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Beitrag veröffentlicht im “Tag: 1. Januar 2000

[Aachen] Aachen: Vortrag am 18. Februar zu „100 Jahre Giftgas-Krieg“

CBG Redaktion

Informations- und Diskussionsveranstaltung der VVN mit Philipp Mimkes, Vorstandsmitglied der „Coordination gegen Bayer-Gefahren“

Zeit: Mittwoch, 18. Februar um 19:00 Uhr
Ort: DGB-Haus, Aachen, Dennewartstraße

Von den 10 Millionen Toten des ersten Weltkriegs sind ungefähr 90.000 auf den Einsatz von chemischen Kampfstoffen zurück zu führen. Von den 25 Millionen Schwerverletzten 1914-18 sind ca. eine Million Menschen vergiftet worden. Deutschland begann als erstes Land den Giftgasangriff am 22. April 1915 in Ypern. Es war eine neue Eskalation des deutschen Angriffskrieges mit Mitteln, die von der Haager Landkriegsordnung von 1907 untersagt, also völkerrechtswidrig, waren.

Die Firma Bayer in Leverkusen machte mit Giftgas Riesenprofite, war aber auch bei der Entwicklung und Herstellung von Sprengstoffen „mittendrin“. Unter dem Dach der IG Farben wiederholte der Konzern das Geschäft mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit im 2. Weltkrieg. Die Barbarisierung der von Deutschland ausgehenden Weltkriege wurde durch Bayer-Manager vorangetrieben. Der Einfluss auf die Politik war und ist groß. Dazu gehört auch die Finanzierung der Nazi-Partei.

Seit 35 Jahre existiert eine Gruppe von Menschen, die sich mit Aktionen, Aufklärungsarbeit und als Kleinaktionäre auf den Aktionärsversammlungen kritisch mit den Umtrieben des Konzerns auseinandersetzen: Die „Coordination gegen Bayer Gefahren“. Regelmäßig informiert die CBG in ihrer Zeitung „Stichwort Bayer“.

Nach dem Vortrag ist Gelegenheit zur Diskussion.

[Hans See] Testimonials

CBG Redaktion

Ich habe schon Anfang der 90er Jahre die große Bedeutung der Arbeit der Coordination gegen Bayer Gefahren als unabhängige Kapital-Kontroll-Organisation erkannt und durch die Verleihung des BCC-Preises gewürdigt. Zuletzt habe ich die CBG in meinem Buch ‚Wirtschaft zwischen Demokratie und Verbrechen’ als Modellfall für weitere zivilgesellschaftliche Kontroll-Organe vorgestellt.

Hans See
Business Crime Control (BCC)

[Dwight Harshbarger] Testimonials

CBG Redaktion

I have followed the work of the Coalition against Bayer Dangers since the 2008 Bayer CropScience explosion. I deeply appreciate your contributions in giving visibility to Bayer actions that might otherwise have remained out of sight.

Ich verfolge die Arbeit der Coordination gegen BAYER-Gefahren seit der Explosion bei Bayer CropScience im Jahr 2008. Ich schätze außerordentlich Ihren Beitrag zur Sichtbarmachung der Geschäftstätigkeit von Bayer, die sonst im Verborgenen hätte bleiben können.

Dr Dwight Harshbarger
Author of “Valley at Risk” on the explosion at the Bayer Institute plant 2008
Adjunct Professor, School of Public Health, West Virginia University

alle „Testimonials“

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[Dormagen] Panik am linken Niederrhein

CBG Redaktion

Immer wieder kommt es in BAYER-Werken zu Unfällen und Katastrophen. Dass Beschäftigte, AnwohnerInnen und Umwelt dabei aufgrund glücklicher Umstände oftmals mit einem blauen Auge davonkommen, dafür ist die Beinahe-Kata¬strophe vom 7. November 1979 bei BAYER in Dormagen/Deutschland ein herausragendes Beispiel.

von Axel Köhler-Schnura

Dormagen, 7. November 1979, 19.50 Uhr. Es ist herbstlich dunkel, der Wind heult, es stürmt. Und es regnet in Strömen. Plötzlich beginnen in einem Gebiet von ca. 50 km Breite und ca. 200 km Länge nordwestlich von Dormagen die Sirenen zu heulen. In Stadt und Land rasen Polizeifahrzeuge mit Blaulicht und Sirene durch die Straßen. Über Radio und Lautsprecher werden die Menschen aufgefordert, nach Hause zu gehen, Fenster und Türen verschlossen zu halten, Mund und Nase mit nassen Tüchern zu schützen. Menschen fliehen panikartig aus dem betroffenen Gebiet. Rettungsfahrzeuge machen sich einsatzbereit.

Kleines Feuer auf dem Werksgelände
Was war geschehen? Im BAYER-Werk Dormagen war es nach Angaben eines Sprechers des Unternehmens in der „Pflanzenschutzabteilung“ zu einer „chemi¬schen Reaktion“ gekommen, die zu einer Verpuffung führte. Es handle sich aber „um harmloses Zeugs“. Und auch diese Meldung gab BAYER erst an die Behörden und die Öffentlichkeit, als die Feuerwehr am Katastrophenabend nach der Ursache der stinkenden Wolke fahndete. BAYER sprach zunächst von „einem kleinen Feuer auf dem Werksgelände“.
Doch weder war das Feuer „klein“, noch das „Zeug harmlos“. Und auch die Abteilung, um die es sich handelte, war nicht so harmlos, wie der in Industrie-deutsch geschönte Name vermuten lässt: Es handelte sich um die Pestizid-Abteilung in der mit Stoffen hantiert wird, die gemeinhin auch als chemische Waffen eingesetzt werden und deshalb für Mensch und Tier in kleinsten Mengen tödlich sind. Entsprechend gefährlich war denn auch das Gift das austrat. Es handelte sich um GUSATHION, ein hochgiftiges Pestizid, tödlich für den Menschen bereits in einer eingeatmeten Menge von ca. 390 mg pro Kubikmeter Luft. Der Grundstoff AZINOPHOS ist der gleiche, der auch für die Herstellung des hochgiftigen E605 und des berüchtigten BAYER-Nervenkampf¬stoffes aus dem II. Weltkrieg TABUN eingesetzt wird bzw. wurde.
Was BAYER und die Behörden verharmlosend einen „Störfall“ nannten, war tatsächlich eine ausgewachsene Katastrophe. Nachdem BAYER zunächst von „kleinen Mengen“ sprach, wurde nach und nach eine immer größere Menge zugegeben. Öffentlicher Druck und anhaltende Kritik erzwang schließlich am Tag nach dem Unfall das Eingeständnis, dass 575 kg ausgetreten waren. Diese Menge Gift hätte ausgereicht für den Tod von Tausenden von Menschen und Tieren. Wie groß die Menge des freigesetzten Giftes letztendlich tatsächlich war, wird sich nie klären lassen. Niemand außer BAYER selbst weiß, was sich damals hinter den Werksmauern wirklich abspielte.

Nur glückliche Umstände verhinderten den GAU
Trotz der Freisetzung nur „kleiner Mengen“ des „harmlosen Zeugs“ lösten die Behörden Katastrophenalarm für einen mehrere hundert Quadrat¬kilometer umfassenden Korridor in Windrichtung Nordwest aus, bis nach Belgien und die Niederlande hinein. Betroffen waren u.a. die deutschen Städte Neuss und Krefeld.
In den Polizeiwachen und Krankenhäusern standen die Telefone nicht still. In den Behörden spielten sich Dramen ab. Niemand wusste, wer eigentlich zuständig war, die Kompetenzen für solch einen „Störfall“ waren nicht geklärt. Obwohl das Riesen-Giftwerk unübersehbar vor der Haustüre stand, hatte sich niemand veranlasst gesehen, Vorsorge für einen Ernstfall wie die eingetretene Katastrophe zu treffen.
Menschen mit tränenden Augen und laufenden Nasen suchten verzweifelt Rat und Hilfe. Es konnte jedoch niemand helfen. BAYER gab zunächst noch nicht einmal den freigesetzten Stoff bekannt, die Krankenhäuser wurden zu keiner Zeit vom Konzern über geeignete Gegenmaßnahmen informiert, ob¬wohl dies möglich gewesen wäre. Immerhin verfügt der Konzern aufgrund seiner seit dem I. Weltkrieg bis heute andauernden Kampfstoff-Forschung über das weltweit größte Wissen über das Wirken von chemischen Giften auf den Organismus von Menschen und Tieren. In diesem Fall jedoch übte sich der Leiter der BAYER-Poliklinik in Dormagen in Zynismus und reagierte auf die Frage nach den Ursachen der auftretenden Übelkeit: „Den Menschen ist vor Angst schlecht geworden.“

Am 7. November 1979 war nicht nur Dormagen, ganz Europa war einer großen Chemie-Katastrophe nur knapp entgangen. Hätte nicht das Zusam¬mentreffen einer Vielzahl glücklicher Umstände das Gift wirkungslos werden lassen, die Katastrophe hätte in den entscheidenden Minuten nach 20.00 Uhr bereits zahlreiche Todesopfer gefordert.
* Stürmische Winde mit Geschwindigkeiten von 25 km/h verwirbelten die Gaswolke in aller kürzester Zeit, verdünnten so die Konzentration des Giftes und setzen damit die Giftigkeit des Gases stark und rasch herab.
* Zudem ist GUSATHION wasserlöslich. Es löste sich aufgrund des Regens aus der Luft, verband sich in den Regenwolken mit Wasser und regnete ab. Das minderte die Giftigkeit des Gases weiter und führte schließlich sogar zur Auflösung der Wolke.
* Es war „Tagesschau-Zeit“, die Menschen saßen in den wegen des nasskalten Herbstes zuhause vor dem Fernseher und waren weitestgehend der Gas¬wolke und den abregnenden Giften nicht direkt ausgesetzt.

Verlogene Versuche die Störfallverordnung zu verwässern
So blieb es bei toten Vögeln und Kleintieren, tränenden Augen und Nasen und bei einigen mit Vergiftungserscheinungen eingelieferten Opfern. Aber dennoch wurde in den folgenden Wochen ein Verzehr- und Handelsverbot für Gemüse aus dem gesamten betroffenen Gebiet verhängt und Millionen Tonnen Feldfrüchte mussten auf Giftmüll-Deponien als „Sondermüll entsorgt“ werden.
Niemals wurde eine exakte Zahl von Opfern veröffentlicht. Bis heute blieb ungeklärt, welche kurz- und langfristigen Folgen diese Beinahe-Katastrophe für die Menschen der betroffenen Region hatte. Auch nach dem Unfall wurde verschleiert, verharmlost und vertuscht. Für BAYER selbst gab es “zu keiner Zeit Gefahr für die Bevölkerung„. Auch die wissenschaftlichen Messungen in der Werksumgebung durch das Gesundheitsministerium waren nach BAYER-Ansicht “eigentlich unnötig, ... das Gusathion sei vollständig zu ungiftigen Stoffen verbrannt.„ Verschwiegen wurde allerdings, dass Gusathion sich erst bei 200 Grad in ungefährliche Bestandteile auflöst.
Trotzdem machte das Schicksal dem BAYER-Konzern an jenem Abend noch einen besonderen Strich durch die Rechnung: Genau zur Zeit, als sich die GUSATHION-Wolke in Dormagen und Umgebung ausbreitete, saßen die Lobbyisten des Konzerns in Bonn im Ministerium und wollten mit verlogenen Argumenten GUSATHION auf die Liste der ungefährlichen Stoffe, die nicht den besonderen Vorschriften der “Störfall-Verordnung„ unterliegen, gesetzt haben. Ein Unterfangen, das angesichts der noch während der “Diskussion" ein¬setzenden Katastrophensirenen in Dormagen und Umgebung hinfällig wurde. Wobei es einmal mehr von der von BAYER praktizierten gemeingefährlichen Verharmlosung gegebener Gefahren zeugt, dass der Konzern GUSATHION auf die Liste der ungefährlichen Stoffe setzen lassen wollte.
(aus Unfall-Broschüre, 2008, CBG)

GenPatente

CBG Redaktion

Wir fordern ein Verbot von herbizidresistentem Saatgut!

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[Noquet] Hauptversammlung 2014

CBG Redaktion

Bayer Hauptversammlung Koeln, 29.04.2014

Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren,

Mein Name ist Peter Noquet.
Es geht hier um das Bayer Schering Praeparat Primodos/Duogynon.
Sie haben in Ihren Leitlinien festgeschrieben “Responsible Care”.
Was verstehen Sie konkret darunter?

