Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Beitrag veröffentlicht im Januar 2000

[Yasmin] Hauptversammlung 2016

CBG Redaktion

Stephan Schickentanz, Antibaby-Pillen

Meine sehr verehrten Damen und Herren. Mein Name ist Schickentanz.

Ich sehe mich heute zum wiederholten Male gezwungen, mich mit unseren Antibabypillen zu beschäftigen.

Zunächst ein paar Worte an die hier anwesenden geschädigten Damen. Sie leiden ja in der Regel an Embolien und Thrombosen. Ich weiß, dass diese Krankheiten, alles andere als ein Zuckerschlecken sind und das ganze ist ja auch mit sehr viel Schmerzen verbunden. Sie verdienen unser aller Mitgefühl.

Was ist Sache bei der Antibabypille? Es gibt neuere und ältere Pillen. Sie verhüten alle gleich gut. Ungewollte Schwangerschaften gibt es so gut wie überhaupt nicht.
Aber bei den neueren Pillen ist das Thrombose und Embolierisiko weit größer.

Welche Auswirkungen hat das für und Aktionäre? Finanziell keine guten. Denn Bayer mußte in den vergangen Jahren mehr Entschädigungen an die Frauen zahlen, als in diesem Jahr überhaupt Dividende gezahlt wird. Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe. Ja , wie viel menschliches Leid, muß damit bei den Frauen verbunden sein, wenn Milliardenbeträge an Entschädigungen gezahlt wurden.

Aber der Vorstand sagt, daß sind alles nur Einzelfälle. Entschuldigung, Milliardenbeträge für Einzelfälle?? Wie viel Geld hat den eine geschädigte Frau denn bekommen? 20 Millionen oder 50 Millionen Euro??? Nein, liebe Aktionäre keine Frau hat 20 Millionen Euro bekommen, sondern nur einen minimalen Bruchteil davon. Aber die Anzahl der geschädigten Frauen ist weit höher, von Einzelfälle kann man hier nicht mehr sprechen.

Aber was noch viel schlimmer ist, Bayer verkauft diese Todespillen weiter an eine unbestimmte Anzahl von Frauen. Also an unsere Partnerinnen, unsere Töchter und Schwiegertöchter. Unsere Enkelinnen und die Freundinnen unserer Enkel . Ich könnte es auch kurz zusammenfassen meine Damen und Herren. Das sind unsere Frauen!!!!!!!!!!!!! Das kann hier doch niemanden im Saal kalt lassen.

Im letzten Jahr stand hier eine Frau vor der Halle. Sie trug ein Plakat mit dem Bild ihrer Tochter. Darunter stand Lena verstorben mit 15 an einer Lungenembolie. Sie war unser Kind.
Herr Dekkers, weil das Sie wahrscheinlich kalt lässt, wie ich Sie so kenne, muß ich Ganze auf Ihre Familie beziehen.
Sie haben drei Töchter, nennen wir die Damen einmal Tochter 1 2 und 3. Mal angenommen alle drei sind mit einem jungen Mann eng befreundet.
Nennen wir die Herren einmal Schwiegersohn 1 2 und 3. Verhütet wird natürlich in allen drei Beziehungen mit Antibabypillen aus dem Hause Papa.

Herr Dekkers und jetzt stellen Sie sich einmal vor, Tochter 1 verstirbt an einer Lungenembolie. Ihre Familie stellt Sie anschließend zur Rede und Sie sagen dann :
Meine beiden Töchter. Eure Schwester ist zwar kürzlich an einer Lungenembolie verstorben. Aber nehmt Eure Pille ruhig weiter. Sie hat zwar ein hohes Embolierisiko, aber sie hat ein positives Nutzen Risiko Profil.
Ich glaube, wenn Sie das sagen würden, Ihre Familie würde sie anschließend zum Teufel jagen.
Aber uns Aktionären und den geschädigten Damen muten Sie so einen menschenverachtenden Mist zu.

Und nun Zu Ihren Nutzen Risiko Profil.
Sie sagen eine Pille hat ein positives Nutzen Risiko ,wenn von 10.000 Damen 9.990 mit der Pille zufrieden sind und 10 Frauen schwer erkranken.
Und das obwohl es Pillen gibt, wo das Verhältnis weit besser ist. Beziehen wir das doch einmal auf den Straßenverkehr. Stellen Sie sich vor ein Taxifahrer sagt Ihnen bei 10.000 Fahrten mache ich 10 Unfälle. Würden Sie bei so jemanden einsteigen, wenn nebenan der Taxikollege steht, der nur 3 Unfälle bei 10.000 Fahrten macht????????

Hinzu kommt auch noch , daß Sie die neuen Pillen als Lifestyle Produkt ( für Gewichtsabnahme und für eine schönere Haut) vermarkten. Teilweisewerden die Pillen auch von Damen genommen , die überhaupt keinen männlichen Partner haben.
Entschuldigung ein Mittel zur Gewichtsabnahme mit erhöhten Embolie und Thromboserisiko. Das soll ja wohl ein Witz sein. Esgibt doch Slimfast.Dort gibt es kein erhöhtes Thrombose und Embolierisiko.

Meine Damen und Herren,

wir haben hier auch im Saal die CO Pipeline Gegner, die sich zu Recht gegen die Pipline wehren. Aber zwischen beiden Sachen gibt es einen großen Unterschied. Bei der CO Pipline kann es zu einem großen Unglück kommen und dann sind ganze Landstriche entvölkert. Es kann aber auch sein, daß alles gut geht und niemand kommt zu Schaden. Nur bei der Antibabypille, die millionenfach verkauft wird, können wir uns sicher sein, daß mehere Frauen sie nicht vertragen und mindestens eine Frau ihr Leben einbüßen wird.

[Yasmin] Hauptversammlung 2016

CBG Redaktion

Risiko Pille - Rede Bayer HV 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Name ist Christin Berndt und ich spreche für die „Risiko Pille - Initiative Thrombose Geschädigter„.

Luisa wurde nur 17 Jahre alt. Sie starb nach dreistündigen Wiederbelebungsmaßnahmen an einer Lungenembolie.
Tina brach auf dem Bürgersteig zusammen, wurde vergeblich eine ¾ Std reanimiert und starb mit nur 22 Jahren an einer Lungenembolie.
Dorothea hatte starke Rückenschmerzen und wollte zum Arzt. Diesen Termin hat sie nicht mehr wahrnehmen können und verstarb mit nur 23 Jahren an einer massiven Embolie.

