt weitere Informationen vorliegen, lassen Sie es mich bitte wissen.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Römhild

[EFSA] Bienensterben

CBG Redaktion

Die europäische Aufsichtsbehörde EFSA bestätigt erneut, dass die BAYER-Pestizide Imidacloprid und Clothianidin Bienen schädigen. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert schon seit 1997 (!) ein Verbot von Neonicotinoiden.

Neonikotinoide: Risiko für Bienen durch Spritzanwendung zur Blattbehandlung bestätigt

EFSA, 26 August 2015 -- Die EFSA bestätigt, dass die Spritzanwendung von neonikotinoidhaltigen Pflanzenschutzmitteln zur Blattbehandlung ein Risiko für Bienen darstellt. Die Behörde hat Bewertungen der für Bienen bestehenden Risiken durch Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam veröffentlicht und berücksichtigte dabei alle Anwendungen mit Ausnahme von Saatgut-Behandlungen und Granulat. In den Fällen, in denen die Bewertung abgeschlossen werden konnte, wurden entweder hohe Risiken ermittelt oder konnten nicht ausgeschlossen werden. In den übrigen Fällen konnte die Risikobewertung aufgrund lückenhafter Daten nicht abgeschlossen werden.
Die Schlussfolgerungen entsprechen jenen, zu denen die EFSA vor zwei Jahren gelangte, als sie die von den drei Substanzen ausgehenden Risiken für Bienen durch den Einsatz zur Saatgutbehandlung bzw. als Granulat bewertete. Die Europäische Kommission ersuchte die EFSA um die Bewertung aller sonstigen Anwendungen, nachdem sie im Jahr 2013 strengere Auflagen für den Einsatz von Neonikotinoiden verordnet hatte.
Die Verwendung der drei Substanzen zur Saatgut- oder Boden-Behandlung ist derzeit bei Kulturpflanzen, die von Bienen beflogen werden, sowie bei Getreide außer Wintergetreide nicht zulässig; ausgenommen sind Anwendungen im Gewächshaus. Der Einsatz der Substanzen zur Blattbehandlung bei Kulturpflanzen, die von Bienen beflogen werden, sowie bei Getreide ist – außer in Gewächshäusern oder nach der Blüte – verboten.

Weitere Schritte
Bei Einführung der Auflagen erklärte die Kommission, dass sie innerhalb von zwei Jahren eine Auswertung etwaiger neuer wissenschaftlicher Informationen zu den Risiken für Bienen durch den Einsatz der drei Neonikotinoide zur Saatgutbehandlung und als Granulat in die Wege leiten würde.
Im Rahmen dieses Prozesses hat die EFSA nationale Behörden, Forschungseinrichtungen, Industrie und sonstige interessierte Kreise aufgerufen, einschlägige neue Informationen einzureichen.
Sämtliche Informationen sollten bis zum 30. September 2015 vorliegen. Nach Erhalt eines weiteren diesbezüglichen Mandats der Europäischen Kommission wird die EFSA dann das Material auswerten und Schlussfolgerungen im Hinblick auf eine aktualisierte Risikobewertung formulieren.

[OVG Münster] Hochschulkooperationen

CBG Redaktion

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat am 18. August 2015 die Berufung der Coordination gegen BAYER-Gefahren auf Einsichtnahme in den Kooperationsvertrag der Uni Köln mit BAYER zurückgewiesen. Bitte lesen Sie hierzu:

=> Stellungnahme der CBG: „Informationsfreiheits-Gesetz erweitern“

=> SPIEGEL: Uni Köln und Bayer dürfen Vertrag geheim halten

=> Überraschung: Kooperation von Uni und BAYER beendet

=> NRW blickt durch: „Bayer-Urteil schreit nach Transparenzgesetz“

=> Ankündigung der CBG zum Prozess

=> Urteil des OVG: Kritik der Piraten an Landesregierung

=> Bundesverwaltungsgericht stärkt IFG

=> taz: Forschungsfreiheit vor Transparenz

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[Unterschriften] GenSoja

CBG Redaktion

Der Einsatz von GenSoja führt zu riesigen Umwelt- und Gesundheitsschäden.