Wo faengt Responsible Care an und wo hoert Responsible Care auf?
Muesste es nicht so sein, dass es schon mit der Uebernahme der Firma Schering durch die Bayer AG beginnt? Die Bayer AG muss mit der Uebernahme des Pharmaherstellers Schering Chemicals auch die Verantwortung uebernehmen. Weiss Bayer eigentlich, was Verantwortung bedeutet?

Wo hoert Responsible Care auf?
Sie kann niemals aufhoeren, solange es betroffene Meschen gibt .
Es gibt betroffene Menschen, die mit dem Bayer Schering Produkt Primodos/Duogynon geschaedigt wurden.
Geschaedigt sind naemlich Muetter, Kinder und Kindeskinder.

Meine dringende Frage an den Vorstand:
Wann handeln Sie nach Ihren eigenen Leitlinien?
Wann wollen Sie die Verantwortung endlich annehmen?
Wenn Responsible Care bedeutet, seine Kompetenzen zum Nutzen der Menschen einzusetzen,- dieser Nutzen aber verfehlt wurde - bedeutet Responsible Care dann nicht, fuer den Menschen da zu sein und ihm die noetige Hilfe und Unterstuetzung zu geben?
Wie sieht die die noetige Unterstuetzung aus?

Konkrete Hilfe bedeutet, dass in den kommenden zwoelf Monaten, jede Betroffene bekommt die Hilfe, die sie braucht (ohne dass staendige Gutachten und Gegengutachen erstellt werden). Nach meiner Ansicht soll Bayer Schering dabei auf das Prinzip der Beweisumkehr ganz verzichten. Eine rasche Schadensregelung darf nicht mit einer Vertraulichkeitsklausel (“Maulkorb”) verbunden werden.

Zum Schluss: ich hoffe, dass Bayer Schering endlich diese traurige menschenverachtende Situation zugunsten der Geschaedigten regelt.

Danke fuer Ihre Aufmerksamkeit.

[Briefwechsel] Konzernkritik

CBG Redaktion

Der vollständige Briefwechsel zwischen Herbert Heitmann (BAYER) und Coordination gegen BAYER-Gefahren

Vorstellung
Date: 09.12.2013

Sehr geehrte Damen und Herren der CBG,

mein Name ist Herbert Heitmann und ich bin seit dem 1.9.2013 für die weltweite Kommunikation, die Beziehungen zu Regierungen und Nicht-Regierungsorganisationen sowie die Unternehmensmarke der Bayer AG zuständig. Mit Interesse habe ich ihre Webseiten und Publikationen gelesen und würde mich gerne mit Ihnen austauschen. Dabei ist mir besonders daran gelegen, zu erfahren, was ihre Ziele sind und ob bzw. wie wir gegebenenfalls zusammenarbeiten können. Wenn ihrerseits an einem solchen Gespräch Interesse besteht, würde ich mich über einen Terminvorschlag freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Herbert Heitmann
Corporate Communications, Brand & Government Relations

Re: Vorstellung
Date: 28.01.2014

Sehr geehrter Herr Heitmann,

>> Mit Interesse habe ich ihre Webseiten und Publikationen gelesen und würde mich gerne mit Ihnen austauschen

soso, Sie finden also unsere Arbeit interessant..... ;)
Es ehrt uns, dass wir Gegenstand einer ihrer ersten Amtshandlungen geworden sind.

Doch Spaß beiseite. Natürlich stehen wir für Gespräche zu Verfügung. Daran hat sich nie etwas geändert, nachdem 1979 der erste - im WDR ausgestrahlte - Austausch dazu führte, dass die Firma BAYER den öffentlichen Diskurs mit uns einstellte und seitdem nur noch über Dritte mit uns kommuniziert.

Allerdings führen wir keine Kamin- und Hinterzimmergespräche. Das Wirken von BAYER steht im Fokus des öffentlichen Interesses. Deshalb werden wir Gespräche stets aufzeichnen, unsere Vertreter frei besetzen und einen Journalisten unserer Wahl mitbringen. Alternativ wäre für uns auch eine Podiumsdiskussion denkbar.

Die Teilnehmerzahl sollte paritätisch sein. Auch sollten wir vorab zwei oder drei Sachthemen festlegen. Zum Beispiel könnten die Bereiche Antibabypillen, CO-Pipeline, Emissionen von Treibhausgasen, das BAYER-Jubiläum oder auch der Umgang Ihres Unternehmens mit KritikerInnen gewählt werden.

Direkte Gespräche - so wie Sie es vorschlagen - machen nur Sinn, wenn auf der Seite von BAYER Sach- und Entscheidungskompetenz am Tisch sitzt und vorher abgeklärt wird, welche Konsequenzen ein Gespräch hat. Wieso sollten wir z. B. über das Thrombose-Risiko von Antibabypillen sprechen, wenn für den Vorstand sowieso feststeht, dass an den Produkten aus der Yasmin-Reihe festgehalten wird? Auch sollten wir für das Gespräch einen Zeitrahmen festlegen und einen neutralen Treffpunkt wählen.

Mit freundlichen Grüßen,

Axel Köhler-Schnura
Philipp Mimkes
Jan Pehrke
Uwe Friedrich
Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)

AW: Re: Vorstellung
Date: 02.02.2014

Sehr geehrte Herren,

Vielen Dank für ihre Antwort. Ich interessiere mich in erster Linie für ihre Motivation. Wollen Sie helfen, Bayer besser zu machen oder reicht es ihnen, Bayer schlecht zu machen. Mein Auftrag ist es, die Kommunikation von Bayer weiter zu verbessern und dazu gehört als erster Schritt, die verschiedenen Interessengruppen kennenzulernen und ihnen zuzuhören, sie zu verstehen. Im zweiten Schritt geht es dann darum, die oftmals bestehende Lücke zwischen interner und externer Wahrnehmung und Wirklichkeit zu schließen. Dazu bediene auch ich mich dann gerne der Unterstützung von Experten. In meinem ersten Gesprächsangebot ging es mir allerdings um das Kennenlernen und da ich in Sachen Kommunikation auch eine Art „Experte“ bin, könnten wir hier sogar beim ersten Treffen auch in „medias res“ gehen. Und da ich zu dem stehe, was ich sage, gibt es auch keinen Grund, dies im Stillen oder Geheimen zu tun, weshalb sie zu einem solchen ersten Kennenlernen gerne andere hinzuladen können und das Gespräch auch aufzeichnen können. Allerdings lasse ich mich nicht gerne vor den Karren anderer spannen und mir auch nicht das Wort im Munde umdrehen, weshalb ich, wenn aufgezeichnet wird, Wert darauf lege, dass das gesamte Gespräch zugänglich ist und nicht nur Auszüge. Nach wie vor denke ich, ein erstes Kennenlernen, so wie ich es mit Journalisten, Politikern und NGO-Vertretern gemacht habe, um weitere Aktivitäten zu sondieren und vorzubesprechen, macht Sinn.

Mit freundlichen Grüßen
Herbert Heitmann

AW: Re: Vorstellung
Date: 07.03.2014

Sehr geehrter Herr Heitmann,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Als Termin schlagen wir Mittwoch, den 14. Mai von 16 – 18 Uhr vor. Für dieses Datum haben wir einen neutralen Ort reserviert, den „Säulenraum“ in der Alten Feuerwache (Südtrakt), Melchiorstr. 3 in Köln. Wie bereits besprochen, werden wir das Gespräch aufzeichnen und einige Journalisten mitbringen.

Gerne werden wir im Gespräch die Positionen und Forderungen unseres Netzwerks erläutern. Von Ihnen würden wir gerne erfahren, was BAYER zu tun gedenkt, um Frauen vor den Risiken von Antibaby-Pillen der Yasmin-Reihe zu schützen. Auch interessiert uns, wie Ihr Unternehmen einen sachlichen und konstruktiven Umgang mit Kritiker/innen gewährleisten will. Wir gehen davon aus, dass die Diskussion über Sachfragen den Schwerpunkt des Gesprächs bilden wird. Für das Kennenlernen im Rahmen der Vorstellungsrunde sollten 20 Minuten ausreichen. Persönliche Motivationen werden wir nicht diskutieren.

Zurückweisen möchten wir die Unterstellung, unser Ziel könnte es sein, „BAYER schlecht zu machen“. Für negative Schlagzeilen aufgrund von Umweltschäden oder gefährlichen Produkten – oftmals mit Schäden für die menschliche Gesundheit oder gar tödlichen Folgen – sind nicht wir verantwortlich. Uns interessiert zu erfahren, was Sie unternehmen, um gegebene Probleme abzustellen.

Wir bitten um eine kurze Bestätigung des Termins.

Mit freundlichen Grüßen,

Philipp Mimkes
Axel Köhler-Schnura
Jan Pehrke
Uwe Friedrich
Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)

AW: Re: Vorstellung
Date: 28.03.2014

Sehr geehrte Herren,

entschuldigen Sie meine späte Antwort. Ich freue mich über den Terminvorschlag, doch möchte ich bei unserem ersten Gespräch auf die Begleitung durch Journalisten auf Ihrer wie meiner Seite verzichten. Der Aufzeichnung des Gesprächs steht nichts im Wege, wenn wir uns darauf verständigen, diese Aufzeichnung nicht zu schneiden, sondern wenn, dann als Ganzes zu verwenden. Der Grund für diese Einschränkungen liegt in meiner persönlichen Erfahrung mit dem ersten Mail-Austausch und der aus der Weiterleitung entstandenen Medienresonanz. Dies ist für mich keine PR-Aktion und ich habe sie auch nicht publik gemacht! Schlagzeilen wie „Glasnost bei Bayer“ oder „Ende des Kalten Kriegs“ als Resultat einer einfachen Vorstellungsmail mit persönlichem Gesprächsangebot sind einfach vollkommen überzogen. Lassen Sie uns erst die Inhalte schaffen, bevor wir dem Ganzen bombastische Überschriften verschaffen. Ich möchte ein Gespräch mit Ihnen, dass nicht auf Zitate und Schlagzeilen abzielt, sondern uns Gelegenheit gibt, bei der Diskussion von Sachthemen, einander näher kennenzulernen. Da unser erstes Treffen nun nach der Hauptversammlung stattfindet, hätte das auch den Vorteil, dass zu vielen ihrer Fragen, Sie ja dann die Antworten bereits kennen und wir das nicht wiederholen müssen.
Wenn wir fünf uns also am 14.05.2014 (mit Rekorder) im Säulenraum der Feuerwache treffen können und mit den Inhalten wie besprochen umgehen können, dann sage ich den Termin gerne zu.

Schönes Wochenende
Herbert Heitmann

Re: AW: Vorstellung
Date: 11.04.2014

Sehr geehrter Herr Heitmann,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Weiterhin sind wir gerne bereit, im persönlichen Austausch die Positionen unseres Netzwerks zu erläutern.

Auch wir betrachten das Treffen nicht als PR-Termin. Da aber die Geschäftstätigkeit von BAYER Auswirkungen für die Allgemeinheit hat, ist Transparenz für uns unabdingbar. Insofern gelten für uns weiterhin die im ersten Schreiben genannten Voraussetzungen, wonach wir das Gespräch aufzeichnen (und gerne nur ungeschnitten weitergeben), unsere Vertreter frei bestimmen und Journalisten unserer Wahl mitbringen. Diese Kriterien wurden von unserer Mitgliederversammlung schon in den 80er Jahren beschlossen, weswegen sie für uns bindend sind. Die Voraussetzungen entsprechen der Praxis vieler NGOs im Umgang mit Konzernen, und Sie hatten diese in Ihrem Schreiben vom 2. Februar ja auch bestätigt.

Insofern halten wir uns den Termin am 14. Mai weiterhin frei. Über eine Rückmeldung würden wir uns freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Jan Pehrke
Axel Köhler-Schnura
Philipp Mimkes
Uwe Friedrich
Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)

eine Antwort stand bis zum 14. Mai aus, weswegen das Treffen nicht zustande kam

[Philipp Frisch] Hauptversammlung 2014

CBG Redaktion

Philipp Frisch (Ärzte ohne Grenzen) kritisiert Konzern-Chef Dekkers und fordert Umdenken bei Forschung und Entwicklung

Am 29. April fand in Köln die Hauptversammlung des Pharmakonzerns Bayer statt. Auch Philipp Frisch, Koordinator der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland, nahm teil und sprach. Anlässlich der von Konzern-Chef Marijn Dekkers zum Jahreswechsel gemachten Äußerung, Bayer habe das Krebsmittel Nexavar „nicht für den indischen Markt entwickelt, sondern für Patienten im Westen, die es sich leisten können“ forderte Frisch ein grundsätzliches Umdenken und eine neue Prioritätensetzung in der globalen Gesundheitspolitik:

„Dekkers‘ Zitat fasst alles zusammen, was heute im globalen Gesundheitsbereich falsch läuft: Medikamente nur für Reiche, Forschung soll durch Monopolversprechen und Patente angereizt werden. Dabei wissen wir längst, dass das nicht funktioniert. Und auch, dass es nicht so sein muss. Längst gibt es alternative Forschungsanreize wie Prämien, öffentliche Forschung und Produktentwicklungspartnerschaften, die ganz ohne Patentmonopole auskommen.
Doch über Leben und Tod, Gesundheit und Krankheit entscheidet heute noch immer millionenfach das Portemonnaie. Medikamente sind oft entweder unerschwinglich teuer - oder es gibt erst gar keine wirksame und sichere Therapie.