Lena erlitt nach nur dreimonatiger Einnahme der Pille eine Embolie und verstarb mit nur 15 Jahren.

Christina brach in den Armen ihrer Mutter zusammen. Ihr Zustand verschlechterte sich zunehmend, trotz intensiv-medizinischer Betreuung. Ihr Hirntod wurde neun Tage vor Ihrem 24. Geburtstag aufgrund einer Lungenembolie festgestellt.
Sophias Kindern wurde die Mutter genommen, ihrem Mann die Frau. Sie verstarb mit nur 34 Jahren wegen der Pille Diane 35 an einer Lungenembolie.
Christine nahm die Pille Aida und wurde nur 22 Jahre alt.
Nina nahm die Pille Petibelle und wurde nur 23 Jahre alt. Sie brach auf dem Weg zum Arzt zusammen und verstarb nach sechsstündigen Wiederbelebungsmaßnahmen im Krankenhaus an einer Lungenembolie

Wir möchten uns heute mit Ihnen an sie erinnern.

Denn diese acht Frauen, ihre Partner, Eltern und Angehörigen haben den Produkten von Bayer und ihrem Tochterunternehmen Jenapharm vertraut. Diese acht Frauen haben eine Ihrer Antibabypillen mit erhöhter Thrombosegefahr genommen und mit ihrem Leben bezahlt.

Diese acht Frauen, Herr Dr. Dekkers, sind Teil Ihrer Bilanz und Ihrer zukünftigen Bilanz Herr Baumann.

Es sind die Frauen, deren Namen Sie nun kennen und sie stehen stellvertretend für die hunderten von toten und zehntausenden von geschädigten Frauen weltweit, die nach der Einnahme Ihrer Produkte schwere gesundheitliche Schäden erlitten haben oder verstorben sind. Und bei allen diesen Frauen ist es immer dieselbe Geschichte:

Sie wollten sicher verhüten und bekommen von ihrem Gynäkologen eine Ihrer Antibaby-Pillen wie die Yasmin, die Yasminelle oder die Aida verschrieben, die ihnen als „besonders verträglich“ angepriesen wird und von Bayer mit Versprechungen wie „Gewichtsabnahme“ und „wirkt gegen Akne“ beworben werden.

Über das deutlich höhere Risikopotenzial dieser Pillen wurden die Anwenderinnen 14 Jahre lang nicht eindeutig im Beipackzettel informiert, geschweige denn von ihrem Arzt. Und so nehmen Millionen von Frauen Ihre Pillen, bis einige von Ihnen eines Tages einfach umkippen oder Rückenschmerzen bekommen oder andere Symptome einer Thrombose oder Embolie, die – obwohl sie einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen – erst viel zu spät erkannt werden.
Warum ist das so? Weil BAYER und seine Tochterfirma Jenapharm jahrelang das höhere Thromboserisiko seiner Antibabypillen verheimlicht hat.

Bayer hat Anwenderinnen und Mediziner nicht darüber aufgeklärt und geht sogar noch weiter, Sie leugnen das höhere Risiko trotz aller wissenschaftlichen Beweise weiterhin. Sie sind das herstellende Pharmaunternehmen, Sie sind daher für Ihre Produkte und deren Sicherheit verantwortlich! Und damit auch seit dem Jahr 2000 verantwortlich für eine doppelt so hohe Anzahl an toten und geschädigten Frauen, die nur sicher verhüten wollen.

Laut Recherchen der ARD-Dokumentation „die story„ wusste Bayer allerdings schon lange vom erhöhten Thromboserisiko, hat es aber nicht für nötig befunden, dahingehend den Beipackzettel zu ändern. Das hat Bayer erst auf Druck des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte im Jahr 2014 gemacht.
Sieht so Ihre Definition von Verantwortung und „science for a better life“ aus?

Wir, die „Risiko Pille - Initiative Thrombose-Geschädigter", vertreten die geschädigten Frauen und die Hinterbliebenen aus Deutschland. Sie kennen uns, denn leider ist es unsere Pflicht, Sie jedes Jahr aufs Neue an die Ihre zu erinnern, Herr Dekkers. Ihre Pflicht lautet:

Nehmen sie diese Pillen endlich vom Markt!
Alle Fakten sprechen dafür:

- Es gibt 17.500 geschädigte Frauen in den USA, an die Bayer bis Februar 2016 alleine für Vergleiche über 2 Milliarden US-Dollar zahlte. 2300 Klagen sind in den USA immer noch anhängig.

- In Kanada gibt es 13 Klagen, in Israel zwei. In Europa klagen betroffene Frauen in Frankreich, Österreich, Italien, in der Schweiz und in Deutschland.

- In Frankreich werden die Kosten von Pillen der 3. und 4. Generation inzwischen nicht mehr von der Krankenkasse übernommen. In Großbritannien, den Benelux-Ländern, Dänemark und Norwegen warnen die Gesundheitsbehörden vor den erhöhten Risiken.

- In Deutschland empfiehlt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte für Erstanwenderinnen und Anwenderinnen unter 30 Jahren Anitbabypillen mit niedrigerem Risiko, und NICHT eine Ihrer Pillen der 3. und 4. Generation, die ein erhöhtes Risiko bergen.

- Die Techniker Krankenkasse veröffentlichte im Oktober 2015 einen Pillenreport, in dem sie von der Einnahme der Antibaby-Pillen der 3. und 4. Generation abrät.

Sie können die Gefährlichkeit ihrer Produkte doch nicht ernsthaft weiterhin leugnen!
Zeigen sie doch mal Courage und gestehen Sie sich und Ihren Aktionären endlich ein, dass Bayer einen großen Fehler begangen hat.

Wir sind dieses Jahr zum siebten Mal auf der Hauptversammlung, stehen zum siebten Mal hintereinander an diesem Podest und auch dieses Mal werden Sie nicht drumrum kommen, uns Rede und Antwort zu stehen:

1. Wie viele Todesfälle aufgrund der Einnahme einer Antibabypille mit höherem Thromboserisiko sind Ihnen bisher weltweit bekannt?