Ich fordere ein Verbot der giftigen Herbizide Glyphosat und Glufosinat und ein Verkaufs-Stopp von GenSoja.

[contact-form-7 id="13930" title="generisch kontakt"]
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[BMS Ausgliederung] Unterschriften

CBG Redaktion

Ich fordere eine Sicherung der Arbeitsplätze bei BMS sowie eine Gleichbehandlung der Belegschaften im In- und Ausland.

[contact-form-7 id="13930" title="generisch kontakt"]

[Lev Anzeiger] Carl Duisberg

CBG Redaktion

5. März 2015; Leverkusener Anzeiger

Erster Weltkrieg

Ungehorsame Arbeiter in den Tod geschickt

Der Leverkusener Unternehmer Carl Duisberg handelte im ersten Weltkrieg sehr umstritten. Zunächst Gegner, wurde Duisberg bald zur prägenden Figur bei der Kriegsproduktion. Seine Firma regierte er nicht selten mit harter Hand. Von Frank Weiffen

Schon die Ankündigung des Vortrages machte die ewige Brisanz des Themas deutlich: Carl Duisberg (1863-1935), der frühere Generaldirektor der Farbenfabrik Elberfeld als Vorläufer der heutigen Bayer AG, sei Zeit seines Lebens eine „schillernde Leverkusener Persönlichkeit“ gewesen. Weitreichenden Einfluss habe er gehabt auf Wirtschaft, Gesellschaft und Politik im Deutschen Reich. Und allein diese drei Wörter – „Persönlichkeit“, „Einfluss“, „Politik“ – lassen in Verbindung mit der Zeit, in der Duisberg aktiv war, erahnen, dass der gebürtige Wuppertaler, der stets liebevoll von seiner „Tochter Leverkusen“ sprach, auch während des Ersten Weltkrieges seine Spuren hinterlassen haben muss. Die Historikerin Kordula Kühlem deckte diese Spuren jetzt im Forum mit ihrem Vortrag „Carl Duisberg, Bayer und der Erste Weltkrieg“ auf.

Beweise für verwerfliche Taten
Kühlem ist Expertin auf dem Gebiet: Sie gab vor drei Jahren die bereits heute als Referenzwerk zur Duisberg- und Bayer-Geschichte geltende Sammlung „Carl Duisberg – Briefe eines Industriellen“ heraus: Ein fast 800 Seiten dickes Kompendium von Dokumenten der Korrespondenz zwischen Geschäftspartnern, Politikern, Freuden auf der einen und dem Großindustriellen auf der anderen Seite. Duisberg legte einst den Grundstein für das Bayerwerk und den heutigen Chempark. Außerdem sorgte er dafür, dass die Ansammlung von Orten, die 1930 zu Leverkusen wurden, rasch einen internationalen Ruf erlangte.
Der Aufhänger für Kühlems Vortrag war zum einen eine aktuelle Ausstellung zum Thema im Opladener Geschichtsvereins. Zum anderen die immer wieder aufkeimenden Diskussionen um nach Duisberg benannte Straßen (Leverkusen) und Häuser (Marburg), die seit Jahrzehnten von Personen angefacht werden, die Duisberg verwerfliche Taten während des Ersten Weltkriegs vorwerfen. Und Kühlem führte deren Argumente mitnichten ad absurdum, sondern legte dar, dass sie – über die unzweifelhaften und bis heute gültigen Verdienste Duisbergs für eine ganze Region hinaus – ihre Berechtigung haben.
Nach ihren Recherchen zu urteilen sprach sich Duisberg zwar anfangs gegen den Krieg aus, den er von den Gegnern des Deutschen Reiches aus „purem Neid“ heraus losgetreten sah. Er arrangierte sich aber im Laufe der Zeit auch mit der Situation und wurde eine prägende Figur bei der Kriegsproduktion. In seinem Werk wurden unter anderem Sprengstoff und synthetisches Gummi für Kriegsmaschinen hergestellt. Duisberg erhielt Einlass in die wichtigen Zirkel der Kriegspolitik. Und er beteiligte sich als ein Vorreiter an der Entwicklung, Herstellung und Erprobung von chemischen Kampfmitteln.
Diese sah er als Zukunft der Kriegsführung gegenüber dem veralteten Gebrauch von Schusswaffen an. Zudem regierte Duisberg in seiner Firma nicht selten mit harter Hand: Er untersagte Demonstrationen und schickte nach Angaben Kühlems unbeugsame und ungehorsame Arbeiter in den sicheren Tod, indem er ihren Einzug zum an der Front kämpfenden Heer forcierte.