Das heutige Patentsystem versagt auf ganzer Linie
Unsere Mitarbeiter behandeln weltweit in mehr als 60 Ländern jährlich 285.000 HIV/Aids-Patienten mit antiretroviralen Medikamenten, über 30.000 Tuberkulose-Fälle sowie 1,6 Millionen Malaria-Patienten. Für Pharmaunternehmen sind diese Menschen als Abnehmer nicht interessant, daher findet für sie auch kaum Forschung statt.
Das heutige Patentsystem versagt auf ganzer Linie. Private Konzerne forschen primär nicht an den Krankheiten, die das größte Leid verursachen, sondern an denen, die den größten Gewinn versprechen. Von den 2000 bis 2011 neu zugelassenen 336 Wirkstoffen waren nur 4 wirksam gegen vernachlässigte Krankheiten – und das obwohl weltweit bis zu einer Milliarde Menschen an diesen leiden. Außerdem sorgen Marktmonopole, die Unternehmen durch Patente gewinnen, dafür, dass lebensnotwendige Medikamente für Millionen von Menschen unerschwinglich sind.
Wir brauchen endlich eine andere Prioritätensetzung in der Gesundheitspolitik. Im Rahmen der Weltgesundheitsorganisation wird schon seit Jahren über innovative Anreizmechanismen gesprochen, die ganz ohne Patentmonopole auskommen. Nicht zuletzt die Lobbymacht der Pharmaunternehmen und die Interessen der reichen Industrieländer, in denen diese ihren Sitz haben, verhindern bislang aber mutige Schritte.“

[Röscheisen] Hauptversammlung 2014

CBG Redaktion

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf mich und meine Organisation kurz vorstellen:
Helmut Röscheisen, Generalsekretär Deutscher Naturschutzring (DNR), das ist der Dachverband von nahezu 100 Natur- und Umweltschutzverbänden, denen über 5,5 Millionen Einzelmitglieder angehören. Nach dem DGB ist der DNR viertgrößter Dachverband in Deutschland.

Zu unseren derzeitigen Aufgabenschwerpunkten gehören die Auseinandersetzung um die sichere Lagerung von Atommüll, einschließlich der Kommission Endlager sowie eine weitere Altlast, PCB.

Damit komme ich zu unserer heutigen Veranstaltung. Es sollte Vorstand, Aufsichtsrat, MitarbeiterInnen und Aktionäre der Bayer AG sowie die anwesenden Medienvertreter und Gäste dieser Hauptversammlung interessieren, welche Rolle die Bayer AG bei der PCB-Problematik spielt und was sie tun muss, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Polychlorierte Biphenyle (PCB) wurden seit 1929 in großem Umfang industriell erzeugt. Die Bayer AG war einer der großen Produzenten. Heute ist PCB auf allen Kontinenten, in allen Meeren und selbst in der Antarktis verbreitet. PCB lässt sich im menschlichen Fettgewebe nachweisen und wird über die Muttermilch an Neugeborene weitergegeben. Irreparable neurologische Schäden können verursacht werden. Eine PCB-Belastung im Mutterleib kann zu einem verringerten Intelligenzquotient und zu Verhaltensstörungen führen und wird mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) und Autismus in Verbindung gebracht. PCB schädigen das Nerven-, Immun-, Hormonsystem sowie die Haut und sind krebserzeugend beim Menschen.

1989 wurden die Herstellung, das Inverkehrbringen und die Verwendung von PCB in Deutschland verboten. PCB gehört zum „Dreckigen Dutzend“ persistenter organischer Schadstoffe, deren Herstellung nach dem Stockholmer Übereinkommen von 2004 weltweit unterbunden werden soll.

Im Jahre 2011 wurde der sogenannte EU-Auslösewert bei dioxinähnlichem PCB, der eine Warnfunktion hat, in Deutschland bei Rindfleisch in 188 von 220 Proben um das Doppelte überschritten. Anstelle nach den Quellen der PCB-Belastung zu suchen, wurde dieser Wert auch auf Drängen des damaligen Umweltministers Röttgen einfach verdoppelt.

Inzwischen haben wir nach der Auswertung aktueller Studien und unserer hochrangigen Fachtagung im vergangenen Jahr wesentliche Ursachen der heutigen, viel zu hohen PCB-Belastung ermittelt. Dazu gehört der Baubereich.

Die Bayer AG hat etwa 20.000 Tonnen PCB für Fugenverdichtungsmassen hergestellt. Sie wurden in den 60er und 70er Jahren in Zweckbauten wie Schulen, Kindergärten, Universitäten, aber auch Schwimmbädern verbaut. Der größte Teil dieser PCB-haltigen Stoffe befindet sich noch heute in den Gebäuden. Durch Ausdünstung gelangen schätzungsweise jährlich 10 t in die Umwelt. Hinzu kommt in manchen Gebäuden durch die Ausgasung eine große Innenraumbelastung. Der Vorsorgewert von 300 ng PCB/m3 wird öfters überschritten. Statt der in der PCB-Richtlinie für diese Gebäude empfohlenen regelmäßigen Lüftung der Räume, müssen die PCB-haltigen Materialien fachgerecht entfernt werden.

Wir wissen bis heute nicht, welche Gebäude betroffen sind. Beispielsweise wurde im Dezember 2013 im Kölner Unicenter eine zu hohe PCB-Belastung festgestellt. Bisher gibt es keine Inventarisierungs- und Beseitigungspflicht für PCB in offener Anwendung wie bei Fugen. Schweden könnte als Beispiel dienen, das ein derartiges Inventar aufgebaut hat.

Meine Frage lautet daher: Ist die Bayer AG bereit, für eine Inventarisierung und Beseitigung der PCB-Belastungen im Baubereich finanzielle Mittel bereit zu stellen?

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[Bienensterben] Hauptversammlung 2014

CBG Redaktion

Bienensterben nur durch die Varroa?
oder eine gezielte Ablenkung?

Sehr geehrter Vorstand,
sehr geehrter Aufsichtsrat,
meine sehr geehrten Damen und Herrn Aktionäre,

mein Name ist Christoph Koch und ich spreche zu ihnen im Namen des deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes und der EU-weiten Imkervertretung dem EPBA.
Nun stehe ich hier schon das 6te mal vor ihnen, um über eines der traurigsten Kapitel in Sachen Bienenschutz Fragen an den Vorstand zurichten.
Fragen zu den sogenannten Neonics!
Sie finden alle meine Fragen auch im Internet!
Herr Dekkers, BAYER war früher immer stolz die Umsätze der Neonics im Geschäftsbericht separat auszuweisen. Warum machen Sie das nicht mehr?
Wie viel Umsatz haben die Neonics 2013 insgesamt gemacht?
Und wie viel im ersten Quartal 14?
Ich hätte aber auch gerne die Umsatz-Zahlen von Imidacloprid und Clothianidin jeweils separat!

Meine Damen und Herren Aktionäre,

nicht neu ist, dass der Vorstand bisher mit großer Beharrlichkeit erklärt, dass die Neonic-haltigen BAYER Produkte bei sachgerechter Anwendung Bienensicher seien und ganz andere Dinge die wirklichen Ursachen für die großen Bienenprobleme sind.

OK

Seit letzten Dezember ist es jetzt anders, meine Damen und Herren Aktionäre! Denn diese Neonics sind inzwischen für etliche Anwendungen im ganzen EU Raum verboten. Das kommt nicht überraschend, war der Vorstand sich noch letztes Jahr sehr sicher, dass sein Einfluss ein EU Verbot verhindern könne!

Es ist „nur“ für 2 Jahre, werden sie jetzt beruhigen Herr Dekkers und inzwischen haben Sie und SYNGENTA ja auch Klage bei der EU Kommission eingereicht!

Was wollen Sie damit bezwecken? Haben Sie sich schon mal überlegt, ob nicht am Ende der Schuss nicht nach hinten losgehen könnte?
Wenn das Verbot nach 2 Jahren nicht mehr aufgehoben wird?

Spekulieren Sie auf „Gefahr im Verzug-Zulassungen“

Meine Damen und Herren Aktionäre ihr Vorstand spielt hier ganz schön mit dem Feuer!
Greenpeace sorgt für ein Bienen-Killer-Image!
Das EU Verbot ist gekommen und jetzt diese Klage!
Ich kann Ihnen versichern, meine Damen und Herren Aktionäre, das wird ein Nachspiel geben von einer Dimension, wie es der Konzern in Fragen des Bienenschutz noch nicht erlebt hat!

Sie meinen ich übertreibe?

Nein bei Leibe nicht. War es bisher eher eine emotional geprägte Auseinandersetzung, so liegen jetzt eine Vielzahl an Studien vor, welche die Behauptungen von BAYER, dass die Neonics bei sachgerechter Anwendung Bienensicher seien, klar wiederlegen. Ich erspare ihnen hier die Details, das sprengt den Zeitrahmen. Sie finden alles auf der Internet Seite der EFFSA. Also nix geheimes.

Herr Dekkers letztes Jahr fragte ich es schon, und heute interessiert es bestimmt auch einige Aktionäre, warum findet man das DeBiMo dort nicht?

Zumal hierfür in der Vergangenheit nicht unerhebliche BAYER Gelder geflossen sind.
Bitte klären Sie uns mit Ihrer Antwort auf und nenne Sie uns doch bitte die Zahl der Studien, welche bei der EFAS wegen des Neonics-Verbotes vorliegen!
Sind es mehr als 30?

Das Vorsorgeprinzip der EU zum Bienenschutz kann nach unserer Ansicht unter dieser jetzt schon vorhandenen Beweislast nicht mehr in Frage gestellt werden.
Die Imker aus der ganzen Welt werden das Gerichts Verfahren aufmerksam verfolgen!

Und was das z.B. für den US Amerikanischen Markt heißt, meine Damen und Herren Aktionäre, das brauche ich kleiner Imker ihnen hier nicht erklären.

Schadensersatzklagen werden kommen.

Haben sie schon eine gut gefüllte Kriegskasse für den „Fall dass“ Herr Deckers?
Das habe ich übrigens schon letztes Jahr gefragt!
Ohne klare Antwort
Offensichtlich gehen Sie hier auf volles Risiko?

Meine Damen und Herrn Aktionäre ihnen ist schon klar, dass der Vorstand seit 2008 hier Sand in ihre Augen streut und extrem gefährlich mit dem Feuer spielt. Mit dem Bee Care Center sowie alten inzwischen auch unwirksamen BAYER Wirkstoffen in den Varroaziden, sowie billigen Rechentricks und eindeutig falschen Rückschlüssen will man die ahnungslose Welt da draußen täuschen und in die Irre führen!

dazu habe ich Fragen:

Stimmt es, dass es inzwischen Resistenzen auf die Wirkstoffe Coumaphos und
Flumetrin bei der Varroa-Milbe gibt?
Wenn ja, seit wann weiß dies BAYER?
Ich möchte hier bitte genaue Jahreszahlen, getrennt nach den Wirkstoffen und seit wann diese beiden Wirkstoffe eine Zulassung zur Bekämpfung der Varrose in Deutschland haben mit genauen Angaben des Datums!
Gibt es z.Z. noch weitere zugelassene Wirkstoffe aus dem Hause BAYER?
Etwa in anderen Ländern, Herr Dekkers?
BAYER hat einen Wettbewerb ausgeschrieben und sucht nun den Imker mit den Besten Überwinterungsergebnissen.

In welchen Ländern gibt es diesen BAYER Wettbewerb noch Herr Dekkes?

Für Deutschland wurden andere Preisgelder als für Österreich angesetzt. Warum?

Muss BAYER jetzt so arg sparen?

Sie haben auch einen Frage-Bogen zu PSM und Rapsblüte erarbeitet und ins Netzt gestellt. Herr Dekkers, wer soll diesen Frage-Bogen auswerten? Etwa der ADAC?