2. Wie viele Klagen sind Ihnen weltweit bekannt? Wie viele wurden schon verhandelt?

3. Im Jahr 2010 haben Sie noch auf der Hauptversammlung behauptet, dass das Risiko für drospirenonhaltige Pillen genauso hoch sei, wie bei levonorgestrelhaltigen Pillen der zweiten Generation. 2014 musste Bayer den Beipackzettel der Pillen der Yasmin-Familie ändern und auf das höhere Thromboserisiko hinweisen.
Behaupten Sie also allen Ernstes immer noch, dass Ihre eigen initiierten und finanzierten Studien das richtige Ergebnis vorweisen? Sollten Sie in den Antworten auf unsere Fragen tatsächlich immer noch diese Studien nennen, obwohl Sie im Beipackzettel auf das höhere Risiko hinweisen müssen, wäre das - gelinde gesagt - äußerst unglaubwürdig.

4. Wie hoch sind die bereits geleisteten Entschädigungszahlungen? An wie viele Frauen wurden sie geleistet?

5. Übersteigen die bereits geleisteten Zahlungen Ihren Versicherungsschutz?

In internen Schreiben an Ihre Aktionäre, weisen Sie, Herr Dekkers, immer wieder darauf hin, dass die Argumentation unserer Initiative, die gegen die Pillen mit erhöhtem Thromboserisiko kämpft, rein emotional wäre und keine wissenschaftliche Grundlage hätte. Sie haben uns noch nie ernst genommen. Jeder neue Todesfall, den wir öffentlich gemacht haben, war und ist ihnen egal. So wie Sie ja offen zugeben, dass Sie die Pillen so lange auf dem Markt lassen, wie die Gewinnsumme die Entschädigungszahlungen übersteigt.

Die Hauptversammlung ist Ihre letzte Amtshandlung, danach haben Sie ja vielleicht mehr Zeit zum Lesen. Ich würde Ihnen dringend empfehlen, sich alle Studien zur Gefährlichkeit der Pillen der 3. und 4. Generation durchzulesen. Dann werden Sie sehen, dass Sie falsch lagen. Dass es besser gewesen wäre, uns ernst zu nehmen. Und Ihnen Herr Baumann möchte ich sagen, Sie leben in Krefeld, nicht in den USA. Wir sind Nachbarn. Schauen Sie mich an und verschließen Sie nicht Ihre Augen. Wollen Sie allen ernstes die Verantwortung für weitere Todesfälle übernehmen?

Im Dezember fand der erste mündliche Verhandlungstag der ersten Klage auf Schadenersatz und Schmerzensgeld gegen Bayer statt. Eine der Gründungsmitgliederinnen unserer Initiative hat BAYER verklagt, weil sie durch die Einnahme einer drospirenonhaltigen Pille fast gestorben wäre und nie wieder ganz gesund wird. So wie wir alle Betroffenen nicht. Sie kann heute aus gesundheitlichen Gründen nicht hier sein. Aber eines sollte Ihnen klar sein, Herr Dekkers und Herr Baumann:

Bayer wird erstmals in Deutschland auf Schadenersatz und Schmerzensgeld verklagt und das Gericht hat entschieden, den Prozess fortzuführen. Die Klage von Felicitas Rohrer wird nicht die Einzige bleiben. Der Verlust von den genannten neun jungen Frauen schmerzt Bayer nicht, doch der Verlust ihres guten Rufes wird Ihnen noch richtig weh tun!
Sie nehmen uns nicht ernst. Besser wäre es.

[gallery]

[Jan Salzmann] Hauptversammlung 2016

CBG Redaktion

Dr. Jan Salzmann; MEZIS (Mein Essen zahl ich selber)

„Science for a better life“ Mit dieser Botschaft richtet sich Bayer an die Beteiligten im Gesundheitssystem. Bei genauerer Betrachtung der aktuellen Unternehmenspolitik sollte der Slogan eher „science for better profits „ heißen oder treffender „marketing for better profits“

Wir Ärzte erwarten von einem Pharmazieunternehmen, dass es Medikamente für die Erkrankungen entwickelt, an denen unsere PatientInnen leiden. Bayer macht es manchmal umgekehrt. Da werden Krankheiten für Medikamente entwickwickelt oder Indikationen ohne jede medizinische Rechtfertigung ausgeweitet. Zwei Beispiele:

Männer jenseits der 50 fühlen sich nicht mehr wie 20, wie die meisten hier Anwesenden vermutlich bestätigen würden. Antriebsmangel, Reizbarkeit, Muskelabbau, Erektionsstörungen, Schlafstörungen, innere Unruhe, Mattigkeit und noch weitere häufige Beschwerden werden zu dem Krankheitsbild „Wechseljahre des Mannes“ zusammengefasst, die Lösung „Testosteron“ gehört ja schon zum Sortiment von Bayer und dann wird eine Marketingfirma beauftragt, die frisch erfundene Diagnose an die Zielgruppen (Ärztinne und Ärzte sowie alternde Männer) zu bringen.

Konsens der endokrinologischen Fachgesellschaften ist, dass es keine Wechseljahre des Mannes gibt. Ab 40 fällt der Testosteronspiegel – bei allen Männern. Das ist normal und keine Krankheit. Nicht indikationsgerechter Gebrauch von Testosteron schädigt nicht nur den Geldbeutel der Patienten und das Budget der Krankenkassen, er ist auch gefährlich. Testosteron erhöht das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden und fördert das Wachstum okkulten Prostatakrebses.

Xarelto, Blockbuster und Hemmer der Blutgerinnung, hochumstrittenen wegen gefährlichen unerwünschten Wirkungen wird in Ärztezeitschriften schon lange heftig beworben, neuerdings auch im Einsatz auf Intensivstationen. Dieses Medikament erhöht massiv das Blutungsrisiko, die Wirkung ist im Gegensatz zu anderen Medikamenten nicht aufzuheben und wer schon mal auf einer Intensivstation war, weiß, dass dort ständig Schläuche und Katheter in alle möglichen Körperstellen eingebracht werden. Xarelto in diesem Kontext ist nicht nur unsinnig sonder hochgefährlich.