Kriegslazarett im Werk
Gleichzeitig aber war Duisbergs Selbstverständnis als Unternehmer auch geprägt von den sozialen Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber. So wurden unter seiner Führung die Lebensbedingungen der Arbeiter in seiner Firma stark verbessert. Während des Krieges bestand Duisberg zudem darauf, in seinem Werk ein Kriegslazarett einzurichten: Er war überzeugt davon, dass ein Haus mit einer Rot-Kreuz-Fahne auf dem Dach feindliche Bomber davon abhalten würde, die Stadt und das Werk anzugreifen.
Am Ende von Kühlems Vortrag stand das detailliert gezeichnete und jede Seite des Menschen Duisberg wiedergebende Bild eines Mannes, der einerseits durchaus als „schillernde Persönlichkeit“ bezeichnet werden darf und muss – der andererseits aber auch zurecht umstrittener ist, als es manch einer wahrhaben will.

ausführliche Informationen zu Carl Duisberg

[Markus Baermann] Hauptversammlung 2015

CBG Redaktion

Sehr geehrter Vorstand,
sehr geehrter Aufsichtsrat,
meine sehr geehrten Damen und Herrn Mitaktionäre.

Mein Name ist Markus Bärmann, ich bin 50 Jahre alt, Berufsimker und Jäger und lebe mit den Bienen und der Jagd seit ich 7 Jahre alt bin.
Ich spreche nun zum zweiten Mal hier vor Ihnen, im Namen der Bienen und allen anderen Insekten, ja sogar im Namen der gesamten Fauna und Flora. Bienen sehe ich als Wächter derer, Aktionäre als positive Nutzer jener.

Dieses Frühjahr war bei den Bienen vieles anders. Soviel anders wie ich es seit zwanzig Jahren nicht mehr erlebt habe! Endlich wieder Insekten in der Luft und am Boden.

Warum nur? Ich sage nur das eine Wort: Neonics!
Denn sie sind in Massen aus der Landschaft verschwunden!

Endlich wieder finden Spinnen, Lerchen, Rebhühner, Eidechsen und Konsorten wieder genügend Nahrung um ihre Brut groß zu ziehen. Endlich klagten die Landwirte nicht mehr über den Rapsglanzkäfer, denn er war kaum zu finden.

Warum nur?
Was war geschehen?
Hatten wir seit zwanzig Jahren endlich mal wieder „gutes Wetter“ im Frühjahr?
Ich sage schon wieder das eine Wort: Neonics!

Kennen sie den Schlag der Wachtel meine sehr verehrten Aktionäre? Vielleicht kennen Ihn wenige. Ich jedenfalls habe ihn dieses Frühjahr endlich wieder vernommen. Störche in Gegend und auf Wiesen wo er seit Jahrzehnten nicht mehr zu finden war, gesichtet. Frösche und Amphibien sind zu finden, dort wo sie schon als ausgestorben galten!

Wo kommen sie her? Ich sage zum wiederholten Male Neonics!