Meine Damen und Herren Aktionäre, ihnen ist schon klar wie lächerlich das alles ist?

Was glauben Sie, wie das alles nachwirkt, wenn BAYER die Klage gegen die Kommission verliert?

Meine Damen und Herrn Aktionäre der Vorstand wird ihnen auch jetzt wieder sagen, dass BAYER eine ganze Reihe an Aktionen für das Wohl der Bienen unternimmt, dass dem Konzern der Bienenschutz sehr am Herzen liegt usw.
Wir kennen das nun schon seit 6 Jahren!
Ja und es stimmt auch in der Tat!

Ein Beispiel nur:
Mit einen wunderschön aufwendigen Werbefilm für ihre Varroazide. In diesem Film sollten ganz bestimmte Persönlichkeiten auftreten! z.B. der Präsident des DIB Herr Peter Maske. Stimmt es, dass in diesem Werbefilm auch Reklame gemacht wird für ein Varroabekämpfungsmittel, für dessen Anwendungsart und Wirkstoff in Deutschland z.Z. überhaupt keine Zulassung besteht?

Stimmt es auch, dass aus diesem Grund Peter Maske seinen Auftritt wiederrufen musste? und aus der ersten Version wieder entfernt wurde?
Oder haben Sie da eine andere Version, Herr Dekkers?

Stimmt es, dass Ende März auch Bienenvölker des BEE-CARE-Center durch Clothianidin vergiftet wurden?
Wie geht es den BAYER Bienen heute?
Fallen dort auch täglich 50-100 tote jeden Morgen aus dem Flugloch?
Wie bei all den andern Imkern in Hitdorf und Umgebung?

Meine Damen u. Herrn Aktionäre merken Sie, wie der Vorstand verzweifelt versucht sein Bienen-Killer-Image auf zu polieren und von einem Fettnäpfchen ins nächste tappt?

Wenn BAYER bisher immerzu felsenfest behauptete, dass die großen Bienenproblem vor allem auf Krankheiten aber auch Nahrungsmangel usw. zurück führen und die Neonics damit überhaupt nichts zu tun haben, dann meine Damen und Herrn Aktionäre spielt der Vorstand nicht nur mit den Feuer sondern mit Napallm!

Vielleicht ist das alles auch der Grund gewesen, warum Sandra Petersen so schnell wieder das Weite gesucht hat?
Man sagt ja Frauen etwas mehr Gespür für brenzlige Situationen zu, als Männern.
Ein Bienenvolk besteht Phasenweise nur aus weiblichen Wesen!

Wir Imker sind nach wie vor der Überzeugung, dass es die Neonics sind, die hier einen erheblichen, wenn nicht sogar der Hauptgrund für das große Bienensterben liefern und somit auch der BAYER Konzern eine Mitverantwortung an diesem Desaster hat!
2008 war kein Unfall oder Fehlanwendung wie BAYER immerzu sagt, meine Damen und Herrn Aktionäre 2008 war die Wende!
Die Zahl der Zweifler, wird von Tag zu Tag größer!

Heute wird immer noch MESUROL im Frühjahrs-Pollen der Bienen gefunden, gleichfalls ein Beizmittel von BAYER am Mais!

Herr Dekkers wie erklären Sie sich das?
Auch so ein UNFALL?
Sorry FEHLANWENDUNG!

Die Schlinge wird enger und enger und Sie meine Damen und Herrn Aktionäre werden die Zeche zu zahlen haben. Bedenken sie das!
Ziehen Sie daher die Notbremse und zeigen Sie dem Vorstand die Rote Karte!
Das DeBiMo war reine Geldverschwendung, mit dem einzigen Ziel die Öffentlichkeit zu blenden und wie Sie gesehen haben meine Damen und Herren Aktionäre, ohne jeden Erfolg!

Mit Beizmittel wird Pflanzenschutz im Voraus betrieben, schon beim Bestellen des Saatgutes. Das ist ein prima Geschäftsmodel. Doch wenn das die Bienen killt, dann hat der ganze Spaß ein Ende!
Daher appelliere ich an Sie als Aktionär, nehmen Sie den Bienenschutz ernst und setzen Sie diesen in Ihrer Entscheidung auch um. Bedenken Sie auch, dass diese Neonics inzwischen im Grundwasser zu finden sind und, dass es erste Studien gibt, welche auch Effekte auf den Menschen belegen.
Meine Damen und Herrn ich will sie nicht mehr weiter belästigen. Ich bedanke mich für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit und fordere Sie auf den Vorstand nicht zu entlasten, so lange dieser weiterhin an diesen fraglichen Neonics fest hält!

Seien Sie mutig!

Vielen Dank

Christoph Koch
3.Vorsitzender im Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbund
Landesgeschäftsführer für Baden-Württemberg
Karl-Friedrichstraße 15
D 77728 OPPENAU
Tel.: +49 7804 3589
E-Mail: vorstand@berufsimker.de
www.berufsimker.de

[Mirena] Hauptversammlung 2014

CBG Redaktion

hier auch auf YouTube

Sehr geehrter Herr Dr. Dekkers, sehr geehrter Vorstand,
sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Lächelnd, schön und gesund – so sehen die Frauen auf den Broschüren zur Hormonspirale Mirena aus. Titel:
„Informationen zur Empfängnisverhütung mit der Hormonspirale“
herausgegeben von der bayer Vital GmbH.
Die Broschüre gratuliert Anwenderinnen zu ihrer guten Entscheidung und verwendet Slogans wie „Kopf frei mit Mirena“ und „Mirena kann das Leben und die Liebe für jede Frau leichter machen“. Vor allem wird die außergewöhnliche Verträglichkeit gelobt.
In dieser Broschüre steht zwölf mal, daß die Mirena nur „lokal“ wirke, also NUR in der Gebärmutter. Meine Damen und Herren: DAS ist anatomisch überhaupt nicht möglich. Tatsächlich ist der Wirkstoff bereits eine Stunde nach Einlage im Blut nachweisbar.
Daß die Mirena angeblich sehr niedrig dosiert ist, stimmt auch nicht, da täglich soviel Wirkstoff wie in zwei Minipillen freigesetzt wird.
Hier handelt es sich um gezielte Falschinformation.
Die Nebenwirkungen – beschönigend „Begleiterscheinungen“ genannt - werden zum großen Teil verschwiegen oder verharmlost.
Die Realität steht im krassen Gegensatz zu dieser Hochglanzbroschüre. Laut einer Studie aus England ließen sich 46 % der Anwenderinnen die Hormonspirale aufgrund der gravierenden Nebenwirkungen nach spätestens 3 Jahren entfernen. Vorgesehen sind 5 Jahre.

Frauen, die mit der Entscheidung für die Mirena sehr unzufrieden sind haben weltweit tausende von Erfahrungsberichten im Internet verfaßt, die sich erstaunlich ähneln. Die meisten klagen über Haarausfall, Akne, Zysten, Gewichtszunahme, Libidoverlust, Depression und Panikattacken.
Gemeinsam ist vielen dieser Mirena-Betroffenen, daß sie jahrelang unter vielen Nebenwirkungen gelitten und einen regelrechten Ärzte-Marathon hinter sich gebracht haben. Dabei hieß die Ursache ihrer Beschwerden ganz einfach: Mirena.
Herr Dr. Dekkers, was sagen Sie diesen Frauen? Daß sie einfach Pech hatten?
Was sagen Sie zu den 70.000 Beschwerden über die Mirena in den USA seit dem Jahr 2000? Zu den zahlreichen Fällen gefährlicher Gebärmutter-Durchstoßung? Sind das zu akzeptierende Kollateralschäden?

Die psychischen Nebenwirkungen wie Herzrasen, Panikattacken, Ängste und Depressionen werden regelmäßig von den Frauenärzten geleugnet.
Warum glauben Frauenärzte mehr Ihrer Werbebroschüre als den Patientinnen? Kann es sein, daß die Ärzte einfach viel zu gut an dieser Hormonspirale verdienen?

„babs73“ schreibt im November 2011 auf hormonspirale-forum.de :
„Ich habe seit einigen Monaten das Forum beobachtet, weil ich eine Antwort gesucht habe auf meine vielen nicht nachvollziehbaren Beschwerden. Ich bin selber Aerztin und habe mir selber immer vorgemacht, dass da nichts dran ist mit diesen Nebenwirkungen. (...) Am schlimmsten war für mich diese dauernde Traurigkeit und diese Stimmungsschwankungen. Ich fühlte mich wie in mir selber gefangen, konnte mich nicht mehr spüren, wusste nicht mehr, wer oder was ich war....
Heute muss ich sagen (und ich sage das bewusst auch als Aerztin): ich bin ziemlich überzeugt, dass wir Frauen Opfer der Pharmaindustrie und der finanziellen Interessen geworden sind!
Letzthin habe ich gelesen, dass die Pille für den Mann wohl nie auf den Markt kommt, da fast 10% der Männer depressive Verstimmungen als Nebenwirkung zeigten.... Keine Ahnung, wieviele Frauen diese NW seit Jahren haben und es interessiert niemanden....“ Zitat Ende

B. Q. schreibt im September 2011 auf hormonspirale-forum.de :
“Seit einem halben Jahr geht es mir so elendig schlecht, dass ich auf aktive Ursachensuche gegangen bin. Meine Psyche dreht völlig durch. Ich habe massives Herzrasen, Angst, bin sehr launisch, traurig, nicht belastbar, habe Schwindel. Blutuntersuchungen ergaben mal wieder nichts, ich wurde von Arzt zu Arzt geschickt. Und mein Frauenarzt schüttelte weiterhin pikiert den Kopf, wenn ich nach einem Zusammenhang mit Mirena fragte.„ Zitat Ende

Im Gegensatz zur Packungsbeilage, die behauptet, die meisten Nebenwirkungen würden nach kurzer Zeit, nach der “Eingewöhnungsphase„ wieder abklingen scheint es eher so zu sein, daß sich die Nebenwirkungen mit den Jahren EINSCHLEICHEN und ZUNEHMEN. Ein Zusammenhang zur Mirena wird oft nicht gesehen, da die Beschwerden theoretisch auch andere Ursachen haben könnten. Wie sich aber allzu oft herausstellt lassen die Nebenwirkungen nach Entfernen der Mirena nach.

Nun hat die Bayer-Tocher Jenapharm eine neue Hormonspirale auf den Markt geworfen. Die “Jaydess„ wird verniedlichend “Verhütungsschirmchen„ genannt und wirkt angeblich auch nur “lokal" (!)

Herr Dr. Dekkers, Sie haben drei Töchter. Würden Sie diesen – nach allem, was Sie wissen - ebenfalls die Mirena als außergewöhnlich verträgliches Verhütungsmittel anpreisen? Würden Sie bei Ihren Töchtern auch Nebenwirkungen wie Depressionen und Panikattacken leugnen, weil die Mirena doch angeblich eine der besten und verträglichsten Verhütungsmethoden ist?

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

[Köhler-Schnura] Hauptversammlung 2014

CBG Redaktion

Großdeutsche Konzernarroganz!

Meine Damen und Herren,

mein Name ist Axel Köhler-Schnura. Ich spreche in eigenem Namen, vertrete aber auch die Coordination gegen BAYER-Gefahren und den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Meine Damen und Herren,
bevor ich zu meinem eigentlichen Thema komme, ein Wort zu dem Stil, wie Herr Dekkers hier heute die Konzerninteressen vertritt. Es ist einfach würdelos, mit welch stereotypen und zynischen Sätzen Herr Dekkers das Leid der Opfer von BAYER-Produkten, die von ihm angerichteten Schäden an der Umwelt, das soziale Elend im Konzern abhandelt. Ist das die Leistung, die für die Millionengehälter der Vorstände zu erbringen ist?

Und noch etwas vorab: Was wir vorhin erleben mussten, als Herr Wenning RednerInnen aus Australien das Mikrofon abstellte und eine junge Frau, deren Vater durch ein BAYER-Medikament zu Tode kam, vom Werkschutz aus dem Saal werfenlassen wollte, nur weil „bei einem deutschen Konzern deutsch gesprochen“ wird, das war Konzernarroganz pur. Und zwar großdeutsche Konzernarroganz.
Bedauerlicher wurde das von einigen AktionärInnen hier im Saal beklatscht. Das ist dem „Dorf Global“ unwürdig.

Herr Dekkers,
Ihre Amtszeit geht zu Ende. Vielleicht erneuern Sie den Code of Conduct der Hauptversammlung und hinterlassen dem BAYER-Konzern endlich ein wenig Weltoffenheit.