Ich vertrete eine kritische Ärzteschaft, die nicht bereit ist, unethisches Verhalten der Arzneimittelhersteller mit zu tragen, egal ob es um Patente, Arzneimittelangebote in armen Ländern, Forschungsverlagerung unter schlechteren sozialen Bedingungen, mangelnde Forschung an vernachlässigten Krankheiten oder Patentpolitik geht.

Die aktuelle Unternehmenspolitik von Bayer sorgt für gute Umsätze und schlechte Presse. Patientinnen, Ärztinnen und Apotheker werden zukünftig immer mehr durch ein kritisches Konsumverhalten Einfluß nehmen und - bei vorhandener Alternative – Medikamente anderer Firmen kaufen, bzw verschreiben. Dann folgen schlechte Umsätze bei schlechter Presse. Ich hoffe, Sie erkennen die Zeichen der Zeit und ändern die Unternehmensausrichtung, dass der Slogan „Scienece for a better life“ nicht wie eine Farce klingt, sondern ein Markenzeichen wird.

[Redebeiträge] Hauptversammlung 2016

CBG Redaktion

Kritische Redebeiträge in der Hauptversammlung der BAYER AG am 29. April 2016:

=> Jan Pehrke (CBG): Entlassungen bei BAYER

=> Redebeitrag von Axel Köhler-Schnura

=> Philipp Mimkes (CBG): Steuerflucht und BAYER Propaganda in KITA´s

=> Dr. Jan Salzmann (MEZIS):Risiken von Testosteron-Präparaten

=> Christoph Then (testbiotech): GenSoja von BAYER

=> Christian Schliemann, ECCHR: gefährliche BAYER-Pestizide in Indien

=> Mani Prakash (Anwältin Bombay/Indien), ECCHR: gefährliche BAYER-Pestizide in Indien

=> Helmut Hesse (Gutachter) zur Deponie Dhünnaue (Leverkusen)

=> Corinna Hölzel, BUND: Bienensterben durch Pestizide

=> Andre Sommer: Fehlbildungen durch Duogynon

=> Christin Berndt (Risiko Pille): gefährliche Antibaby-Pillen

=> Stephan Schickentanz: gefährliche Antibaby-Pillen

=> Dieter Donner (BUND): Kritik an CO-Pipeline

=> Dr Gottfried Arnold (Kinderarzt): Kritik an CO-Pipeline

=> Gemma Lopez: Sterilisationspräparat Essure

=> Angelica del Valle: Sterilisationspräparat Essure

=> Michael Slaby (Mellifera): Bienensterben durch Pestizide

=> Annette Seehaus-Arnold (Imkerin): Bienensterben durch Pestizide

=> Christoph Koch, Erwerbsimkerbund: Bienensterben durch Pestizide

=> Sibylle Arians: Risiken von BAYER-Präparaten

[Unterschriften] CO2 in Kunststoffproduktion

CBG Redaktion

Hiermit unterstütze ich die Forderungen:

=> drastische Reduzierung des Kunststoffverbrauchs
=> öffentliche Förderung für wirklich nachhaltige Verfahren

[contact-form-7 id="13930" title="generisch kontakt"]

[Dream Production] Präsentation der Agentur Ketchum Pleon

CBG Redaktion

„Initiative Dream Production“

Econ Awards 2012 - PR-Aktivitäten

Bayer, Leverkusen

Steckbrief:
PR-Bereich Projektkommunikation
Anlass / Thema Initiative „Dream Production“
Zielgruppe Interessierte Öffentlichkeit; interessierte Mitarbeiter von Bayer; die Politik, speziell das BMBF und Regierungsvertreter auf Landesebene (NRW); Geschäftspartner sowie Aktionäre; Hochschulen und die wissenschaftliche Gemeinschaft
Ziele der Aktion Es sollte ein umfassender Stakeholder-Dialog initiiert werden; insbesondere sollte „Dream Production“ gegenüber der Politik, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Öffentlichkeit als Musterbeispiel für ein nachhaltiges Projekt kommuniziert werden, das ökonomische und ökologische Anforderungen in Einklang bringt
Ergebnis (Erreichte Ziele) Die Ergebnisse der Kampagne waren durchweg positiv; über das Projekt „Dream Production“ wurde in nahezu allen großen deutschen Zeitungen, Magazinen, Fernseh- und Radiosendungen auffallend berichtet; deutscher Nachhaltigkeitspreis 2011 (dritter Platz) und insgesamt 4,5 Mio. Euro Förderung vom BMBF
Evaluation / Controlling Die Wirkung der Kommunikationsmaßnahmen wurde durch ein umfangreiches Media Monitoring von Juni 2010 bis Juli 2011, welches eine ganzheitliche 360°-Beobachtung und Analyse aller klassischen wie modernen Medien beinhaltete und eine anschließende Medienresonanzanalyse überprüft
Veranstaltungsumfang / Maßnahmen Presseleitmeldungen, Filme, Ausrichtung von Pressekonferenzen und Keynote-Reden, Erstellung von Infomercials: www.hyperraum.tv/2011/06/23/dream-production-abgas-wird-zum-rohstoff , Medienevents, Beiträge in Publikums- und Fachzeitschriften
Begleitmaterial Online Widget: www.magazin.app.bayer.de/magazin/current/de/regular-story-3.html




Zeitrahmen März 2010 bis Oktober 2011
Dauer der Aktion Mai 2010 bis August 2011
Beobachtungszeitraum Juni 2010 bis Juli 2011
Kommunikationskanäle Print, Radio, Online, Pressekonferenzen, Keynote Reden und Medienevents wie z.B. die Eröffnung der Pilotfabrik im Chempark Leverkusen
Zielmedien Online, Print, TV und Hörfunk
Anzahl der Print-Artikel 28
Gesamtauflage Print 4 Mio.
Anzahl der TV-Beiträge 4
Zuschaueranzahl TV 2 Mio.
Anzahl der Hörfunkbeiträge 8
Höreranzahl 3 Mio.
Anzahl der Artikel Online 180
Seitenaufrufe Online (Page Impressions) 23 Mio.
Medienschwerpunkt Erschienen in diversen Publikums- und Fachmedien
Konzeption Ketchum Pleon GmbH, Düsseldorf
Unternehmensprofil:
Branche Chemisch-pharmazeutische Industrie
Unternehmensform AG
Vorstandsvorsitz Dr. Marijn Dekkers
Geschäftsführung Dr. Marijn Dekkers
Eigenkapital EUR 19.271,0 Mio.
Umsatz EUR 36.528,0 Mio.
Bilanzsumme EUR 52.765,0 Mio.
Dividende/Aktie EUR 1,65
Ergebnis/Aktie EUR 2,99
Anzahl Standorte (national) Mehr als 10
Mitarbeiter (national) Mehr als 30.000
Gründungsjahr 1863
Stand Finanzkennzahlen 28. Februar 2012