Meine Bienen starben nicht an Varrose, denn die Akarizide von Bayer wirken! Es muss was anderes gewesen sein was in den letzten Jahrzehnten meine Bienen den Stock nicht mehr finden ließ.
Ich sage Neonics!

Endlich wurden die Bienen im Frühjahr stärker und stärker! Wissen sie warum?! Ich kenne das eine Wort!
Neonics!

Endlich kamen die Bienen nicht mehr wirr und orientierungslos aus dem Raps nach Hause! Wissen sie warum? Ach ja. Neonics war das Wort!

Neonics…..mhhmmmm Neonics…..was war da noch? Was war denn da? Ach ja! Jetzt fällte es mir wieder ein! Sie sind verboten worden!

Herr Dekkers, bitte beantworten sie mir folgende Fragen, falls sie dazu in der Lage sind: Welche neuen Mittel stehen vor oder in der Zulassung, um das Wegbrechen des Marktes bei Beizmittel zu verhindern?
Sind diese neuen Mittel fettlöslich?
Wer untersucht oder untersuchte diese neuen Mittel.
Herr Dekkers: Mit welchen Mitteln und Zusätzen wurden der Mais und der Raps 2007 gebeizt für die Saat 2007 und 2008? Vollständige Angaben bitte!
Herr Dekkers: Mit welchen Mitteln das Getreide 2009?
Welche Mittel unserer Firma werden für die Reduzierung der Kirschessigfliege eingesetzt werden Herr Dekkers?
Welche Umsätze sind zu erwarten?

Vielen Dank meine Damen und Herren Aktionäre und Aufsichtsrat! Lassen sie uns weiter daran arbeiten dass „ unsere Firma“ die Zeichen der Zeit richtig deutet und damit unsere Aktien auch unseren Kindeskindern noch Ertrag bringen.
Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

[Christoph Koch] Hauptversammlung 2015

CBG Redaktion

Sind die Neonics nun doch Schuld am Bienensterben?

Sehr geehrter Vorstand,
sehr geehrter Aufsichtsrat,
meine sehr geehrten Damen und Herrn Aktionäre,

mein Name ist Christoph Koch und ich spreche nun schon zum 7ten Mal zu ihnen im Namen des deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes und der EU-weiten Imkervertretung dem EPBA.
Ich stehe hier wegen dem Bienenschutz mit Fragen an den Vorstand.

Es geht um BAYER Produkte wie z.B. PONCHO oder SONIDO auch Neonics genannt!
Alle meine bisherigen Fragen finden sie auch ganz leicht im Internet und es lohnt sich diese mal in Ruhe zu lesen!

Herr Dekkers, BAYER traut sich also nicht mehr die Umsätze der Neonics im Geschäftsbericht separat auszuweisen.
Warum machen Sie das nicht mehr?
Haben Sie etwas zu verbergen?
Wie viel Umsatz haben die Neonics 2014 insgesamt gemacht?
Und wie viel im ersten Quartal 15?
Ich hätte auch gerne die Umsatz-Zahlen aufgesplittet nach den Wirkstoffen wie z.B. Thiacloprid, Imidacloprid und Clothianidin jeweils separat!
Gehört Acetamiprid auch zum Sortiment des Konzernes? Wenn ja dann hätte ich auch gerne diese Umsatzzahlen und Vergleichszahlen zum Vorjahr.

Meine Damen und Herren Aktionäre,

der Vorstand hat bisher mit sehr großer Beharrlichkeit erklärt, dass die Neonic-haltigen BAYER Produkte bei sachgerechter Anwendung alle Bienensicher seien und ganz andere Dinge die wirklichen Ursachen für die großen Bienenprobleme sind.

OK

Interessant ist nun, dass Sie mit SIVANTO eine neue Insektizid Generation auf den Markt bringen und diese Produktlinie als besonders Bienensicher anpreisen!

Wie sollen wir das verstehen?

Gibt es nun doch Bienenprobleme mit den Neonics?

Klären Sie uns bitte auf mit diesem Wiederspruch.