Meine Damen und Herren,
nun aber zu meinem heutigen Anliegen. Wir hören und lesen in den Medien derzeit viel zum 100-jährigen Jubiläum des Ersten Weltkriegs. Nur vom BAYER-Konzern, der gerade mit enormem Lärm und Multimillionenaufwand seinen 150. Geburtstag feierte, hören wir nichts dazu. Gar nichts. Hier ist es still. Verdächtig still.

Meine Damen und Herren,
es geht beim Ersten Weltkrieg um Verbrechen. Es geht um Konzern-Verbrechen. BAYER trägt entscheidend Verantwortung für Kriegstreiberei, Massensterben und Kriegsgräuel.
Ich kann hier die Rolle und Verantwortung des BAYER-Konzerns bei weitem nicht umfassend darstellen, dazu reichen die paar Minuten Redezeit nicht, doch auf einige Beispiele, wie ich sie auch in meinem Gegenantrag dargestellt habe, möchte ich schon eingehen. Immerhin trug der Erste Weltkrieg entscheidend dazu bei, dass aus den alten „Farbenfabriken BAYER“ einer der berüchtigtsten Chemie-Konzerne der Welt wurde: Die Zehntausenden von Kriegsverletzten ließen BAYERs chemische Pharmaproduktion explodieren; die Chemiewaffen legten den Grundstein für die BAYER-Pestizidproduktion; die fehlenden Importe auf Grund des Kriegsembargos erzwangen synthetische BAYER-Lösungen aller Art.
Der damalige BAYER-Generaldirektor Carl Duisberg jubelte im Juli 1915: „Sähen Sie jetzt einmal, (...) wie wir fast nichts mehr als Kriegslieferungen ausführen (...), so würden Sie Ihre helle Freude haben.“

Meine Damen und Herren,
wenn im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg von Kampfgasen die Rede ist, dann müssen Sie wissen: Es geht um BAYER, Es war auch hier BAYER-Chef Carl Duisberg persönlich, der die Produktion und den Einsatz von für Menschen tödlichen Abfallstoffen durchsetzte. Er nahm dabei den Verstoß gegen die Haager Landkriegsordnung wissentlich in Kauf, die den militärischen Einsatz von Giftgas seit 1907 verbot.
Selbst bei Giftgasversuchen war Carl Duisberg persönlich anwesend, er pries dabei den chemischen Tod begeistert: „Die Gegner merken gar nicht, wenn Gelände damit bespritzt ist, in welcher Gefahr sie sich befinden und bleiben ruhig liegen, bis die Folgen eintreten.“ Ohne jeden Skrupel trieb Duisberg bei ausschließlich der Profit. Er forderte den Einsatz auch der giftigsten Stoffe.

Meine Damen und Herren,
insgesamt geht die historische Forschung von 60.000 Toten des von Deutschland auf Initiative von BAYER begonnenen Gaskrieges aus.

Meine Damen und Herren,
doch nicht genug: BAYER steht im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg auch für die Erfindung der Zwangsarbeit. Es war erneut der BAYER-Vorstandschef Carl Duisberg, der dafür sorgte, dass rund 60.000 Belgier deportiert und zu Zwangsarbeit eingesetzt wurden. Was übrigens unmittelbar zu großen internationalen Protesten führte. Was aber wiederum Carl Duisberg nicht anfocht. Er plädierte dafür, die Arbeitsmöglichkeiten und die Lebensmittel in Belgien zu rationieren, um die „Arbeitslust“ der Belgier in Deutschland zu steigern.
Und so ging es weiter. Bis 1918 mischte sich die Führung von BAYER in alle kriegswichtigen Belange ein. Carl Duisberg trat für den unbeschränkten U-Boot-Krieg, die völkerrechtswidrige Bombardierung Englands sowie die Annexion von Belgien und Nordfrankreich ein. Auch forderte er „deutschen Lebensraum“ in Polen und Russland.
Als die Reichsregierung mit zunehmender Kriegsdauer begriff, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen war und dass Friedensverhandlungen aufgenommen werden sollten, fürchtete man bei BAYER nichts als ein Ende der Kriegsprofite. Zusammen mit der militärischen Führung forderte Carl Duisberg daher im Februar 1917 die Entlassung von Reichskanzler Theobald von Bethmann: „Wenn es zum Gegensatz käme, entweder Hindenburg oder Bethmann, die Beseitigung Bethmanns wäre sicher (...). Wir sind ganz auf Krieg und Gewalt eingestellt, und das Beste wäre, wenn diese Sachlage auch äußerlich zum Ausdruck käme, dass der Marschall auch Kanzler wäre (...). Denn jetzt ist Politik gleich Krieg und Krieg gleich Politik.“ Wenig später wurde der Reichskanzler tatsächlich entlassen. Friedensverhandlungen fanden nicht statt.

Meine Damen und Herren,
bei all diesen und noch mehr Kriegsverbrechen war es kein Wunder, dass sich BAYER-Chef Carl Duisberg nach dem furchtbaren Untergang der Welteroberungspläne der Konzerne auf den Auslieferungslisten der Alliierten wiederfand und eine Anklage als Kriegsverbrecher fürchten musste. Im Ergebnis wurden in den USA die Tochterfirmen von BAYER enteignet. Dem Konzern wurde in weiten Teilen der Welt das BAYER-Kreuz als Markenzeichen entzogen. Erst 1994 konnte BAYER bekanntlich seine Marke in den USA wieder zurückkaufen.

Herr Dekkers,
wann endlich öffnen Sie die Archive für die konzernunabhängige Forschung? Seit 36 Jahren, seit 1978 bereits. Wenn über Umsätze und Gewinne gesprochen wird, muss auch über die Kehrseiten dieser Gewinne gesprochen werden.

Herr Dekkers,
der Beginn des Ersten Weltkrieges jährt sich zum 100. Mal. Weshalb entzieht sich BAYER der Auseinandersetzung seiner Verantwortung in diesem Zusammenhang? In immer mehr Städten wird beispielsweise der Name Carl Duisbergs von den Straßenschildern getilgt. In immer mehr Fällen distanzieren sich Schulen und andere Institutionen von Carl Duisberg. Wann arbeitet BAYER die Verbrechen dieses BAYER-Konzernchefs endlich auf.

Meine Damen und Herren,
es ließen sich noch viele Fragen im Zusammenhang mit dem Geschäftsbericht stellen, allein die auf 5 Minuten begrenzte Redezeit erlaubt es nicht.
Deshalb komme ich jetzt zu unseren Gegenanträgen. Die Anträge stellen zusammen mit mir die Coordination gegen BAYER-Gefahren, der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre sowie viele EinzelaktionärInnen, die uns persönlich dazu beauftragt haben.
Zunächst zum Gewinnantrag:
Wir beantragen die Kürzung der Dividende auf 10 Cent je Aktie. Die frei werdenden Gelder sollen verwendet werden
- für Erhalt und Schaffung sicherer Arbeitsplätze und für die Zahlung sozial gerechter Löhne;
- für einen Fonds zum angemessenen Ausgleich von Schäden, die infolge der Geschäftstätigkeit an Mensch und Umwelt eingetreten sind;
- für den umfassenden ökologischen und sozialen Umbau des Konzerns ohne doppelte Standards.
- und schließlich für die Zahlung von Wiedergutmachungen für die Verbrechen von BAYER und des von BAYER mitbetriebenen IG FARBEN-Zusammenschlusses an die Opfer bzw. deren Angehörige und Nachkommen.
Es sei wie jedes Jahr angemerkt, daß wir durchaus auch den völligen Verzicht auf jede Dividendenausschüttung im Sinne der erläuterten Sozial-, Menschenrechts- und Ökologie-Leistungen beantragen würden, doch nach der Lage der Gesetze ist das nicht möglich.

Meine Damen und Herren,
wir stellen weiterhin die Anträge, den Vorstand nicht zu entlasten und auch dem Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern. Wir begründen diese Nicht-Entlastungen damit, dass beide Gremien ihrer Verantwortung im dargelegten Sinne in keiner Weise gerecht wurden und uns zudem hier im Saal in die Irre führen.
Und schließlich haben wir mit Christiane Schnura, eine der GründerInnen der Coordination gegen BAYER-Gefahren und eine angesehene Aktivistin für Arbeitsrechte, eine Gegenkandidatin zu den Kandidaten des Vorstands aufgestellt.

Meine Damen und Herren,
bitte lassen Sie sich nicht von Geld und Dividende leiten. Sie tragen als AktionärInnen Verantwortung für die gesellschaftlichen und ökologischen Folgen der Tätigkeit dieses Konzerns. Stimmen Sie deshalb bitte mit uns bei ALLEN Anträgen mit NEIN. Stärken Sie so mit ihren Aktien das wichtige Signal für soziale Sicherung, Umweltschutz und Menschenrechte.
Sollten Sie die HV vorzeitig verlassen, aber dennoch mit uns stimmen wollen, so lassen Sie bitte Ihre Aktien nicht von BAYER unten am Ausgang vertreten, sondern von uns. Lassen Sie sich auch nicht von BAYER-Mitarbeitern bedrängen, die Ihnen die Stimmrechte abfordern, wenn Sie den Saal verlassen. Es ist Ihr gutes Recht, uns Ihre Stimmrechte zu übertragen. Sie finden uns hier vorne, von Ihnen aus gesehen links.
Vielen Dank.

[Greenpeace] Hauptversammlung 2014

CBG Redaktion

Rede von Dr. Dirk Zimmermann, Greenpeace

Sehr geehrter Herr Dr. Dekkers, geehrte Mitglieder von Konzernleitung und Aufsichtsrat, liebe Damen und Herren Aktionäre von Bayer,

mein Name ist Dirk Zimmermann und eigentlich hatte ich Ihnen heute im Namen von Greenpeace zum Gewinn des „Public Eye Awards 2014“ gratulieren wollen, für den unter anderem Bayer als Anbieter maßgeblich am Bienensterben beteiligter Pestizide zur Wahl stand. Die starke Konkurrenz durch Gazprom verwies Bayer auf den zweiten Platz, von „zweitem Sieger“ oder „Vizekusen“ zu sprechen verbietet sich wohl. Zweifellos hätten Sie den Schmähpreis mindestens genauso verdient gehabt – genau wie Gazprom setzen Sie unersetzliche Ökosysteme fahrlässig aufs Spiel. Es ist außerordentlich bedauerlich, dass Sie auch in den vergangenen Monaten alles daran gesetzt haben, erneut nominiert zu werden. Ich möchte Sie jetzt und hier darum bitten, keinen falschen sportlichen Ehrgeiz zu entwickeln, und stattdessen endlich Ihr Motto „Science for a better life“ auch auf das Leben und Überleben von Bienen und einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Landwirtschaft zu beziehen.
Im vergangenen Jahr hat die Europäische Kommission 4 Bienen-gefährliche Pestizide mit Teilverboten belegt, mit Clothianidin und Imidacloprid sind 2 Wirkstoffe von Bayer betroffen. Es war dies ein dringend notwendiger und dennoch nur winzig kleiner Schritt in die richtige Richtung. Clothianidin hat erst vor wenigen Wochen seine Giftigkeit bedauerlicherweise spektakulär unter Beweis gestellt und zahlreiche Bienenvölker in direkter Nachbarschaft zum Bayer-Werk getötet. Die subtilen, nicht direkt tödlichen Wirkungen der auch von Ihnen vertriebenen Gifte sind aber mit Sicherheit mindestens genauso gefährlich, und entscheidend mit für das Bienensterben verantwortlich. Neben wissenschaftlichen Erkenntnissen, die ein Verbot akut nahelegen, sind es aber auch die erheblichen Wissenslücken, die einen Einsatzverzicht erforderlich machen. Wissenslücken, die neben den genauen Wirkungen einzelner Chemikalien vor allem auch die von Pestizid-Cocktails betreffen, ebenso wie die konkreten Wege, über die Bienen und andere Insekten mit Giften in Berührung kommen.