[BAYER HV 2016] Hauptversammlung 2016

CBG Redaktion

Jetzt Mitmachen: Protestaktion zur BAYER-Hauptversammlung

=> Samstag 23. April, 14.00 Uhr, Alte Feuerwache Köln (Raum 4, Steigeturm)

Seit 35 Jahren steht die Hauptversammlung der BAYER AG im Zeichen heftiger Proteste. Zusammen mit Umweltorganisationen und Geschädigten prangert die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) die Schattenseiten der Konzern-Profite an. Schwerpunkte in diesem Jahr sind die Steuerflucht multinationaler Unternehmen, der Verkauf von gentechnisch verändertem Saatgut, das Marketing von BAYER in Schulen und Kindergärten sowie gefährliche BAYER-Pestizide.

Bei der Protestaktion benötigen wir Unterstützung! Jede/r kann mitmachen. Wir brauchen Hilfe beim Verteilen von Flugblättern, Fotografieren, Öffentlichkeitsarbeit, der Verlesung der Reden, Übersetzungen etc.

Alle InteressentInnen laden wir zu zwei Vorbereitungstreffen in Köln ein. Es nehmen Axel Köhler-Schnura und Philipp Mimkes vom Vorstand der CBG sowie weitere AktivistInnen teil.

Samstag, 2. + 23. April, 14.00 Uhr
Alte Feuerwache, Melchiorstr. 3, Köln
Eintritt frei

Die Aktionen zur Hauptversammlung finden am Freitag, 29. April ab 8.00 Uhr vor und in den Kölner Messehallen statt (Eingang Messehalle Nord).

Wer nicht zum Vorbereitungstreffen kommen kann, aber an den Aktionen teilnehmen möchte, bitte melden (mit vollständiger Postanschrift).

Für Umweltschutz und sichere Arbeitsplätze bei BAYER – weltweit! Für umwelt- und menschenverträgliche Produkte und Arbeitsplätze.

Neben ehrenamtlicher Hilfe brauchen wir für die Aktionen Geld. Spenden bitte an:
EthikBank 31 99 991
BLZ 830 944 95
IBAN (International Bank Account Number): DE94 830 944 95 000 31 99 991
BIC (Bank International Code): GENODEF1ETK
Online-Spenden aus dem In- und Ausland sind über PayPal auf unserer Internetseite möglich (www.cbgnetwork.org).

[BAYER HV 2016] Hauptversammlung 2016

CBG Redaktion

14. März 2016

BAYER-Hauptversammlung am 29. April 2016

Gegenantrag: Der Aufsichtsrat wird nicht entlastet

Die BAYER AG verschiebt ihre Gewinne systematisch in Niedrigsteuer-Länder. Trotz Rekordgewinnen zahlte der Konzern daher in Deutschland jahrelang keine Gewerbe- und Körperschaftssteuern. Das Steuerdumping multinationaler Firmen führt dazu, dass die Finanzierung der öffentlichen Haushalte immer mehr der lohnabhängigen Bevölkerung aufgebürdet wird.

Der BAYER-Konzern hat sein Eigenkapital zu großen Teilen nach Benelux verschoben. So entfallen auf die holländische Bayer Global Investments 12,2 Milliarden Euro, auf Bayer World Investments (ebenfalls Holland) 14 Milliarden und auf Bayer Antwerpen 11,4 Milliarden. Verantwortlich hierfür sind die unsozialen Steuergeschenke für internationale Konzerne: so gewährt Belgien Zinszahlungen auf das Eigenkapital, wodurch fiktive Zinsen steuerlich geltend gemacht werden können und nur minimale Steuern auf den Gewinn anfallen.

Um in den Genuss der Sonder-Konditionen zu kommen, konzentrierte BAYER auch das firmeninterne Bank-Wesen in Belgien. So gewährte allein BAYER Antwerpen im Jahr 2014 anderen Konzern-Töchtern Kredite in Höhe von 13,4 Milliarden Euro. Die hierauf berechneten Zinsen mindern in Ländern wie Deutschland oder den USA die Steuern, werden in Belgien jedoch kaum versteuert – der Steuersatz liegt teilweise bei weniger als 5 %. Ein Sprecher des Konzerns erklärte hierzu lapidar: „BAYER nutzt wie einige andere Unternehmen das günstige makrowirtschaftliche Klima in Belgien, das durch den Abzug für Risikokapital geschaffen wurde“.

Die Briefkasten-Firmen Bayer World Investments und Bayer Global Investments halten Anteile an rund einem Fünftel aller 350 Tochtergesellschaften. Hierdurch werden die Voraussetzungen für BAYER-interne Verrechnungen und Lizenzierungen geschaffen, die ebenfalls die Steuern mindern. Das fortgesetzte Steuerdumping wurde jüngst sogar der EU-Kommission zu bunt: Anfang Januar erklärte sie die belgischen Steuer-Schlupflöcher für illegal und forderte Nachzahlungen von 35 transnationale Firmen in Höhe von insgesamt 700 Millionen Euro.