Was denken Sie meine Damen und Herrn Aktionäre, warum hat SONIDO keine Zulassung in Deutschland bekommen?

Herr Dekkers Sie können uns ganz sicher aufklären oder etwa nicht?

Seit Dezember 2013 sind Neonics partiell im ganzen EU Raum verboten. Der Einfluss der Lobbyisten in Brüssel konnte dieses EU Verbot nicht verhindern.

Von den 2 Jahren Moratorium ist eines verstrichen und auch die Klage bei der EU Kommission zeigt heftigen Gegenwind.

„Gefahr im Verzug-Zulassungen“ greifen nicht oder nur mit Tricks, wie bei SONIDO

In Kanada formiert sich immer mehr Wiederstand

Auch in den USA!

Dieses Australien-Ablenkungs-Manöver wurde zum Bumerang

Und dann diese Abmahnung gegen den BUND

Ein Hornbeger schießen bei dem der Schuss nach hinten los ging.

Das Bienen-Killer-Image klebt wie Bärendreck

Meine Damen und Herren Aktionäre, der Bienenschutz wird zusehens ein Problem für BAYER

Herr Dekkers immer wieder brachten Sie und ihr Vorgänger das DeBiMo als den großen Gegenbeweis, dass diese PSM nichts mit den großen Bienenverlusten zu tun haben.

Und gleichzeitig bewerben Sie jetzt die neue Generation als ganz besonders Bienensicher!

Wie kommt´s?

Weil inzwischen auch aus den DeBiMo Daten bekannt ist, dass es Bienenbrotproben gibt mit über 23 verschiedenen PSM Rückständen? Darunter auch beängstigend viele Proben mit extrem hohen Thiacloprid-Werten also einem Neonic aus dem Hause BAYER. Warum diese Droblegs? Und warum erst jetzt? Droblegs sind abgehängte Spritzdüsen, dass die PSM nicht mehr in die Blüte sondern darunter gelangen.

Es ist inzwischen Unwiderlegbar, dass diese PSM Effekte auf die Sterblichkeit der Bienen haben und diese auch die Grundlage sind für das EU Verbot! Mal ganz zu schweigen von all den anderen Blütenbesuchenden Bestäuberinsekten!

Hummeln haben keine Varroa-Milben die es zu bekämpfen gilt.

Hummeln werden auch nicht durch zu blöde, unfähige oder schlampige Imker umgebracht. Und doch verschwinden Sie genau dort, wo die Neonics zur Anwendung kommen.

Also rudert doch dieser Konzern hier jetzt zurück oder wie soll man das alles anders verstehen!

Meine Redezeit ist beschränkt. Daher möchte ich Sie auch nicht weiter mit Details belästigen. Kontaktieren Sie mich, wenn Sie mehr Infos zu diesen Bienenproblemen wollen.

Ich habe letztes Jahr hier miterleben dürfen, wie jemand aus Australien versuchte hier in Englisch zu sprechen, zu einem Themenfeld bei dem es um Menschenleben geht.

Mich hat es geschockt wie das abgelaufen ist. Auch in den Jahren zuvor!

Meine Bienenfragen sind da geradezu lächerlich und belanglos!

Herr Dekkers machen Sie weiter so!

machen Sie weiter mit dem Slogan

Science for a better Live

Übrigens ist das gleichfalls Englisch!

Nur für den Fall, dass sie es noch nicht wussten,

und es steht da oben ganz dick und groß und nicht erst seit letztem Jahr!

Meine Damen und Herrn Aktionäre ich bin sprachlos und mir bleibt schlicht und einfach immer noch die Spucke im Hals stecken!

Was dieser Vorstand hier abzieht, das hat nichts mehr damit zu tun, den Aktienkurs nach oben zutreiben!

Daher seien Sie mutig und zeigen Sie dem Vorstand die Rote Karte

Vielen Dank

Christoph Koch
3.Vorsitzender im Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbund
Landesgeschäftsführer für Baden-Württemberg