Wir, Greenpeace, haben Untersuchungen durchgeführt, um zumindest einen vagen Eindruck vom Ausmaß der möglichen Gefährdung von Bienen durch Pestizide zu bekommen – und der Eindruck ist gruselig. Vor 2 Wochen haben wir die Veröffentlichung von Testergebnissen zum Anlass genommen um vor Ihrer Firmenzentrale in Leverkusen zu protestieren. Auf einem Banner haben wir die von Ihnen geschädigten Bienen selbst ihre Forderung „Stop Killing us“ vorbringen lassen. Und das aus gutem Grund: Wir haben festgestellt dass Pollen, der Bienen und ihrer Brut direkt als Nahrung dient, zum Teil mit bedenklichen Pestizid-Cocktails belastet war. Gleiches gilt für in Baumärkten und Gartencentern erhältliche Pflanzen: wir haben quer durch Europa bis zu 17 verschiedene Agrargifte in einer einzelnen Pflanze gefunden. In allen Fällen waren Bayer-Pestizide prominent vertreten. Die entsprechenden Reports sind online verfügbar. Ich empfehle sie Ihnen allen zur Lektüre.
Die verhängten Teilverbote für bienengefährliche Pestizide gingen maßgeblich auf Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA zurück. Die EFSA ist alles andere als bekannt dafür, politisch motiviert zu handeln, sie wird im Gegenteil immer wieder für ihre Nähe zur Industrie kritisiert. In diesem Fall war die Sachlage aber zu eindeutig. Unlängst hat sich die EFSA erneut in die Debatte eingeschaltet und sich zu der Gefährdung von Bienen durch kombinierte Stressfaktoren geäußert – soweit dies denn möglich war. Erneut machen Datenlücken eine Bewertung der Gefährlichkeit von zum Beispiel Pestizid-Cocktails so gut wie unmöglich. Die wenigen existierenden Befunde sind aber erschreckend, mit Sicherheit heben sich Gifte in ihrer Wirkung nicht gegenseitig auf – sondern verstärken sich vielmehr. Umso bedenklicher sind die Ergebnisse unserer Untersuchungen – und umso wichtiger ist es, Wirkstoffe, für die schon die Einzelbetrachtung indiskutable Gefährdungen für Bienen zeigt, aus der Praxis dauerhaft und umfassend zu verbannen.

2 Jahre Teilverbot mit viel zu vielen Ausnahmen, für erwiesenermaßen bienengefährliche Agrargifte, sind ein Anfang, aber dennoch nur ein schlechter Witz. Dafür, dass Bayer nun gegen diese Verbote klagt, fehlt mir jeglicher Humor – und es fällt schwer die richtigen Worte zu finden. Arroganz? Ignoranz? Borniertheit? Überheblichkeit?

Wenn Ihnen tatsächlich etwas an Wissenschaft, Bienen und Vielfalt liegt, wie diverse Werbebotschaften von Ihnen glauben machen wollen, dann kann das nur eines heißen: ziehen Sie die Klage gegen die Europäische Kommission zurück und nehmen sie Ihre gefährlichsten Bienenkiller vom Markt – ich kann mir nicht vorstellen dass irgendjemand von Ihnen den Eintrag „Bienensterben“ in der Skandalchronik von Bayer verantworten möchte.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

[Andre Sommer] Hauptversammlung 2014

CBG Redaktion

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Andre Sommer und ich spreche zum Thema Duogynon. Ich möchte Sie kurz um Ihre Aufmerksamkeit bitten.

Seit nun fünf Jahren habe ich fast 7.000 Emails von 365 deutschen Familien bekommen die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Nach Einnahme der Tabletten kam es ungewöhnlich oft zu Schwierigkeiten in der Schwangerschaft, zu Aborten/Totgeburten oder eben zu einer Vielzahl an Missbildungen.

Duogynon war ein Scheringprodukt. Es wurde fast drei Jahrzehnte unter anderem als hormoneller Schwangerschaftstest eingesetzt. Die Wirkstoffe, die in zwei Tabletten Duogynon enthalten waren, entsprechen heute in etwa zwei bis drei Monatsrationen hormonbasierter Antibabypillen. Unter der Hand nahm man diese Pillen in Überdosierung auch zum gewollten Schwangerschaftsabbruch ein. Dies sage ich nur, dass Sie sehen zu was dieses Medikament fähig war. In Normaldosierung ein Schwangerschaftstest, in Überdosierung ein unerlaubtes Abbruchmittel. Absurd oder? Liegt es da nicht nahe, dass dieses Medikament auch zu Missbildungen fähig war?

Seit mehr als vier Jahren fordern wir Aufklärung von Bayer. Bayer mauert. Herr Dekkers wird ihnen nachher sagen, dass es medizinisch keinen Zusammenhang gibt und ich einen Prozess gegen Bayer verloren habe. Das stimmt, ich habe den Prozess verloren. Er wird Ihnen aber nicht sagen wie Bayer ihn gewonnen hat. Es ging rein um die Frage der Verjährung. Bayer hat die Einrede der Verjährung benutzt um den Prozess zu gewinnen. Es ging nicht um Studien, es ging nicht um einzelne Schicksale. Bayer hält, die mutmaßlich durch dieses Medikament verursachten Schäden, für verjährt. Das Landgericht Berlin hat mehrfach das Verhalten von BAYER gerügt und eine Mediation vorgeschlagen. Hr. Dekkers, Sie haben diese abgelehnt und verweigern bis heute alle Gespräche. Der Richter sagte weiterhin: „Es gibt einen Unterschied zwischen Moral und Recht. Ein Weltkonzern wie Bayer sollte den Dialog suchen, da kann ich sie nur ermahnen.“ Und sie machen nichts, gar nichts.

Ich selbst war letztes Jahr, wieder einmal, im Krankenhaus und hatte eine Bauch-OP. Fast zwei Monate lang hatte ich ununterbrochen heftigste Bauschmerzen und 15kg abgenommen. Verwachsungen, durch meine zahlreichen Bauch-OPs, schnürten meinen Darm ab und führten fast zu einem Darmverschluss. Glauben Sie, dass meine Grunderkrankung für mich jemals verjährt? Was für eine Unverschämtheit und wie respektlos ist es eine solche Meinung zu vertreten?
Herr Dekkers wird Ihnen auch nicht sagen, dass sich ehemalige Mitarbeiter gemeldet haben, die behaupteten, dass diese persönlich damals im Namen von Schering Mediziner bestochen haben. Diese Mediziner hätten dann Tierversuche „geschönigt“ und damals so um die 50.000 DM bekommen.

Das Landgericht Berlin hat sein Urteil im September 2012 gefällt. Der Vorwurf der Bestechung ist von Bayer nie bestritten worden. Hätte nicht die Einrede der Verjährung verhindert, dass sich das Landgericht Berlin inhaltlich mit der Thematik auseinandersetzen musste, gilt der Bestechungsvorwurf als von Bayer prozessual zugestanden. Ihre Rechtsvorgänger haben damals also Mediziner bestochen und so Hunderten von Familien Anfang der 80er Jahre die Möglichkeit genommen gerichtlich gegen Bayer, damals also Schering, vorzugehen. Heute aber sagen sie, dass dies verjährt sein soll. Sie sollten sich schämen. Mediziner zu bestechen und hier so zu tun als gäbe es keinen Zusammenhang. Zeigen Sie doch endlich alle Tierversuche! Was für ein Unternehmen sind sie? Welche Werte haben Sie heute wieder betont? Die BAYER AG will angemessen kommunizieren... ist das hier angemessen? Sie wollen ein Vorbild sein... verhalten sich so Vorbilder? Zeigen Sie endlich, dass es Ihnen ernst ist....

Wissen Sie warum kein Mitarbeiter öffentlich aussagt? Die ehemaligen Mitarbeiter behaupten, dass sie Angst vor der Streichung der Betriebsrente hätten. Sie seien von Bayer auch telefonisch deswegen benachrichtigt worden. Decken Sie doch diesen Skandal auf! Zeigen Sie mit der Öffnung aller Unterlagen dass dies nicht wahr ist, dass sie nichts zu verbergen haben?!
Herr Dekkers wird auch behaupten, dass es eine aussagekräftige Studie des Bundesinstitutes für Arzneimittel gibt. Aus dieser würde hervorgehen, dass es keinen Zusammenhang zwischen Duogynon und Missbildungen gibt. Er wird Ihnen aber nicht sagen, dass diese Studie fast ausschließlich aus Patientendaten hervorging, dass kein einziger Fall näher untersucht wurde, dass Bayer überhaupt keine Daten geliefert hat und dass es eine Arbeit eines Doktoranten war.

Das Bfarm selbst erklärte: „Basierend auf der Studie könne ein Kausalzusammenhang zwischen den berichteten Fehlbildungen und der Exposition mit Duogynon in der Schwangerschaft nicht bestätigt, aber auch nicht sicher ausgeschlossen werden“. Es gab insbesondere viele Fälle von Blasenekstrophien. Aber die Autoren stellten nur die Frage nach der statistischen Verzerrung und gingen auch in diesen Fällen nicht weiter nach. Die Studie ist für die betroffenen Familien eine Unverschämtheit.

Ich biete Ihnen hier an nur diese genannten Fälle von Blasenekstrophien zu untersuchen und einen einzigen anderen Fall. Es gibt nämlich einen Fall mit zweieiigen Zwillingen. Auch dies wurde nicht weiter untersucht, obwohl ich darauf hingewiesen hatte. Diese Zwillinge hatten exakt dieselbe Missbildung. Das ist der entscheidende Punkt. Dies kommt in der Natur so nicht vor. Es muss äußere Einflüsse dafür gegeben haben. Die Mutter hatte in der Frühschwangerschaft Duogynon in Tablettenform eingenommen. Dies wird nun das Bundesinstitut für Arzneimittel untersuchen.

Stellen Sie sich endlich Gesprächen. Lassen Sie uns das Thema endlich beenden!
In England soll es Vergleichsgespräche geben. Den betroffenen britischen Geschädigten soll als Voraussetzung hierfür ein Maulkorb verpasst worden sein. Aus diesem Grund sind dieses Jahr wohl auch die Betroffenen aus England nicht hier. Bayer-Deutschland bestreitet jegliche Vergleichsgespräche und auch die Absicht, Vergleiche wegen Duogynon oder Primodos zu schließen. Wissen das die englischen Betroffenen schon? Und verhandelt nicht vielleicht doch ein Bayer-Tochterunternehmen mit den Anwälten der Geschädigten? Herr Dekkers, Sie haben jetzt die einmalige Gelegenheit öffentlich zu verkünden, dass die Bayer-Unternehmen zu keinem Zeitpunkt mit den Anwälten der Betroffenen in England verhandelt haben und dass die Bayer-Unternehmen unter keinen Umständen einen Vergleich mit den britischen Primodos-Opfern schließen werden. Sagen Sie bitte etwas dazu!
Auch wir sind gesprächsbereit! Wir sind behindert, aber diese Behinderungen verjähren doch für Niemanden. Geben Sie den Menschen endlich Gewissheit und erweisen Sie den vielen behinderten Menschen, die Aufklärung verlangen, endlich den nötigen Respekt. Bewegen Sie sich!
Ich bedanke mich für Ihr Interesse!

A. Sommer

[Philipp Mimkes] Hauptversammlung 2014

CBG Redaktion

Philipp Mimkes, Coordination gegen BAYER-Gefahren

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,

der SPIEGEL meldete letzte Woche, dass der Fonds für HIV-geschädigte Bluter erneut zur Neige geht. Hepatitis-infizierte Bluter, deren Gesundheitszustand oft noch schlechter ist, gehen bislang ganz leer aus.
BAYER hat in diesen Fonds mehrfach eingezahlt, jedoch in vollkommen unzureichender Weise.

Zur Erinnerung: in den 80er Jahren wurde rund die Hälfte aller Bluter mit HIV und Hepatitis C infiziert. Die meisten durch Produkte von BAYER. Mehr als 2/3 der Betroffenen starben bislang an den Folgen.

Ein Bundestags-Untersuchungsausschuss kam zu Ergebnis: Die Mehrzahl der Infektionen hätte verhindert werden können, da Tests und Sterilisierungsverfahren rechtzeitig vorlagen.
Aus Profitgründen widersetzte sich BAYER damals der Umstellung der Produktion und der Vernichtung ungetesteter Präparate.

Im Oktober lief im ZDF der eindrucksvolle Film „Blutgeld“. U. a. wird darin gezeigt, wie Hersteller von Plasmaprodukten die Gefahren ungetesteter Präparate kannten, den Verkauf jedoch fortsetzten. Der Regisseur hat im Interview deutlich gemacht, dass es sich bei der dargestellten Firma um Bayer handelt.

Der Film hat vor wenigen Wochen den „Deutschen Hörfilmpreis“ erhalten. Hauptsponsor der Preisverleihung war ausgerechnet die BAYER AG.

Herr Dekkers, mir fehlen dazu fast die Worte: der Film thematisiert das Leid Tausender Hämophiler, deren Sterben BAYER größtenteils hätte verhindern können. Und Sie nutzen ausgerechnet diese Veranstaltung für Ihr sogenanntes „Social Marketing“??
Ich möchte Sie fragen: ob Sie solche makabren Werbekampagnen künftig unterlassen möchten?