Die Stadt Leverkusen, immerhin Sitz eines der wertvollsten Dax-Unternehmen, verliert hierdurch ihre Existenzgrundlage. Die Stadt befindet sich in der Haushaltssicherung und muss strenge Spar-Vorgaben des Landes NRW erfüllen. Zudem gehört die Kommune dem „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ an; der Steuerzahler muss sie also mit den dringend benötigten finanziellen Mitteln versorgen.
Der Leverkusener Stadtkämmerer Frank Stein äußerte sich zu der Notlage im Stadtrat: „Die für die Stadt Leverkusen verhängnisvollen Defizite des Steuersystems sind Ergebnis einer seit gut 25 Jahren fortgesetzten verfehlten Steuergesetzgebung“. Trotz des Rekordgewinns bei BAYER verbuchte Stein mit weniger als 30 Millionen Euro ein „Allzeittief“ bei den Gewerbesteuern. Diese Entwicklung treffe zwar alle Städte, hätte aber „spezifische Leverkusener Aspekte“, so Stein. „Den industriellen Kern (...) gibt es nach wie vor, und er ist nach wie vor ein Ort großer Wertschöpfung. Aber aus betriebswirtschaftlichen und steuersystematischen Gründen, die im Einzelnen detailliert zu erörtern einen Verstoß gegen das Steuergeheimnis bedeuten würde, korrespondiert diese Wertschöpfung nicht mehr mit einer entsprechenden Steuerstärke der Stadt“. Wegen der Finanznot muss Leverkusen im Sozial- und Kulturbereich drastisch sparen. Aktuell steht das Museum Morsbroich vor der Schließung. Auch der Zuschuss für die städtischen Musikschulen soll stark reduziert werden.

Der sozialdemokratische Bürgermeister Uwe Richrath ging BAYER im Wahlkampf frontal an: die Weltfirma beteilige sich in Leverkusen „sehr wenig“ am lokalen Gewerbesteuer-Aufkommen. NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans kritisierte, dass „eine Stadt wie Leverkusen mit der Weltmarke BAYER aus dem Stärkungspakt gestützt werden muss – das glaubt erst mal keiner“. Walter-Borjans fordert: „Erst recht in Zeiten schwieriger Haushaltslagen können wir es uns nicht leisten, dass sich Unternehmen systematisch davor drücken, ihren Anteil an der Finanzierung des Gemeinwesens zu leisten“.

Derweil ist sich BAYER nicht mal zu schade, steuerrelevante Abteilungen in die „rheinische Steuer-Oase“ Monheim zu verlagern. Die nördlich an Leverkusen grenzende Stadt hatte im Jahr 2012 den Gewerbesteuer-Hebesatz drastisch gesenkt. Wenige Monate später verlagerte BAYER seine Patentabteilung nach Monheim. Kurz zuvor waren die Patentrechte eigens in die neu gegründete Bayer Intellectual Property GmbH ausgegliedert worden. Allein durch dieses Manöver verringerte BAYER die jährlichen Steuerzahlungen um rund 10 Millionen Euro.

Die Steuertricks internationaler Konzerne kosten die Allgemeinheit jährlich viele Milliarden Euro. Der Aufsichtsrat toleriert das gemeinschädliche Steuerdumping von BAYER. Ihm ist daher die Entlastung zu verweigern.

Um Mitteilung dieser Gegenanträge sowie der Begründungen bitten wir gemäß §§ 125, 126 AktG. Die Aktionärinnen und Aktionäre werden gebeten, ihre Stimmrechte der Coordination gegen BAYER-Gefahren zu übertragen.
Vorstand der Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V.

[BAYER HV 2016] Hauptversammlung 2016

CBG Redaktion

14. März 2016

BAYER-Hauptversammlung am 29. April 2016

Gegenantrag: Der Vorstand wird nicht entlastet

Seit langem hat BAYER staatliche Bildungseinrichtungen im Visier. Der Konzern erstellt Unterrichtsmaterialien, schickt rollende Chemie-Labore durchs Land und sponsert Schulen. Die BAYER-Tochter CURRENTA geht nun einen Schritt weiter: an den Werks-Standorten wird ein eigens erstelltes „Wimmelbuch“ an Kindergärten verschenkt. Ein eklatanter Angriff auf die Köpfe der Kleinsten.

Große Firmen nehmen vermehrt Kinder und Jugendliche ins Visier. So betreibt BAYER ein rollendes Chemie-Labor, um bei Jugendlichen „die Attraktivität des Fachgebietes zu erhöhen“. Zudem bietet BAYER kostenlose Lehrerfortbildungen und Un-terrichtsmaterialien an, insbesondere zu umstrittenen Themen wie Bienensterben oder Gentechnik. An die Schulen in der Nähe seiner Werke verteilt der Konzern jährlich etwa eine halbe Million Euro.

Die BAYER-Tochterfirma CURRENTA geht nun einen Schritt weiter und weitet ihr Marketing auf Kleinkinder aus. Die Firma beauftragte hierfür einen Illustrator mit der Erstellung eines „Wimmelbuchs“. Dieses zeigt das „fröhliche Treiben“ in einer Che-mie-Fabrik: Kranfahrer, Taucher, Besucher aus aller Welt, Clowns und bunte Luftbal-lons. CURRENTA verteilt das Wimmelbuch derzeit im Umfeld der Werke Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen, unter anderem wurde das Buch zu Weihnachten in Kindergärten verschenkt. Schon in den vergangenen Jahren hatte CURRENTA in der Nachbarschaft der BAYER-Fabriken Projekte für Grundschüler durchgeführt.

Die Beispiele zeigen, dass Kinder nirgendwo mehr vor der Einflussnahme von Unter-nehmen sicher sind. Insbesondere Kleinkinder können die Risiken chemischer Anlagen jedoch nicht einordnen und sind gegenüber der Konzern-Propaganda wehrlos.

Zu kritisieren ist neben BAYER auch die Stadt Leverkusen. Eine Vertreterin des Kon-zerns hatte das Wimmelbuch in einer städtischen Kita präsentieren dürfen – assistiert von Marc Adomat, dem Leverkusener Bildungsdezernent. Die Stadt übernimmt über das Kommunale Bildungsbüro sogar den Vertrieb des Buchs.

Norbert Hocke, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, kritisiert das Marketing von BAYER: „Das Buch hat in der Kita nichts zu suchen. Es ist dringend geboten, dass wir Regelungen für den Umgang mit Werbung bekommen“. Gerade in Hinblick auf aktuelle Ergebnisse der Hirnforschung sieht er die Propaganda von BAYER kritisch: „Im Alter von null bis sechs Jahren müssen wir besonders aufpassen. Die häufige Wiederholung der Firmenlogos bleibt ein Leben lang in den Köp-fen. Später wundert man sich und jammert, wenn die Kinder so auf Marken fixiert sind“, so Hocke gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Auch der Landschaftsverband Rheinland (LVR), zuständig für die Betriebserlaubnis von Kindertageseinrichtungen, „steht dem Versuch einer direkten oder indirekten Einflussnahme von Unternehmen in Kindertagesstätten kritisch gegenüber“.