Statt die BAYER-Opfer dergestalt zu verhöhnen, sollten Sie sich endlich bei den Geschädigten und den Hinterbliebenen entschuldigen. Außerdem fordern wir von Ihnen, dass Sie die Behandlungskosten der Opfer vollständig übernehmen und alle Infizierten nach japanischem Vorbild entschädigen.
In Japan erhielten die infizierten Bluter von BAYER rund eine halbe Mio Euro, lebenslange Rente + offizielle Entschuldigung.
+++++
Heute haben wir viele warme Worte zum Ausscheiden von Wolfgang Plischke aus dem Vorstand gehört. Damit der Abschied nicht zu rührselig ausfällt, möchte ich kurz an 2 Stationen aus der Karriere von Herrn Plischke erinnern:

Ich sprach eben davon, dass sich die japanische BAYER-Tochterfirma Bayer Yakuhin 1996 bei den Opfern von HIV-verseuchten Blutpräparaten entschuldigte.
Ich zitiere aus der damaligen Erklärung von BAYER: wir „fühlen uns für die Schäden der HIV-infizierten Bluterkranken tief verantwortlich” und wir „entschuldigen uns von Herzen, den Opfern sowohl physisch wie psychisch großen Schaden zugefügt zu haben.”

Und wie hieß nun der damalige Geschäftsführer von Bayer Yakuhin? Ganz richtig: Wolfgang Plischke

Gegenüber europäischen oder amerikanischen Opfern hat BAYER eine Entschuldigung hingegen stets abgelehnt. Ich kenne mehrere Infizierte persönlich und ich weiß, dass diese seit 30 Jahren auf eine solche Entschuldigung warten.

Herr Plischke: es würde von menschlicher Größe zeugen, wenn Sie Ihren heutigen Abschied dazu nutzen würden, für die Betroffenen hierzulande ähnliche Worte zu finden wie damals in Japan.

Bleiben wir noch kurz bei Herrn Plischke: nach seiner Station in Japan wurde er Leiter der US-amerikanischen Pharma-Sparte von BAYER. In den USA lagen BAYER ab 1999 zahlreiche Berichte über schwere Nebenwirkungen des Cholesterin-Senkers Lipobay vor. Insbesondere bewirkte Einnahme von Lipobay einen Muskelzerfall (sog. Rhabdomyolyse), die zu Nierenversagen führen kann. Hätte BAYER bereits nach dem Bekanntwerden der ersten Fälle gehandelt, wären über hundert Menschen am Leben geblieben.

BAYER verkaufte zu diesem Zeitpunkt Lipobay mit einer Konzentration von 0,3 mg pro Tablette. Obwohl die Nebenwirkungen schon mit dieser relativ niedrigen Konzentration weit gravierender waren als bei Konkurrenz-Präparaten, brachte Bayer in den USA zunächst Lipobay mit einer Konzentration von 0,4 mg und schließlich im Jahr 2000 sogar mit einer Dosis von 0,8 mg auf den Markt.

Sogar Wissenschaftler von BAYER warnten das Management wiederholt vor diesem Schritt. Die internen Papiere, die von US-Gerichten später veröffentlicht wurden, zeigen: der Geschäftsleitung unter Wolfgang Plischke waren diese Warnungen im Detail bekannt. Sie setzte sich jedoch bewusst darüber hinweg. Die Mehrzahl der Todesfälle erfolgte durch Tabletten dieser erhöhten Konzentration von 0,8 mg.

Der Ausgang dieses Skandals ist den meisten bekannt: im August 2001 wurde Lipobay vom Markt genommen; BAYER zahlte Entschädigungen von über einer Milliarde Euro. Das macht die Toten aber nicht wieder lebendig.

Insofern ist Lipobay eines von vielen Beispielen einer Vermarktung von Pharmazeutika, die notfalls über Leichen geht. Und einer der Protagonisten dieses Prinzips heißt Wolfgang Plischke.

Abschließend habe ich einige Fragen zum Gerinnungshemmer Xarelto. Wir befürchten, dass mit Xarelto das nächste überflüssige (und für viele Patienten gefährliche) Präparat auf den Markt gedrückt wird.

Im vergangenen Jahr gab es allein in Deutschland 133 Meldungen über „tödliche Verläufe“ nach Einnahme von Xarelto und 1400 Meldungen schwerer Nebenwirkungen (in der Regel Blutungen). Gleichzeitig hat sich der Xarelto-Umsatz im vergangenen Jahr verdreifacht. Parallel dazu gab es von BAYER geradezu ein Marketing-Feuerwerk: mit Werbe-Veranstaltungen, dem Versand von Gratis-Mustern, dem Sponsoring medizinischer Kongresse etc

Hierzu meine erste Frage: welchen Betrag haben Sie für das Marketing von Xarelto im vergangenen Jahr ausgegeben?

Grundsätzlich möchte ich klarstellen: verbesserte Gerinnungshemmer sind wünschenswert, da die bisherige Therapie mit Marcumar kompliziert und mit vielen Nebenwirkungen verbunden ist.

Nur: aktuell gibt es keine glaubhafte Studie, wonach der Einsatz von Xarelto insb. zur Behandlung des Vorhofflimmerns (und das ist genau die lukrative Indikation, für die Xarelto vermarktet wird!) sinnvoll ist.
Xarelto reduziert weder die Zahl der Schlaganfälle noch die Rate schwerer Blutungen. Zudem liegen keine Langzeit-Studien zu den Nebenwirkungen des Präparats vor
Und nebenbei: die Kosten einer Xarelto-Therapie liegen 20x höher als z.B. bei Marcumar, was jährlich zu Zusatzkosten von etwa 1.000 Euro pro Patient führt

Neben der Vermarktung für Patienten mit Vorhofflimmern plant BAYER zusätzlich, Xarelto zur Behandlung des Akuten Koronarsyndroms (ACS) einzusetzen. Für das Zulassungsverfahren hat BAYER nur eine einzige, vollkommen unzureichende Studie vorgelegt.

Die US-Aufsichtsbehörde FDA hat eine Zulassung für ACS wegen mangelhafter Daten 2x verweigert. Unter anderem kritisierte die FDA unvollständige Datensätze und den viel zu kurzen Beobachtungszeitraum. BAYER musste gegenüber der FDA sogar einräumen, dass bei über 10% der Probanden der Beobachtungszeitraum so knapp war, dass am Studienende nicht einmal bekannt war, ob der Patient noch lebt. Zudem wies FDA nach: BAYER hatte mehrere Todesfälle von Probanden unter den Tisch fallen lassen.

Herr Dekkers, Sie haben kürzlich geäußert: Xarelto soll mittelfristig Jahreserlös von 3,5 Milliarden Euro einfahren.
Ich frage Sie: wie kommen Sie auf diese Summe? Planen Sie Vermarktung für Behandlung des Akuten Koronarsystems?
Bitte schlüsseln Sie auf, für welche Indikation Sie welche Umsätze mit Xarelto anpeilen.

Ihr Konkurrent Boehringer hat im Februar eine Studie zum Gerinnungshemmer Dabigatran veröffentlicht. Die Studie zeigt: der Plasmaspiegel schwankt bis zu einem Faktor 5 und korrelliert signifikant mit schweren Blutungen und Schlaganfällen. Boehringer überlegt daher, eine Kontrolle des Plasmaspiegels einzuführen und ein Antidot zu entwickeln.

Es ist davon auszugehen, dass die Lage bei Xarelto ähnlich ist. Von daher meine Frage:
Gibt es ähnliche Untersuchungen zu Xarelto? Ist Bayer bekannt, ob der Plasmaspiegel von Xarelto in ähnlichem Umfang schwankt?

Bayer hat laut Aussage der EMA im Jahr 2011 einen Test entwickelt, mit dem Überdosierungen festgestellt werden können.
Plant Bayer die Vermarktung des Tests zur Gerinnungskontrolle?
Entwickelt Bayer ein Antidot für Xarelto? Wenn ja, wird dieses vermarktet?

Wir befürchten, dass Xarelto – nach Lipobay, Trasylol und Yasmin – der nächste Pharma GAU von BAYER wird. Wir fordern daher in einem ersten Schritt, die Vermarktung von Xarelto an Risiko-Patienten sowie an Personen >70 Jahre einzustellen und das aggressive Marketing für Xarelto zu unterbinden.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Anmerkung zu den Antworten:

Marijn Dekkers weigerte sich, Angaben zu den Marketing-Kosten von Xarelto zu machen. Nur die allgemeinem Ausgaben für Marketing und Vertrieb (25% vom Umsatz) würden angegeben.
Auch die Umsätze nach Indikationen würden nicht aufgeschlüsselt.

[Some of Us] Hauptversammlung 2014

CBG Redaktion

Sehr geehrter Vorsitzender des Vorstands, Herr Dr. Dekker, sehr geehrte Mitglieder der Konzernleitung und des Aufsichtsrats, sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre,

Mein Name ist Anne Isakowitsch und ich repräsentiere heute 4 Millionen Mitglieder der weltweiten Bewegung SumOfUs. SumOfUs ist ein Zusammenschluss von Aktionären, Verbrauchern und Arbeitnehmern, die sich für eine bessere und gerechtere Welt einsetzen.

Ich bin heute hier, um Ihnen eine Petition mit über 600,000 Unterschriften zu übergeben. Die Petition fordert Bayer auf die bienentötenden Pestizide vom Markt zu nehmen und die Klage gegen die Europäische Kommission zurückzuziehen.
Selbst wer nur ein rudimentäres Verständnis von Wirtschaft hat, weiß, dass ein Markt nur funktioniert, wenn Vertrauen zwischen Verkäufer und Konsumenten herrscht. Genau darüber möchte ich heute mit Ihnen sprechen: Vertrauen! Eine Pharmaziekonzern wie Bayer mit seiner langen und beeindruckenden Tradition in der Krankheitsbekämpfung ist sehr stark auf das Vertrauen seiner Kunden angewiesen. Wenn mein Kind krank ist, will ich natürlich sicher sein, dass ich dem Unternehmen trauen kann, dass die Medizin herstellt.

Jedoch ist es genau das Vertrauen seiner Kunden, das Bayer aufs Spiel setzt, indem der Konzern kurzfristige Profite über die Zukunft von uns allen stellt. Denn es gibt keine Zukunft ohne Bienen. Es ist wirklich sehr einfach -- jeder dritte Bissen Essen, den wir zu uns nehmen hängt von der Arbeit von Bienen ab. Das weltweite Bienensterben -- in manchen Gegenden bis zu 80% -- gefähredet unser Überleben und das unserer Kinder.

Wie können junge Eltern einem Konzern vertrauen, der so rücksichtslos mit der weltweiten Nahrungsmittelversorgung -- und damit auch unserer Zukunft -- umgeht?

Bayer möchte gern nachhaltig sein -- auf der Webseite steht. “Wir sind davon überzeugt, dass wir unternehmerisch auf Dauer nur erfolgreich sein können, wenn wir wirtschaftliches Wachstum mit ökologischer und gesellschaftlicher Verantwortung in Einklang bringen”. Im Fall der bienentötenden Pestizide, scheint Profit ganz klar wichtiger zu sein als diese Prinzipien.

Wie können wir einer Firma vertrauen, die jeden Tag ihr eigenes Versprechen in punkto Nachhaltigkeit bricht?

Letztes Jahr hat die Europäische Union auf das weltweite Bienensterben reagiert und den Verkauf von Bayers Pestiziden verboten, nachdem mehrere unabhängige Studien die Bayer Pestizide für das weltweite Bienensterben verantwortlich machten.

Anstatt jedoch Alternativen zu entwickeln, betreibt Bayer aggressives Lobbying, um solche gerechtfertigten Verbote aufzuheben und die tödlichen Pestizide weiter verkaufen zu können. Der Konzern gibt Millionen von Geldern der Aktionäre und Investoren von Bayer aus, um politische Entscheidungen zu beeinflussen und politische Entscheidungsträger zu verklagen.

Wie können Aktinäre einem Konzern vertrauen, der Milliarden von Euro für Lobbyismus und Gerichtsverfahren verschwendet?

Ein neuer Bericht von Friends of the Earth zeigt, wie Bayer ähnliche Strategien wie die Tabakindustrie nutzt, um die Öffentlichkeit und Politiker von der Harmlosigkeit dieser toxischen Pestizide zu überzeugen. Auch Tabakfirmen haben jahrelang versucht Zigaretten als gesund darzustellen. Wie lange wird Bayer weiter behaupten, dass seine Pestizide nicht für das Bienensterben verantwortlich sind?