Bundesweit ist zu beobachten, dass Bildungseinrichtungen immer mehr für die Mei-nungsmache einzelner Interessengruppen instrumentalisiert werden. Dienstleister wie die Deutsche Schulmarketing Agentur, die nach eigener Aussage „die wirtschaftlichen Interessen werbetreibender Unternehmen mit dem pädagogischen Bildungsauftrag in Einklang bringen“ wollen, propagieren unverblümt die Kommerzialisierung der Lehrin-halte. Werte wie eine eigenständige Meinungsbildung oder Kritikfähigkeit werden da-durch untergraben.

BAYER strebt hierdurch die Beeinflussung möglichst großer Teile der Gesellschaft bei sensiblen Fragen wie dem Einsatz von Pestiziden oder der Gentechnik an. Thimo Schmitt-Lord von der BAYER Science & Education Foundation räumt denn auch offen ein, dass BAYER keine altruistischen Motive umtreiben: „Ich muss gestehen, wir för-dern die Schulen nicht ganz uneigennützig. Wir sehen das als langfristige Investition“.

Es ist ein Skandal, dass CURRENTA und BAYER den Schutzraum Kindergarten derart verletzen. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert ein wirksames Verbot jeglicher Werbung in Bildungseinrichtungen. Dem BAYER-Vorstand, der die Propaganda in Schulen und Kindergärten zu verantworten hat, ist die Entlastung zu verweigern.

BASF Leuna

CBG Redaktion

3. März 2016

100 Jahre BASF-Werk Leuna:

Merkel erinnert an Verantwortung für Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit

Zum 100. Geburtstag des Werks Leuna erinnerte Kanzlerin Merkel heute an die Verantwortung der Chemie-Industrie für Rüstungsproduktion und Zwangsarbeiter. Der Chemiestandort war im Ersten Weltkrieg von der BASF gegründet worden. Merkel erinnerte bei dem Festakt daran, dass damals die Schlacht um Verdun tobte und Sprengstoffe benötigt wurden. Auch dürften die Zwangsarbeiter in der Zeit des Nationalsozialismus nicht vergessen werden: Tausende hätten im Zweiten Weltkrieg unter fürchterlichen Bedingungen die Produktion aufrechterhalten müssen, andere seien ermordet worden. „Es bleibt unsere Pflicht, daran zu erinnern“, sagte Merkel.

Bei ihren Besuchen zu den 150. Geburtstagen von BAYER (2013) und BASF (2015) war Merkel auf die Schattenseiten der Konzern-Historien nicht eingegangen. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) hatte genau dies in einem Brief an die Kanzlerin gefordert.

Die CBG kritisiert jedoch die Aussage der Kanzlerin, wonach die Chemie-Industrie „bei der Bekämpfung des globalen Hungers eine zentrale Rolle“ spiele. Hierzu Philipp Mimkes vom Vorstand der CBG: „Das von BASF, BAYER und Co. propagierte Modell der industrialisierten Landwirtschaft ist gescheitert. Es führt zu einem erhöhten Ausstoß von Klimagasen, dem Verlust fruchtbarer Böden sowie einer verringerten Biodiversität. Hunger ist in den meisten Fällen eine Folge von Armut und sozialer Ungerechtigkeit. Die Kanzlerin sollte an dieser Stelle nicht die gebrochenen Versprechungen der Konzerne nachbeten.“

Xarelto

CBG Redaktion

[Unterschriften] Steuerflucht stoppen!

CBG Redaktion

Hiermit fordere ich eine Beendigung der Steuerflucht multinationaler Konzerne. Hierfür benötigen wir die EU-weite Einführung einer länderspezifischen Berichterstattung („country by country reporting“), ein EU-weit einheitliches System zur Körperschaftssteuer-Bemessung und ein öffentlich einsehbares Steuer-Register.

[contact-form-7 id="13930" title="generisch kontakt"]

[Unterschriften] Glyphosat stoppen!

CBG Redaktion

Der Einsatz von Glyphosat kann zu schweren Umwelt- und Gesundheitsschäden führen. Ich fordere daher ein weltweites Verbot.

[contact-form-7 id="13930" title="generisch kontakt"]

[FSA] Fake-Werbung

CBG Redaktion

11 September 2015

Betreff: Beanstandung Bayer AG/Postings

Sehr geehrter Herr Roemhild,

Sie hatten mir per Post im Frühjahr des Jahres die offizielle Einstellung des Verfahrens meiner Beanstandung der Bayer AG aus formalen Gründen mitgeteilt, weil Beanstandungen, die Vorgänge betreffen, die länger als ein Jahr zurückliegen, nicht behandelt werden. Inzwischen hat, wie der PM der CBG vom 10.9. zu entnehmen ist, der Österreichische Ethik-Rat für Public Relations eine Rüge gegen den Pharmakonzern BAYER und sechs weitere Unternehmen „wegen planmäßiger Täuschung von Userinnen und Usern in großem Stil durch gefälschte Postings“ ausgesprochen (s.u.). Da die Sachverhalte erst im November 2014 vom österreichischen Monatsmagazin „Datum“ aufgedeckt wurden, konnte meine Beschwerde an die Schiedsstelle der FSA, die ich im Dezember 2014 eingereicht habe, gar nicht eher erfolgen.

Die Regelungen der freiwilligen Selbstkontrolle erweisen sich m. E. als zahnloser Tiger, wie auch dieses Beispiel zeigt - und das ist vermutlich auch so gewollt. Das Problem liegt im System: Transparency International spricht von der strukturellen im System angelegten Korruption im deutschen Gesundheitswesen und die Strafzahlungen in den USA gegen fast alle großen Pharmaunternehmen in zweistelliger $ Milliarden Höhe sind ein weiterer Beleg dafür. Das ließe sich wohl nur durch eine Gesetzgebung lösen, die ein solches Verhalten wirkungsvoll sanktioniert. Ich sage das nicht mit Genugtuung, sondern mit großem Bedauern und einer gewissen Resignation.

Dennoch würde mich interessieren, wie Sie bzw. die Schiedsstelle den Vorgang unabhängig von der formalen Verjährung inhaltlich in Bezug auf ihre Statuten bewertet unabhängig vom Aspekt der formalen Verjährung?
Diese mail geht in cc an Philipp Mimkes von der CGB.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dieter Lehmkuhl
13467 Berlin

Von: Juergen Roemhild
An: Dieter Lehmkuhl
Datum: 29. März 2015 14:51:59 MESZ
Betreff: AW: Beanstandung Bayer AG/Postings

Sehr geehrter Herr Dr. Lehmkuhl,

der Sachverhalt ist so weit geklärt, dass die Sache demnächst entschieden werden wird. Dabei wird der Vortrag von Bayer, die Zusammenarbeit mit der Agentur sei seitens Bayer Austria schon 2007 beendet worden, relevant sein. Die Schiedsstelle wird die Beanstandung aus diesem Grund voraussichtlich nicht weiter verfolgen können, denn die Verfahrensordnung des FSA sieht in § 4 Abs. 2 vor:

Beanstandungen, die Vorgänge betreffen, die länger als ein Jahr zurückliegen, werden nicht behandelt.
http://www.fsa-pharma.de/schiedsstelle/verfahrensordnung/

  • c196

Im vorliegenden Fall trägt Bayer vor, die Zusammenarbeit mit der Agentur sei seitens Bayer Austria schon 2007 beendet worden (vgl. meine mail vom 5.12.2014). Auch aus der Pressemitteilung vom 12. November 2014, auf die Sie sich bezogen haben, ergibt sich nichts Gegenteiliges.

Falls Ihnen zu diesem Punkt weitere Informationen vorliegen, lassen Sie es mich bitte wissen.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Römhild

[EFSA] Bienensterben

CBG Redaktion

Die europäische Aufsichtsbehörde EFSA bestätigt erneut, dass die BAYER-Pestizide Imidacloprid und Clothianidin Bienen schädigen. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert schon seit 1997 (!) ein Verbot von Neonicotinoiden.

Neonikotinoide: Risiko für Bienen durch Spritzanwendung zur Blattbehandlung bestätigt

EFSA, 26 August 2015 -- Die EFSA bestätigt, dass die Spritzanwendung von neonikotinoidhaltigen Pflanzenschutzmitteln zur Blattbehandlung ein Risiko für Bienen darstellt. Die Behörde hat Bewertungen der für Bienen bestehenden Risiken durch Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam veröffentlicht und berücksichtigte dabei alle Anwendungen mit Ausnahme von Saatgut-Behandlungen und Granulat. In den Fällen, in denen die Bewertung abgeschlossen werden konnte, wurden entweder hohe Risiken ermittelt oder konnten nicht ausgeschlossen werden. In den übrigen Fällen konnte die Risikobewertung aufgrund lückenhafter Daten nicht abgeschlossen werden.
Die Schlussfolgerungen entsprechen jenen, zu denen die EFSA vor zwei Jahren gelangte, als sie die von den drei Substanzen ausgehenden Risiken für Bienen durch den Einsatz zur Saatgutbehandlung bzw. als Granulat bewertete. Die Europäische Kommission ersuchte die EFSA um die Bewertung aller sonstigen Anwendungen, nachdem sie im Jahr 2013 strengere Auflagen für den Einsatz von Neonikotinoiden verordnet hatte.
Die Verwendung der drei Substanzen zur Saatgut- oder Boden-Behandlung ist derzeit bei Kulturpflanzen, die von Bienen beflogen werden, sowie bei Getreide außer Wintergetreide nicht zulässig; ausgenommen sind Anwendungen im Gewächshaus. Der Einsatz der Substanzen zur Blattbehandlung bei Kulturpflanzen, die von Bienen beflogen werden, sowie bei Getreide ist – außer in Gewächshäusern oder nach der Blüte – verboten.

Weitere Schritte
Bei Einführung der Auflagen erklärte die Kommission, dass sie innerhalb von zwei Jahren eine Auswertung etwaiger neuer wissenschaftlicher Informationen zu den Risiken für Bienen durch den Einsatz der drei Neonikotinoide zur Saatgutbehandlung und als Granulat in die Wege leiten würde.
Im Rahmen dieses Prozesses hat die EFSA nationale Behörden, Forschungseinrichtungen, Industrie und sonstige interessierte Kreise aufgerufen, einschlägige neue Informationen einzureichen.
Sämtliche Informationen sollten bis zum 30. September 2015 vorliegen. Nach Erhalt eines weiteren diesbezüglichen Mandats der Europäischen Kommission wird die EFSA dann das Material auswerten und Schlussfolgerungen im Hinblick auf eine aktualisierte Risikobewertung formulieren.

[OVG Münster] Hochschulkooperationen

CBG Redaktion

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat am 18. August 2015 die Berufung der Coordination gegen BAYER-Gefahren auf Einsichtnahme in den Kooperationsvertrag der Uni Köln mit BAYER zurückgewiesen. Bitte lesen Sie hierzu:

=> Stellungnahme der CBG: „Informationsfreiheits-Gesetz erweitern“

=> SPIEGEL: Uni Köln und Bayer dürfen Vertrag geheim halten

=> Überraschung: Kooperation von Uni und BAYER beendet

=> NRW blickt durch: „Bayer-Urteil schreit nach Transparenzgesetz“

=> Ankündigung der CBG zum Prozess

=> Urteil des OVG: Kritik der Piraten an Landesregierung

=> Bundesverwaltungsgericht stärkt IFG

=> taz: Forschungsfreiheit vor Transparenz

[gallery]

[Unterschriften] GenSoja

CBG Redaktion

Der Einsatz von GenSoja führt zu riesigen Umwelt- und Gesundheitsschäden.

Ich fordere ein Verbot der giftigen Herbizide Glyphosat und Glufosinat und ein Verkaufs-Stopp von GenSoja.

[contact-form-7 id="13930" title="generisch kontakt"]
[gallery]

[BMS Ausgliederung] Unterschriften

CBG Redaktion

Ich fordere eine Sicherung der Arbeitsplätze bei BMS sowie eine Gleichbehandlung der Belegschaften im In- und Ausland.

[contact-form-7 id="13930" title="generisch kontakt"]