Sehr geehrter Vorstand - wieviel hat das Gerichtsverfahren die Aktionäre von Bayer schon gekostet? Wie viel mehr wird es kosten? Wieviele weitere Mililonen von Geldern werden für Lobbyismus ausgegeben, um das Verbot der EU anzufechten?

In seinem langjährigen Bestehen hat Bayer wiederholt Lösungen für schwierige - ja aussichtslose Krankheiten finden können. Bayer sollte sich auf diese lange Tradition besinnen und Alternativen zu den Pestiziden entwickeln anstatt unsere Zukunft und die unserer Kinder weiter zu gefährden.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

[Primodos] BAYER ASM 2014

CBG Redaktion

PRENSENTATION SPEECH TO BAYER STOCKHOLDERS MEETING
APRIL 29TH, 2014– COLOGNE, GERMANY.

Good afternoon ladies and gentleman.

My name is Valerie Williams. Many of you may remember me from my presentations in Düsseldorf, Berlin, and Cologne since 2009.

Campaigning on Primodos has been one of the biggest scandals in medical history which has placed myself in unusual circumstances leaving most people struggling to comprehend the enormity and scale of confronting a multi national drug company and incompetent UK government. Both organisations have refused to own up to their measure of actions by deviating from the truth, going to great lengths to hide the truth from the victims of Primodos.

I have spent considerable time undertaking research at the Government UK National Archives at Kew, British Medical Journals as well as researching many medical journals worldwide revealing much evidence.

I speak as a founder member of, The Association for, Children Damaged by
Hormone Pregnancy Tests in 1978 which became one of many organisations across the globe. Primodos was prescribed as a pregnancy test to the majority of victims in the UK. One of twelve hormone pregnancy tests marketed throughout the UK.

My son was born with multiple abnormalities after I had taken Primodos as a pregnancy test in 1975. When I was given Primodos for a second time in 1976 for Amenorrhoea, Schering Chemicals now attached a warning saying, ‘Primodos was not to be taken by pregnant women due to congenital defects to the unborn child’.

Can you imagine watching your own child suffering from the trauma of pain, and illnesses which went on for a number of years due to Primodos with uncertainties in his advancing years. His childhood interrupted by many surgical procedures, which left him unable to cope of the disabilities that could have been avoided, if I had not been prescribed Primodos by my General Practitioner. A situation affecting us a family, with added trauma affecting many families of victims of Primodos.

My campaign for justice to the victims of Primodos will continue until an admission of errors and an apology to all those mothers, fathers and babies, who suffered then and continue to suffer fifty years later because of abnormalities inflicted in the womb, by Primodos.

I speak of the Primodos victims who have become the beacon of light, shining deep down within the cracks of corruption, and deceit within our governments. Of Schering Chemical who failed to protect them with their drug Primodos. Most importantly, a life to live a normal life whilst in the protection of their mothers womb. The poisons of Primodos cascading deep within their bodies, some gone forever, thousands more struggling to cope with their various disabilities.

I would like to draw attention in your promotion leaflet on Primodos which you confidently stated Primodos would not harm our unborn babies. Do you admit this was a deceitful hoax to protect your lack of research in your study then, which revealed high incidence’s of abortions in your later Rat Studies, in the late sixties.

A warning in 1969 which you sent to the Committee of Safety and Medicines in the UK, was precise with clear instructions that Primodos, was NO LONGER to be used as a pregnancy test due to abnormalities from your research studies on Rats. Unfortunately, for many pregnant women, Primodos continued to be prescribed by General Practitioner’s until 1975.

Eventually another warning by The Committee and Safety of Medicines in 1978, issued a further yellow card warning to doctors. This was due to the continuous use of Primodos by General Practitioner’s causing the biggest medical blunder that could have been avoided if this committee had acted responsibly, on the safety and monitoring of drugs in the UK.

We as an organisation are extremely grateful to Politian’s who have crossed over to our paths by giving their time freely to help victims of Primodos by helping us to expose the wrong’s of injustices and greed within a secret society of power and control. The late Jack Ashley MP’s championing commitment to our cause has now been succeeded by Yasmin Querishi MP, whom we are exceedingly grateful for her devoted dedication. Yasmin Querishi is presently pursuing, the Right Honourable Secretary of State, David Poulter MP, for an Independent Inquiry.

Are you aware of the steady increase of hormone pregnancy tests after 1967 to its highest prescription total in 1970 from 1,314,000, contrasts with the remarkably much reduced figure in 1977 to 306,000. This has to indicate the mistrusts globally, to continue using Primodos.

Can you also confirm that in 1981, Urogenital anomalies were reported more frequently in the hormone exposed foetus than the unexposed children. 14% and 9% respectively), revealing the higher the prevalence rate of abnormalities in the earlier pregnancy the therapy began, the more damage to the unborn baby.

Do you agree, the duration of the activity of Primodos in the body varies from days or weeks, possibly depending on the strength of the product used and on the mothers own detoxing capacity to absorb Primodos, with varying malformations to the foetus.

Can you confirm a similar incidence which you tactically used to fraudulently use your drug Ciproxin in your Research Studies at Southampton Hospital in the UK, using your bully boy tactics to mislead the procedure in administering this drug.

Can you tell me today is it standard practice to silence participating medical professional, and others, because they do not adhere to your lack of moralistic attitudes in your industry of chemicals, and drugs. I ask you this question as there have been incidences, particularly in the previous trial of Primodos in the UK in the early eighties, where you used financial persuasion to medical experts who were engaged to speak on behalf of victims of Primodos. Suddenly they changed their minds, as written in the exchange of documents in Mr Weitzman, QC–Barrister opinion, on both the dependants and plaintiffs final preparation for the Primodos trial.

In the Greenberg Study in the seventies it was noted of the SIGNIFICANT RELATION between hormone pregnancy tests and oral cleft palate.
In April 1975 it was reported of a possible association between congenital malformations, and the use of hormone pregnancy tests. THIS WAS SUPPORTED IN THE LARGER GREENBERG SERIES IN 1977.

The Committee of Safety & Medicines even reported in The British Medical Journal, 26th April 1975, supporting their evidence on the recommendation that “there is little justification for the continued use of withdrawal-type pregnancy tests, when alternative methods are available”. Further studies confirm the Greenberg study, in particular in the Brogan, and Harlap et al, noted a small risk of oral cleft following the use of oestrogen and progesterone in early pregnancy.

Surely, any risks to the foetus, or suspicions on Primodos revealing any serious side affects should have been acted upon immediately especially, as there was a
safer alternative test, namely the urine test!

I would like ask you today if your Prospective Study on over fourteen thousands women in 1977 in Germany revealed an increase of incidence of abortions between 7.5 per cent – twenty four per cent. A study of maternal hormone treatment predicted may increase the rate of stillbirths. A study which you speculated by failing to reveal stillbirths, babies aborted or those who died soon after birth in your false representation to protect your lack of honour, or mounting profits. A study which you sent a copy to the, Secretary of State, Royland Moyle MP, who until this day has never revealed of the contents to victims of Primodos in the UK.

I ask you to explain why you used synthetic oestrogens as in Primodos to test mothers if they were pregnant. A perilous hormone containing liquid poison i.e. stronger than the oral contraceptive pill, fraught with many unknown, and unspoken dangers in your deception, betrayal, hidden agendas, and misinformation to the medical profession. Your control of oestrogen dominance resulting in countless health problems for women in future years, has become the biggest medical blunder of the twenty first century.

“I ask you the Board of Directors, if you can confirm an article in The British Medicine Journal, the Lancet on research in Scotland and Denmark who hypothesised that xeno- oestrogens are responsible for a steady declining sperm account in men”. Sperm counts have dropped by more than fifty per cent since 1940, meanwhile testicular, prostrate, and breast cancers in the USA, and Europe have tripled in the last fifty years.

“I ask today for you to confirm if Primodos was a rollover from the oral contraceptive pill with further devastating deaths, and injuries to the unborn foetus” (Primodos was equal to eighty oral contraceptive pills).

Yaz an oral contraceptive pill is a typical example of errors in your drugs, when you were forced to pay three billion dollars in compensation for injuries suffered by victims due to Yaz.

Are you the board of Directors of Bayer ignoring the extremely disturbing events being reported globally about the alarming changes happening in our environment, with the ever increasing pollution of oestrogens to our wild life.

A British study revealed the first changing of wildlife as a result of hormones due to synthetic oestrogen chemicals which cannot be removed from treated effluent.
Surely, you were aware of the consequences that has been increasingly becoming clear that in utero exposure to sex hormones may have adverse long term effects, in masculinisation of external genitalia in which female foetus’s exposed to progestin’s, were first reported in 1958.

Soon after it was reported the feminisations of external genitalia of male infants whose mothers took high doses of stilboestrol, and progesterone’s (Synthetic Oestrogens). I would like to express is that genitalia mutilation to victims caused by Primodos, affected both sexes and was one of many abnormalities to the unborn foetus.

Can you confirm when Dr Isabel Gal’s research studies revealed abnormalities to the foetus in the late sixties, you went to great lengths to discredit her findings on Primodos. This with your full knowledge of your own Chief Medical Officer, Professor Briggs who begged you to stop using Primodos as a pregnancy test in the seventies. Professor Briggs, eventually went onto confess in 1986 to a reputable journalist by admitting to fraudulent studies on the oral contraceptive pill. This is another example of your David and Goliath tactics in its extremes to avoid telling the truth.

Principle, and injustice is what I have always believed in. Therefore, can you tell me today how do you define justice by taking advantage of the billions in profits of Euro’s you will acquire with your drugs of doubts, compared to the loss of life and injuries to victims of your drug Primodos.

I speak today of Pharmaceutical Company’s who believe their power surpasses over all who challenge them. Their David, and Goliath Sphinx where the mighty corporations govern their chemicals of doubts, allowing the innocent
victims of their drugs to be sacrificed, due to corporation greed.

It is now our time to show the world that ‘ordinary people’ can take on the powers of giants, and governments who are losing sense of reasoning. The legend of Nelson Mandela was an example. He refused to be beaten by an undemocratic government serving instead, an incarceration in jail for many years.

Is it also true that you had not realised during testing on Primodos that it would cause serious harm to the foetus, which when you eventually realised the enormity of your mistakes. Rather than face up to your errors, you hoped it would not be discovered, which allowed you to continue marketing Primodos as a pregnancy test, knowing full well of the gravity of injuring many more unborn babies the world over.

The dream of a victory for victims of Primodos could be helped further with compensation to improve on their quality of lives. Many have died before their time, their broken bodies torn apart by Primodos, with many more victims struggling to live today as a result of their disabilities.

It is for these reasons that I demand justice from those who are responsible for their injuries. To stand up to your mistakes by admitting your drug Primodos, was a disgraceful and malicious in its extremists, in your act of betrayal to innocent lives..

There comes a time when it is time to admit your mistakes!! It is now time for you Bayer to turn over another leaf by recognising your errors of the past. To start as you begin from now, by honouring the victims of Primodos whilst many can still function as best as they can. To recognise victims of Primodos could be helped from the stress of their struggles which for some there is little motility to roam the experiences of life, like many of us take for granted. I speak also of the many victims of Primodos with very little recognition of what it would be like if they could walk, talk and see. Experiencing instead only pain, and sorrow that would help if there was some financial help to improve on their lives.

I ask you the board of Directors seated on your podiums of glory, to stop hiding behind your smoked screens of pretence by being civil to those you have
damaged. You cannot annihilate the truth when people find out your wrongs, as you skulk away from your responsibilities as a reputable company of chemicals.

When the time comes for you to summarise in your countermotion answers to what I have spoken about in this presentation. “I ask you to be positive unlike in previous years, as the winter of discontent passes into a new beginning by honouring the victims of Primodos/Duogynon, their rightful justice they so richly deserve.

For me I dream of the day that justice will prevail to open up the cracks in a society of corporation greed. For you Bayer Pharmaceutical to own up to your mistakes by admitting you were wrong. Your history of cruel actions of experimentation on Primodos, began on victims, from the depths of Auschwitz Concentration Camp.

I embrace you the shareholders to take heed by challenging Bayer for the sake of thousands of lives damaged by Primodos the world over. If it means your dividends will be slightly down than on previous years, think of your achievements by saying to yourselves:- “Our decision to day to help the victims of all chemical pollutions, means more than the money our shares are printed on. Our conscious efforts to help others will reward itself in time hopefully, with a ‘bigger increase in shares’ than in previous years”.

Finally, the race to uncover the greatest legal, and medical fraud of the twenty first century, can be achieved if you are committed to the belief, that justice is the undoing of all wrongs.

I thank you once again for your endurance to listen to my presentation.

“Thank You”